Ich hatte berichtet vom Termin am ÖBZ zur Erhaltung alter Bohnensorten . Am -->11.5. war es soweit (siehe Bilder): 150 Bohnensorten, einige neu zu klassifizierende dazu.
Der Einblick in die real existierenden Probleme war interessant: Ordnung, Listen, Gläser, Beschriftung, Kisten, Sortierung, Ablage, Schädlinge (Tiefkühlung ...), Schaukasten (siehe Bild), Kommunikation, Werbung von zuverlässigen Vermehrern, Überblick über diese ganze Vielfalt, ... .
Man bekommt 20 Bohnensamen (sonst ist die genetische Vielfalt zu gering) und muss sich in eine Liste eintragen, sie gemäss Richtlinien anpflanzen und mindestens dieselbe Menge an erneuertem (selbstgesammeltem Bio-)Saatgut am Ende der Saison zurückgeben. Wer Interesse hat, kann immer noch teilnehmen: bohnen@oebz.de ( http://www.oebz.de ).
Auf dem Hinweisblatt steht: Bestäubung: In der Regel sind Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) Selbstbefruchter, bei denen die Bestäubung bereits in der geschlossenen Blüte vollzogen wird. Es kann aber auch zu Fremdbefruchtung (und somit zu Verkreuzungen) durch Insekten kommen, die die Blüten "anknabbern" oder aufbeissen (z.B. Hummeln und Holzbienen). Dies kommt in der Regel vor, wenn die Tiere wenig anderes Blütenangebot vorfinden. In der zentralen Vermehrungsarbeit der Arche Noah werden seit Jahren zahlreiche Sorten pro Jahr auf einer Fläche angebaut - ohne nennenswerte Probleme durch Verkreuzungen.
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Siehe auch: Petition gegen die EU-Verordnung zur Beschränkung des Handels alter nicht-registrierter Samensorten: so eine nichtkommerzielle Aktion wie diese hier wäre mit der Verordnung immer noch zulässig, aber wir KrautgärtnerInnen brauchen auch professionelle Strukturen, die die alten Sorten pflegen und dabei nicht durch eine EU-Verordnung behindert werden, die auf die internationalen Saatgut-Konzerne zugeschnitten ist: -->Blog-Beitrag
Stoppt die geplane EU-Saatgutverordnung: Sie ist ein Verbrechen an den Menschen und nächsten Generationen!
Unterschreibt die Petitionen und leitet sie weiter!