Berichte von Riemer KrautgärtnerInnen zu Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit, Hagelschaden, Schädlingsbefall, was wird reif, was überreif, ... (manche wohnen ja weit weg vom Acker). JedeR, die/der Lust hat, kann ergänzen oder korrigieren.
Für die Ackerberichte der anderen Krautgarten-Standorte siehe -->Link-Liste
(leider wurden die Inhalte vor dem 27.5.2013 durch die Migration des Forums abgeschnitten.
Sie sind noch vorhanden, aber noch nicht in kompatibler Form ..).
Die Wurzeln sind aber recht gut ausgebildet........nur schade das es nicht darum geht. ;-)
Andre
Antwort auf -->Link
Die ganz kleinen Wurzeln mach ich meist ab (oder wenn ich faul bin auch die grösseren): die grösseren kann man im Spülbecken grosszügig abschneiden und bequem waschen (dann ist auch die Knolle leichter von Boden-Resten zu reinigen) und mitessen. Ebenso wie übrigens die Lauch-Wurzeln.
Umgekehrt kann man auch Kohlrabi-Kraut und Rote-Beete-Kraut (das schöne natürlich nur) mitessen.Manche Leute kochen auch Karotten-Kraut mit, oder essen auch fiedriges Fenchel-Grün ...
Ich fand es nur sehr faszinierend zu sehen, dass der oberirdische Teil nur ein kleiner Teil der Pflanze ist. Die Pflanzen bringen Atmosphäre und Lithosphäre zusammen: aus Mineralien, Kohlenstoff und Wasser entstehen grosse Teile des terrestrischen Lebens ... Irgendwie ein Wunder, dass das alles so funktioniert (und auch unsere Verantwortung, es nicht kaputtzumachen, siehe Gifte, Klima, ... aber da sind wir Bioland-GärtnerInnen ja auf einem guten Weg :-) ...).
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdatmosphäre
http://de.wikipedia.org/wiki/Lithosphäre
http://de.wikipedia.org/wiki/Boden_(Bodenkunde)
Bild: -->Wikipedia
So 9.11.2014 , 16:30: die Zeit der späten Gänseblümchen ist wohl für dieses Jahr vorbei (Bild) ...
Eine letzte Niederschlagsmessung der Saison (siehe Bild): 18 mm ...
Der Weg ist beim Acker mit "angeweicht" nicht mehr hinreichend beschrieben, eher aufgeweicht ...
Hier und da sind noch einzelne Blüten zu sehen, auch abgeschnittener Salat wuchs noch nach, sogar vereinzelt winziger Multi-Kohlrabi (habe dieses Jahr mal versuchshalber die Wurzeln stehengelassen).
Hallo Jonas, mit den Kohlrabis hast Du ja noch einige leckere Mahlzeiten vor Dir, was mit dem Beikraut auf dem letzten Bild nicht zu empfehlen ist. Die Blattrosetten sind nämlich höchstwahrscheinlich von dem hochgiftigen Jakobskreuzkraut oder einem anderen Kreuz- oder Greiskraut. Auf meiner Parzelle wächst es heuer auch. In den Vorjahren kann ich mich an dieses Unkraut nicht erinnern. Es schaut in diesem Stadium ein bisschen wie Rukola aus.ein. Es ist stark leberschädigend, krebserregend, erbgutschädigend usw. und zwar für Mensch und Tier. Kräutertees, Salate, Honig sind oft damit belastet. Bei Wikipedia, bei BfR, Landwirtschaftskammern und ÖkoTest ist es gut beschrieben. Ich wollte vor einiger Zeit schon mal drauf aufmerksam machen, habs aber leider wieder vergessen.
Danke für den Hinweis! Ich hab das zwar immer nur gejätet (es wuchs einiges davon), aber nicht dass es zum Schluss hin noch in den immer noch vorhandenen Ruccola reinrutscht ... ( http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobs-Greiskraut ). Eigentlich wollte ich ja nicht mehr jäten, aber dann steche ich die doch noch aus.
Die Kohlräbchen sind allerdings so winzig (2-3 cm), dass da wohl nicht viel mehr als eine kleine Salat-Zutat draus wird ... Die sehen nur auf dem Bild so gross aus, weil ich wollte, dass man sieht, dass aus einer abgeschnittenen Pflanze mehrere Kügelchen nachwachsen können (die meisten Wurzeln sind aber eingegangen). Meine nachgepflanzten Kohlrabi sind aber (auch?) allesamt sehr klein geblieben.
Meine nachgepflanzten Kohlrabis sind auch nur kleine Schusser geworden oder die größeren ziemlich verkrüppelt. Heute ist unser Acker für nächstes Jahr schon gedüngt worden. Es hat eine riesige Schafherde drauf gegrast.
Ich werde die Kreuzkräuter auch noch entsorgen, wg. der Tiere nächstes Jahr. Obwohl Tiere auf der Weide meist ein besseres Gespür für Ungenießbares haben. Gefährlich ist wahrscheinlich nur die Beimischung im Heu.
Ah, die Schafe hab ich kürzlich schon in Daglfing laufen sehen, auf der Burgauer Strasse ... Ich kannte die bisher nur von den Wiesen im englischen Garten und in Johanneskirchen. Hihi, zum Glück sind sie nicht zu uns auf den Acker herüber gekommen und haben den ganzen restlichen Salat gefressen ... :-) ...
Was ich mich frage: wie funktioniert das wohl, dass die Tiere die giftigen Pflanzen erkennen? Vermutlich per Geruch ... Jedenfalls werden Tiere, die es nicht erkennen, von der Evolution ziemlich schnell "aussortiert" ...
So 16.11.2014: Ende der Saison ... (Bild)
Mi 19.11.2014 : Bild: der Acker ist für den Winter vorbereitet: Pfosten und Werkzeug wurden vom Team vom Gut Riem entfernt, alles wurde gemulcht. Nur noch ein paar Krähen picken in den zerkleinerten Resten herum ...
Di 30.12.2014 :
Der Acker im Schnee (Bild), seltsamerweise mit Weidezaun davor, man kann gar nicht hineingehen.
Ich hab meine Pastinaken gar nicht extra -->in Sand eingeschlagen o.ä. sondern einfach nur ungewaschen im kühlen Keller unter einem Tuch: nach dem Waschen sind sie trotzdem noch wie gerade ausgegraben ... (ewig bleibt das aber nicht so, irgendwann trocknen sie schon, mit Sand halten sie vermutlich länger ...).
In diesem Sinne, gemäß dem Motto "nach der staaden Zeit wird's auch wieder ruhiger", weiterhin eine schöne Saisonpause und Aufbrauchen der Vorräte und einen guten Start in ein gutes neues Jahr 2015!
PS: Hier noch Neuigkeiten der Stadt München zur Umgestaltung des gesamten Münchner Nordosten (SEM München Nordost): -->Link (das wird einige Krautgarten-Standorte (darunter sogar das Gut Riem selbst) existenziell betreffen).