By Jonas, 7 März, 2017
Forums


-->2018: kommt nach den Infoveranstaltungen (mit Neuerungen gegenüber 2017!)
(Wie immer keine Gewähr: dies sind private Notizen, relevant ist das Gut Riem)

 

Es gibt jedes Jahr neue Inhalte der Infoveranstaltungen, auch wenn sich manches wiederholt:
-->2012 -->2013 -->2014 ,  -->2015 ,  -->2016 , -->2017 (siehe unten in diesem Beitrag)

 


2017 : Notizen von den Info-Veranstaltungen

Wie immer keine Gewähr: dies sind private Notizen, relevant ist das Gut Riem
(nicht protokolliert werden hier Ankündigungen zu Terminen und den Pflanzen-Sorten:
diese sind schon vom Gut Riem aus ohne Gewähr und stehen dann ohnehin im Brief,
der 2-3 Wochen vor der Übergabe der Parzellen geschickt wird).


2017 sind es ca. 1400 Parzellen auf 22 Standorten, davon 630 Parzellen auf 8 Standorten des Gutes Riem.

 


Inhalt :

- Struktuelles
- Ablauf des Jahres für Neulinge (kurz)
- Hinweise zu einzelnen Themen
- Standortspezifisches

 


Strukturelles

 

EASY GARDENING der Stadtgüter München (Gut Riem):
für relativ wenig Geld bieten die Stadtgüter München (Gut Riem)
eine grosse LEISTUNG (Land, Bodenbearbeitung, Grunddüngung, Erstbepflanzung,
Werkzeuge, Wasserversorgung, Wegepflege, Jungpflanzenverkauf, Beratung, 
Öffentlichkeitsarbeit, ..), und das in Bioland-Qualität! Die Stadt München 
tut hier Grosses, damit viele Menschen einen leichten, unkomplizierten Zugang
zu einem Stück Land haben können und dort mit Kind und Kegel 
biologisch angebautes Gemüse hegen, pflegen und ernten können, 
mit immer neuen, meist sehr netten Nachbarn (wechselnde Parzellen).
Viele Dinge, die in selbstorganisierten Gärten anfallen (Organisation 
als GmbH oder Verein, Organisationstreffen, Landpachtung, Verträge, 
Wasserversorgung, Bodenbearbeitung, Erarbeitung von Richtlinien,
Infrastruktur (Wasser, Werkzeug, ..) usw. fallen also nicht an, 
ebensowenig wie jahrelange Wartezeiten für Schrebergärten und
tausende von Euro Ablöse für ein Schrebergartenhäuschen ..).
Natürlich gibt es dabei aber auch VERTRAGLICHE PFLICHTEN:​​​​

 

Vertragliche Grundlage sind die Bioland-Richtlinien :
kein Mineraldünger (Blaukorn, ..) keine Pestizide (Gifte, ..),
nur Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen, nur Bio-Anzuchterde,
Nachfragen am Krautgarten-Telephon bei Pflanzenschutz/stärkung.
    Verletzungen der Bioland-Richtlinien führen zur sofortigen 
Kündigung der Parzelle, auf Dauer . Die Einhaltung der Richtlinien
wird insbesondere durch Kontrollgänge vom Gut Riem überprüft
und auch Hinweisen durch Parzellennachbarn nachgegangen.
Siehe  -->Bioland-Richtlinien -->Vertrag und Krautgarten-Telefon

 

