Ich habe gehört, dass das Team vom Gut Riem nach der Rückgabe der Parzellen beim Abräumen auf einzelnen Parzellen nicht verrottbaren Müll (Schnüre, Töpfe, Handschuhe, Schuhe, Säcke, Plastiktüten, Stangen, Vliese, Abdeckmaterialien usw) vorgefunden hat. Das Gut Riem wird den betroffenen Pächtern eine Gebühr für die Entsorgung des Mülls in Rechnung stellen.
Da kann ich das Gut Riem nur unterstützen: Müll zurückzulassen ist eine Zumutung für das Team vom Gut Riem, für die KrautgärtnerInnen der nächsten Saison (wenn man beim Absammeln/Abräumen etwas übersieht, was möglich ist, ich habe selber auch schon mal Müll abgesammelt) und für die Natur.
Ein Problem sind insbesondere Mulch-Folien und Vlies: schwarze Mulch-Folie (auch die verrottbare Variante, die zu langsam verrottet) darf nicht am Acker zurückgelassen werden. Vlies ist aus Plastik und ebenfalls nicht verrottbar und muss von den KrautgärtnerInnen entsorgt werden: wenn man es nach der Verwendung im Frühjahr vorsichtig kalt auswäscht, kann man es je nach Qualität einige Jahre verwenden. Vlies zerbröselt zwar auch, aber das Plastik zersetzt sich chemisch nur in sehr grossen Zeiträumen (bis zu hunderte von Jahren) und vergiftet bis dahin die Umwelt als Mikro-Plastik-Teilchen. Bereits durch Sonnen/UV-Einstrahlung bröselig gewordenes Vlies sollte man daher nicht wiederverwenden.
Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kunststoff#Umweltproblematiken
http://www.plastic-planet.de
vergrabene Stangen gefunden
Ja, leider halten sich ein paar wenige nicht daran. Ich hab an einer Stelle wo viel Quecke gewachsen ist gegraben und es kamen so Reisigzweige und Stangen raus, um das viel Unkraut wucherte. Es wäre sehr nett und rücksichtsvoll, wenn jeder seiner Stangen bei den Erbsen und Zuckerschoten wieder mit nach Hause nimmt. An dieser Stelle hab ich Pastinaken nachsäen müssen. Kleine Teile von schwarzer Folie und Schildchen hab ich auch gefunden. Kleine Plastikteilchen landen irgendwann in den Kräutern und Gemüsepflanzen, das wird wohl nicht ganz so gesund sein.