Notizen aus den städtischen Krautgarten-Informationsveranstaltungen von 2014
(Stadtgüter München, SGM, betreut durch Gut Riem: gilt nicht für die privaten Krautgärten)
Notizen vom 19.2.2014 in Riem (, 11.3.2014 in Neuperlach und 13.3.2014 in Trudering: w ar bei den beiden letzten Infos krank, bitte ggf. ergänzen/korrigieren)
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Notizen von 2012: -->Link
Notizen von 2013: -->Link
Notizen von 2015: -->Link
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Ablauf Ende 2013 bis Ende 2014 :
- Mitte November 2013 wurden die Parzellen zurückgegeben
- Nicht schnell Verrottbares muss von der Parzelle entfernt werden
- Jan/Feb 2014 : Vertrag/Anmeldung
- Die Anmeldefrist für das nächste Jahr besteht wegen Vorbestellungen der Bio-Jungpflanzen für den Parzellen-Standard durch das Gut Riem.
- Ohne Bezahlung keine Parzelle. Bei Kündigung oder nicht-Bezahlung 10 Euro Bearbeitungsgebühr.
- Vertragsbedingungen werden möglicherweise jedes Jahr angepasst, bitte lesen
- Vertraglich vereinbart sind die -->Bioland-Richtlinien
- Parzelle muss gepflegt werden
- Beikrautdruck ist am Anfang hoch: pflegen, sonst haben die Jungpflanzen und insbesondere Spätkeimer keine Chance gegen die Wildpflanzen.
- Hacken fördert auch das Wurzelwachstum und verhindert eine schnelle Austrocknung des Bodens.
- Ferien bedenken / planen (siehe auch -->Urlaubsvertretung hier im Forum)
- Bei Nicht-Pflege: Mahnung (Brief/Anruf). Nächste Stufe: "Mulchen", d.h. alles wird angeschnitten um ein Aussamen der Beikräuter zu verhindern (auch das Gemüse wird abgeschnitten: der Traktor fährt mit einem Gerät drüber).
- Grundlage der Krautgärten der Stadtgüter München sind die -->Bioland-Richtlinien : bei Zweifeln oder auch vermeintlicher Sicherheit, was erlaubt ist, am -->Krautgarten-Telephon des Gut Riem nachfragen . Am Krautgarten-Telephon steht die jährlich neue, regionale Bioland-Betriebsmittel-Liste zur Verfügung (diese ist strenge als die allgemeine Fibl-EU-Bio-Betriebsmittelliste).
- Erlaubter Organischer Dünger wird beim Jungpflanzenverkauf angeboten (nicht einfach drauflos düngen: es gibt auch Mengeneinschränkungen; generell sind nur gewisse Grundstoffe erlaubt: beim Krautgarten-Telephon nachfragen).
- März 2014
- Frühjahrspflügung erfolgt (Herbst- und Frühjahrspflügung haben beide Vor- und Nachteile). Es wird nur ca. 20cm tief schonen gepflügt.
- Dabei wird auch die Düngung (Bio-Schafsmist oder rückstandskontrollierter Grünschnitt untergearbeitet).
- Energie- und Klimabilanz des Gutes Riem wurde untersucht und für sehr gut befunden (hoher Humusaufbau, ...).
- Eigendüngung (muss nicht, kann aber im Rahmen der Bioland-Mengenbeschränkungen) erst wenn die Pflanzen gross sind: vorher gehen die Nährstoffe nur ungenützt ins Grundwasser.
- April 2014
- Die Saatbeete werden vorbereitet
- Kartoffeln werden gelegt, Zwiebeln gesteckt (dieses Jahr evtl. selber stecken)
- Pfosten werden gesetzt, Ziehbrunnen werden installiert
- 5 Beete werden so belegt/gesteckt und eingesät
- 5 Beete erhalten den Bio-Jungpflanzen-Standard des Gutes Riem und müssen nach der Übergabe selbst eingepflanzt werden, ein kleiner Teil (< 1 Beet) ist frei für eigene Pflanzen (man kann auch vorgegebene Pflanzen ignorieren (Saat jäten oder Jungpflanzen verschenken/tauschen), aber im allgemeinen macht es Sinn sich an die Fruchtfolge des Gutes Riem (rotieren der Beete) zu halten: zweijährige Pflanzen nur möglich, wenn man die aus- und im nächsten Jahr wieder eingräbt ...