Weitere Pflichten : Pflege der Parzelle: besonders wichtig
am Anfang, damit Saaten und junge Kulturpflanzen eine Chance
gegen die Wildpflanzen haben. Ungepflegte Parzellen werden 
per Brief abgemahnt. Weitere Nicht-Pfege führt zur Kündigung
und Mulchung (alles wird abgeschnitten, um ein Aussamen bzw.
Ausbreiten der Beikräuter zu unterbinden (Quecken, Disteln, ..)).
Das Gut Riem bietet zu einem moderaten Preis einen Komfort,
den Gärtner in selbstorganisierten Krautgärten nicht haben
(Brunnen, Werkzeug, Umgraben, Düngen, Bio-Grundbepflanzung,
Jungpflanzenverkauf, Krautgarten-Telephon, ..), aber man muss
die eingegangene Arbeit auf sich nehmen, oder im Gut anrufen,
wenn Verhinderung vorliegt, damit die Parzelle ggf. an Leute
auf der Warteliste weitergegeben werden kann.
Die (grossen) Parzellen dürfen nicht kommerziell genutzt werden.

 

Die  Parzellen sind 2m*15m oder 4m*15m, .. gross.
Es gibt 10-11  Beete à 1,5m * 2/4/.. m pro Parzelle,
10-11 je nach Standort (manche Standorte: kein Platz für 11).
Die Parzellen sind beidseitig abgetrennt durch  Pfosten ,
die man mit einer Schnur als Grenze zum Nachbarn verbindet.
An einem Pfosten ( vorne ) ist eine  Nummer  angebracht:
rechts daneben ist die Parzelle mit dieser Nummer.
Hinter den Pfosten ohne Nummer ( hinten ) ist das Kompost-"Beet"
(das nicht mehr zur Parzelle gehört und nicht bepflanzt werden darf),
wo Pflanzenreste abgelegt werden können und vom 
Gut Riem beim Mähen der Zwischenwege entfernt/zerkleinert werden.
Siehe schematisches Bild unten und Bild mit Schnüren unten.

 

Bepflanzung : ein Teil der Bio-Jungpflanzen ist angesät,
ein Teil steht bei der Parzellenübergabe zum eigenen Einpflanzen auf der Parzelle bereit,
1-2 Beete sind frei für die eigene Bepflanzung
Zusätzliche wärmeliebende und andere Bio-Jungpflanzen werden bei der
Übergabe der Parzellen und ca. Ende Juni zum Verkauf angeboten.
Bioland-konformer Dünger ist dann ebenfalls erhältlich.
Man muss die vorgegebenen Kulturen nicht behalten
(Jungpflanzen verschenken/tauschen, Saatreihe umhacken).

 

Die Parzellenübergabe wird einige Wochen vor dem Termin
(wetterabhängig) per Brief bekanntgegeben.
Parzellenübergabe 2017 voraussichtlich ab 24.4.
Brief für genauen Termin kommt mindestens 2 Wochen vorher
(langfristigere Planung nicht möglich wegen Wetter).

 

Grosses  Werkzeug, Giesskannen und Wasser  werden bereitgestellt:
grosses Werkzeug = Spaten, Grabgabel, Hacken, Rechen;
kleine Schaufel, Handhacke, etc. muss man selber mitbringen.
Siehe auch Hinweise zum Ablauf (am ersten Tag können
die Giesskannen knapp sein, je nach Wetter).

 


Ablauf des Krautgartenjahres für Neulinge

 

Vorbereitung durch das Gut Riem
Vor Ostern, sobald das Wetter es zulässt:
Veganer Dünger aus Pflanzenresten wird gestreut
und nur ca. 10 cm tief eingearbeitet.
Es folgt die Beetbearbeitung, mehrfaches grubbern, ..
Nach der maschinellen Bearbeitung werden die Parzellen
mit Pfosten abgegrenzt.
Währenddessen wurden die Bio-Jungpflanzen des 
Parzellen-Standards (Liste kommt per Post) 
und weitere für den Bio-Jungpflanzenverkauf 
vom Gut Riem organisiert (Demeter, Jungpflanzen Stefan).

 

Parzellenvergabe, erster Jungpflanzenverkauf :
Am Tag der Parzellenvergabe (ein Tag pro Standort), 
werden vom Gut Riem tagsüber die Bio-Jungpflanzen 
des Parzellenstandards auf die Parzellen verteilt auf die Beete
gemäß Anbauplan/Pflanzplan, Anbauplan siehe -->Link).
Im Anbauplan, steht, was für welche Beete vorgesehen ist
und welche Folge-Kulturen nach Abernten sinnvoll sind;
Im Pflanzplan sind die Pflanz- und Reihenabstände enthalten.
    Der Termin ist leider nicht langfristig planbar (Wetter!),
der Brief dazu kommt mindestens 2 Wochen vorher).
Für die Parzellenübergabe muss man 2-3 Stunden einplanen.
    Als erstes erfolgt nochmal eine kurze Begrüssung/Einführung,
dann werden die Parzellennummer gezogen .
    Danach beginnt der zusätzliche Bio-Jungpflanzenverkauf .
Die Pflanzenmenge ist reichlich (Reste an Schulen, ..),
es kann aber vorkommen, dass einzelne Sorten ausgehen.
Die Jungpflanzen können sofort nach der Ziehung 
der Nummer eingepflanzt werden oder einfach nur
eingeschlagen werden, d.h. in eine kleine Mulde 
gestellt und mit Erde angehäufelt und ggf. gegossen 
werden und evtl. (Kälte, Feldhase, ..) mit Vlies
oder Netz überdeckt werden und erst am Tag danach 
oder noch später (ggf. nachgiessen) eingepflanzt werden.
Zum Einpflanzen benötigt man nur Kleinwerkzeug
(das man selbst mitbringen muss).
Am ersten Tag kann es (je nach Wetter) sinnvoll 
sein eine eigene Gießkanne mitzubringen, später 
reichen die Kannen im Werkzeugkasten meist aus.
(Hinweis: wenn sich einer beim Jungpflanzenverkauf
anstellt und ein anderer schon einpflanzt, geht es schneller).

 

Vliess zur Abdeckung wurde zum Anfassen gezeigt, ebenso Netze,
siehe gesammelte Linkliste hier im Forum: -->Hilfsmittel
 Siehe unten für weitere Notizen zum Thema Vlies
(Frostschutz, Hasenschutz) und Netze (weisse Fliege usw.).

 

Kontinuierlich: Kontroll- und Pflegegänge des Gutes Riem
Das Gut Riem kontrolliert die Einhaltung der vertraglichen Pflichten und 
spricht Mahnungen, Kündigungen wegen regelwidrigen Verhaltens aus.
Hinweise der Nachbarn und Indizien führen zu Konsequenzen:
das ist auch gut so: keiner will Gift neben seiner Parzelle, 
oder im nächsten Jahr Gift im Boden oder viel Beikraut.
   Weiter werden die mit Klee eingesäten Wege und Ränder gemäht
und das Kompostebeet gemulcht (alles zerkleinert) oder entleert.
   Die Pflege der Zäune in den betreffenden Standorten ist Aufgabe
der KrautgärtnerInnen: bitte nicht nur die eigenen 2m Rand pflegen,
sondern auch mal bei den langen Randstücken mit anpacken.
Pflege heisst: Zaun nicht einwachsen lassen, Gras in einem Streifen
von 10-20 um den Zaun herum abschneiden.
Wird der Zaun nicht gepflegt, so wird er wieder abgebaut.

 

Zweiter Jungpflanzenverkauf (Ende Juni) :
nachdem die Erstkulturen teilweise abgeerntet sind
(oder schon vorher durch Eigenanzucht/Aussaat oder beides)
kann die Fläche noch weiter bis zum Ende der Saison 
genutzt werden. Alle Termine sind offen für alle 
KrautgärtnerInnen des Gutes Riem (und nur für diese). Der zweite 
Jungpflanzenverkauf wird per Anschreiben bekanntgegeben.
Dort werden auch/insbesondere Herbst/Wintergemüse angeboten:
Felddsalat, Rosenkohl, Herbstwirsing, Herbstlauch, ..
Für die Zweitkulturen für besseren Ertrag evtl. nachdüngen.
Dünger beim Jungpflanzenverkauf des Gutes Riem erhältlich.

 

Rückgabe der Parzelle
Die Parzelle muss komplett von nicht schnell 
verrottbarem Material gesäubert werden:
auch verrottbare Folien zählen dazu (verrotten nicht schnell genug).
Plastik, Metall, Stangen (auch Holz) usw. muss abgeräumt werden.
Schnüre ebenfalls sorgfältig entfernen, diese können den Maschinen
gefährlich werden (wickeln sich in Lager ein) und hohe 
Reparaturkosten verursachen, die an allen KrautgärtnerInnen
in Form von Preiserhöhungen hängenbleiben.
Unvollständiges Abräumen der Parzelle führt zur Kündigung,
d.h. man bekommt im nächsten Jahre keine Parzelle mehr.
Eine unvollständig abgeräumte Parzelle führt zu einer 
Säuberungsgebühr.

 


Hinweise zu einzelnen Themen

Rückmeldung  für nächstes Jahr:
es kommt per Brief ein Rückmeldeformular:
damit können bestehende KrautgärtnerInnen bevorzugt
eine Rückmeldung vornehmen (bitte nicht aus Sorge 
vorher extra anmelden, das kann zu Missverständnissen
und Doppelbuchungen von Parzellen führen (Stornokosten)).

 

Düngung :
- Düngung der Jungpflanzen erst nach einigen Wochen (ausser Zweitpflanzung Kohl, ..)
- Bitte immer am Krautgartentelephon nachfragen
- Bioland-kompatibler Dünger ist beim ersten und zweiten Jungpflanzenverkauf erhältlich.

 

Einpflanzen :
Erdpressrtopf (kleiner Erdwürfel, in dem die Jungpflanzen wachsen) aufweichen,
sonst kann sich das Wurzelwerk schlecht nach aussen in die umliegende Erde ausbreiten.

 

Vlies :
Wird beim Jungpflanzenverkauf nicht angeboten, ist aber bei Dehner, ... erhältlich
(nach der Saison entfernen, nicht am Feld in der UV-Strahlung zerbröseln lassen:
lieber mit nachhause nehmen, vorsichtig kalt auswaschen und nächste Saison 
wieder verwenden). Vlies muss locker genug sein, aber gut am Boden befestigt
(zB. mit grossen Steinen, gegen Sturm) oder gar mit Erde durchgängig am 
Boden gehalten, damit keine Kohlfliegen oder Zwiebelfliegen eindringen).
Das Gut Riem wies (2015/2016) auch auf die Infobroschüre der LWG zu Vliese/Folie hin:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/binary/B6XTCVV2YRXY6NCMZVS7HU6H6HINO3SH/full/1.pdf

Je nach Standort (geringer Verbiss durch Hasen und Wild)
geht es auch ganz ohne Vliess und (wenn man die Kohlfliege
manuell beseitigt (viel Arbeit!) oder versiert in Mischkultur ist) ohne Netz über den Kohl.
Die Lauchfliege bekommt man (auch) weg, indem man den Lauch abschneidet:
er wächst dann wieder nach, ohne die Würmer, siehe die vielen
Hinweise zu Gemüsen im Forum:  -->Gemüse Linksammlung .

 

Fruchtfolge/eigene Gestaltung:
Die vorgegebene Bepflanzung ist nicht zwingend:
man kann Pflanzen verschenken oder tauschen ..
Bepflanzung mit Blumen und anderen Insektenlockern
ist möglich und sinnvoll, ebenso wie Zwischennutzung 
(Gründüngung, auch im Nachgang). 
Dennoch gibt der Pflanzplan eine Fruchtfolge vor,
die einzuhalten Sinn macht, da gegenüber dem Vorjahr 
eine abwechslungsreiche (und schädlingsmindernde)
Nutzung vorschlägt/vorgibt.

 

Giessen :
- Jungpflanzen anfangs gut giessen (feucht), dann weniger.
- Später lieber nur alle 3-4 Tage (oder noch weniger, je nach Feuchtigkeit) 
und durch Hacken der Oberfläche Tiefenwurzelwachstum anregen
(kein Oberflächenwachstum der Wurzeln). Die Leiterin des Gutes Riem
hat 2014 nur 3-4 mal gegossen. (2015 war Ausnahmejahr (Hitzerekorde),
wo man ausnahmsweise auch mal öfter giessen musste).
- Giessen am Pflanzenstiel/Wurzel, der Rest verdunstet nur
- Auflockern/Hacken des Bodens (feste Oberfläche mit Löchern 
und tiefen Kanälen fördert Verdunstung aus der Tiefe)

 

Brunnen :
- Bitte die Brunnen vorsichtig (mit Gefühl) behandeln, 
sie gehen sonst kaputt und alle haben kein Wasser mehr.
Mit ruhigen Zügen Auf und Ab Pumpen (siehe Bild unten),
kein Ruckartiges schnelles Pumpen (beschädigt Dichtungen),
keine Seitwärtsbewegung des Schwengels, keine Kinder 
am Brunnen herumturnen lassen. Siehe Bild unten.
- Wenn der Brunnen ausgetrocknet ist, oben Wasser 
eingiessen und vorsichtig wieder pumpen bis er wieder 
Wasser zieht (zur Vorsicht immer 1 Liter Wasser dabei haben).

 

Kompost :
- auf das Kompostbeet, NICHT am Brunnen sammeln:
dort bildet sich sonst ein Schneckenherd, weil der Kompost
im grossen Haufen nicht austrocknet und nicht abgefahren wird:
Kompost auf dem Kompostbeet wird beim Mähen des Streifens hinter
der Parzelle mitgenommen oder zerkleinert.

 

Steine :
Wie Kompost nicht beim Brunnen, Werkzeugkiste oder 
gar auf öffentlichen Flächen sammeln (Ärger mit Stadtverwaltung).
Grosse Steine braucht man ohnehin für Vlies-Befestigung
und kleine Steine kann man einfach in die Wege zwischen 
den Beeten werfen, wenn sie stören (Steine haben grosse 
Oberfläche durch Mikro-Zerklüftung und speichern Wärme 
für die Nacht, liefern Mineralien an den Boden).

 

Kartoffelkäfer
Bitte Absammeln, damit die Plage sich nicht ausbreitet.
-->Bilder zu Kartoffelkäfer, Gelege (orange Eier), Maden

 

Pflanzenschutz :
passiv ist erlaubt ((weisse) Vliese, Netz).
Auch bei biologischem Pflanzenschutz Nachfrage (Indikation) beim Gut Riem nötig
Selbst bei Pflanzengesundheit Nachfrage beim Gut Riem nötig (Indikation).
Vliese ist ein leichtes, wasserdurchlässiges weisses (leider Plastik-) Gewebe, 
das zum Kälteschutz (Eisheilige), zur Verfrühung (Wärme unter dem Vlies,
weniger Verdunstung) und Pflanzenschutz (Insekten, Hasen, Krähen) 
eingesetzt werden kann. Wenn es zu warm wird, sollte es durch Netze
(weniger fein, mehr Luftzirkulation) ersetzt werden. Das Vlies sollte gut 
am Boden befestigt werden (Wind bei Sturm, Insekten, die Löcher nutzen:
bei Kohl kann man die Netze sogar mit Erde behäufeln, damit die Kohlfliege
nicht eindringen kann, allerdings kann man dann nicht so leicht jäten).


Urlaub :
Bitte vorsorgen und Parzelle von anderen (im Austausch) mitpflegen lassen
(Kartoffelkäfer absammeln, Beikraut nicht auswuchern lassen, Giessen bei Bedarf).

 

Überlastung :
Wenn man die Bewirtschaftung der Parzelle nicht mehr schafft,
bitte sehr rechtzeitig beim Gut Riem zurückgeben, damit das Beikraut 
nicht aussamt oder die Parzelle ggf. noch an Interessenten 
weitergegeben werden kann (oder selber weitergeben, wobei 
der Vertrag und die Verantwortung nicht übergehen).

 

Ausnutzung der Parzelle :
Beim zweiten Bio-Jungpflanzenverkauf Zweitbepflanzung möglich
Oder durch eigene Aussaat im Spätsommer oder sogar Herbst.
Hinweise zum Nachpflanzen auf dem Pflanzplan (siehe Brief).
Nicht zu spät ernten (Radieschen und Kohlrabi nicht holzig werden 
lassen, lieber Ernte verteilen und Platz machen für neue Kulturen).

 

Abräumen der Parzelle :
Alle Plastikreste, Stangen, Mulchvlies (auch wenn angeblich verrottbar
nicht schnell genug für den Krautgarten) entfernen, dito Vlies, Netze
(Plastik zerbröselt zwar im UV-Licht, aber nur in kleine Teile, 
die die Umwelt vergiften).

 

Konflikte :
Gut Riem kann bei Konflikten helfen (Kontakte, ..)
aber diese nicht regeln: das müssen die Beteiligten (Nachbarn)
selbst regeln (Gespräche, zur Not städtische Mediationsstelle -->Steg ).

 

Offenheit (Menschen und Hunde) :
Eigene Hunde sollen nur auf die eigene Parzelle mitgenommen werden.
Die allermeisten Hundebesitzer respektieren, dass man Hunde nicht frei
auf ein Gemüsefeld laufen lassen darf. Die restlichen kann man ansprechen.
Auch für Menschen sind die Krautgärten prinzipiell offen (die Hauptwege).
Menschen, die die Arbeit nicht respektieren kann man ansprechen oder 
bei Wiederholungsfällen auch die Polizei und/oder das Gut Riem 
benachrichtigen, das in der Vergangenheit dann Öffentlichkeit-
Arbeit geleistet hat. Selbst die Schrebergärten (in denen oft 
eingebrochen wird) gehen inzwischen dazu über die Gärten 
eher länger umabgesperrt zu lassen, da mehr Menschen mehr 
Sozialkontrolle bieten und effektiver als Zäune sind .. 

 

Wege/Schatten :
Bitte mit den Nachbarn absprechen.
Gemeinsamer Weg an Parzellengrenze mit Nachbarn absprechen,
sonst in der Mitte der eigenen Parzelle anlegen.
Hohe Pflanzen an der Parzellengrenze im Einvernehmen mit Nachbarn
(z.B. Bohnenstangen eher am Ostrand platzieren und hohe Blumen (Cosmea)
dem Nachbarn zum Abschneiden anbieten).
Möglichen Tomatenschutz so stabil bauen, dass er nicht auf die Pflanzen
von Nachbarn geweht wird (mit Schnüren und langen/spiraligen Heringen
befestigen! Man denke an Orkane!) und diese zerstört
und wegen Schatten mit den Nachbarn absprechen.

 

Selbstgesammeltes Saatgut :
Saatgut muss nachverfolgbar biologisch zertifiziert sein, keine Ausnahme.
Unterstützung der Bio-Betriebe für die Vermehrung alten Saatgutes sinnvoll
(Arche Noah, Dreschflegel, Bingenheimer, siehe -->Bio-Bezugsquellen ).
Gebeiztes (also hochgradig vergiftetes, für Vögel tödlich) Saatgut ist heute
nicht mehr wie früher am bunten "Coating" erkennbar: die Giftschichten 
sind unsichtbar.

 

Literatur :
- z.B. "Das grosse Biogarten-Buch" (Arche Noah)
- Das kleine Handbuch der Gemüsekunde (kleines grünes Heft in der Auslage
bei den Informationsveranstaltungen): momentan nicht mehr bei der Uni Kassel online,
aber z.B. hier: Kleines Handbuch der Gemüsekunde  (Online-Version, PDF)
Siehe auch  --> Garten-Links/Bücher  .

 


Standortspezifisches :

Toiletten sind i.A. nicht vorhanden, ausser neuerdings bei einzelnen Standorten
(Dixi in Neuperlach, evtl. auch Berg am Laim). Sonst weiterhin nicht vorgesehen,
bitte Nachfragen, falls es Probleme damit gibt, damit das angegangen werden kann.

Hohenbrunn: 
2017 : Arbeitsgruppe füllt Tankwagen mit Feuerwehrschläuchen

 


Sonstiges :

 

Die Flyer der Krautgärten gitbt es nun in vielen Sprachen.

2017: 1400 Krautgarten-Parzellen (Riem + privat), Projekt kommt aus Wien.

Bei Handicap kann beim Riem eine spezielle Parzellenlage beantragt werden (Nachweis).
Bitte bis 1.April beantragen (manche Einrichtungen (Kindergarten, Alten-Service-Zentrum,
Flüchtlingsgarten der Kirche, ..) benötigen die ansonsten nicht so beliebten Randparzellen,
damit der Zugang besser ist, Behinderte müssen näher am Brunnen sein).

 

Link zu Literatur vom -->Winter-Gemüse-Vortrag (2016) (2017 kommt noch) 
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Siehe auch :

-->BIOLAND-Richtlinien

-->Bio-Bezugsquellen  

-->Garten-Links/Bücher

-->Vortrag über organische Düngung, PDF, ...  

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Damit die Neulinge sich das mit den Parzellen/Schnüren besser vorstellen können:

Und wer es lieber schematisch mag, aber Vorsicht: das ist der  Beispiel-Pflanzplan von 2011 , der Pflanzplan von 2012, 2013, 2014, 2015 war anders und der von 2016 wird wieder anders sein!!!: die Pflanzenzahlen beziehen sich auf eine 30qm Parzelle (2m x 15m) :


Zum Schemaplan: Ich selber hatte im ersten Jahr 30qm (2m x 15m), später 60qm (4m x 15m). Ich mache mir immer in der Mitte der Parzelle einen Mittelweg (mittlere blaue Linie). Die schwarzen Linien entsprechen den Wegen zwischen den Beeten (= Traktorspuren). An das Ende meiner Wege (äussere blaue Linien = Parzellengrenze, dort wo die schwarze Linie = Weg zwischen den Beeten schneidet) pflanze ich meist Blumen. Biologisch zertifiziertes Bio-Blumensaatgut bekommt man in den meisten Bioläden oder bei einem Bio-Saatgut-Versender, siehe unsere Liste zu  -->Bezugsquellen für Bio-Saagut .

 

Handpumpe

Bild Kolbenpumpe, Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenpumpe  

 


Bild: Kleiner Feldhase (geschützt!) Der grosse frisst in Riem allerdings gerne Jungpflanzen ab,
weshalb fast das ganze Feld meist nach kurzem mit Vlies bedeckt ist (wenn es zu warm wird,
sollte man das Vlies durch Netz ersetzen, bis die Pflanzen (die man nicht dauerhaft unter Netz lassen will)
gross genug sind, Hasenverbiss auszuhalten)

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Wenn jemand weitere Notizen hat, bitte gerne ergänzen/korrigieren ... 


Und wer es jetzt noch nicht hat, das Krautgarten-Gefühl: Photos von 2012,
-->jede Woche Blick auf die gleiche Parzelle


 

Attachments

Jonas

vor 8 years 11 months

Hier noch der Anbauplan, falls ihn jemand verlegt haben sollte
(Bild oder -->Link klicken um hochauflösende Fassung zu sehen)

SGM Krautgarten Anbauplan 2017