- Ende April/Anfang Mai 2014: Übergabe der Parzellen
- 570 Briefe mit den genauen Daten und der Liste der Bio-Jungpflanzen, die beim Verlauf bei der Parzellenübergabe angeboten werden, werden einige Wochen vorher verschickt (ca. Anfang April, kommt auf das Wetter an).
- Bei der Parzellenvergabe werden die Parzellennummern gezogen und es gibt einen Bio-Jungpflanzenverkauf
- Ggf. bitte Vertretung schicken: sonst gibt es keine Parzelle (keine Vorabziehung oder nachträgliche Ziehung durch das Gut Riem).
- Die Parzellen sind länglich: Querschnitt durch den Acker mit allen Sorten (30qm = 2m x 15m).
- Bitte bedenken: Gut Riem ist ein kleines Team und macht die Parzellenübergaben an 7 Standorten von früh morgens bis spät abends: bitte Geduld ...
- Ende Juni: zweiter Bio-Jungpflanzenverkauf
- Zusammenfassung von Standorten
- Wird per Brief bekanntgegeben
- Mitte November 2014
- Parzellenrückgabe, siehe oben:
- alles nicht schnell Verrottbare muss entfernt werden! Pflanzenreste können stehen/liegenbleiben.
- Frage aus 2013: Wurzelgemüse sollte man aber abernten, um die Wühlmäuse nicht unnötig zu vermehren.
- Vliess ist Plastik und verrottet nicht (es zerbricht nur in kleine Teile, die den Boden schädigen).
- Am Schluss alles noch mal auf Schnüre (gefährlich für den Traktor), Befestigungen, Schildchen, ... untersuchen und alles mitnehmen! Keiner mag das in der nächsten Saison in der eigenen Parzelle haben.
- Siehe auch: -->Acker-Reinigungsaktionen durch KrautgärtnerInnen
- Parzellenrückgabe, siehe oben:
Sonstiges
- Allgemein
- Jungpflanzen (nur mit -->Bio-Siegel erlaubt (Vertragsbruch -> sofortige Kündigung der Parzelle und keine weitere Teilnahmen am Krautgarten in den Folgejahren)
- Dehner (Nach -->Bio-Siegel auf den Pflanzentöpfen/Kennzeichnungen suchen: der Grossteil des Sortiments ist am Acker verboten!)
- Bauernmärkte (nach -->Bio-Siegel schauen!)
- Siehe auch -->Liste der Bio-Bezugsquellen, die hier im Forum gesammelt wurden
- Saatgut
- muss -->Bio-Saatgut sein
- Erde (Pflanzerde)
- muss den -->Bioland-Richtlinien genügen (Ökokontrollstelle)
- Düngung
- Düngemittel nur wenn nach -->Bioland-Richtlinien zertifiziert.
- Gründüngung (Bio-Saatgut) wird beim Jungpflanzen-Verkauf angeboten
- Man muss aber nicht düngen: Grunddüngung des Gutes ist ausreichend.
- Beschilderung wieder an allen Standorten
- mit Flyerbox für Passanten
- mit Hundeverbotsschild
- Brunnen/Wasser/Giessen
- teilweise Leitungswasser aus der Kleingartenanlage nebenan, teilweise manueller Kolbenbrunnen (siehe Bild unten): bitte pfleglich behandeln (nur ausziehen, nicht seitlich "nackeln")
- Brunnen:
- kein Trinkwasser
- Evtl. Kannen aus dem Bottich füllen (Kanne nicht heben)
- Gezielt giessen (an den Wurzeln/Pflanzen, nicht die freie Fläche)
- Wasser sparen, nicht verschwenden
- Lieber seltener viel als oft wenig giessen (alle 3 Tage wenn trocken) (für Riem wird im -->Ackerbericht Riem immer die Niederschlagsmenge berichtet, durch KrautgärtnerInnen). Selten giessen und hacken fördern auch das Tiefenwurzelwachstum.
- Werkzeuge
- bitte säubern
- pfleglich behandeln
- in die Kisten zurücklegen (andere wollen das auch benutzen)
- keine Kleinwerkzeuge in den Kisten
- Rindenmulch
- bitte nicht verwenden
- Zäune
- sind nicht vorgesehen
- falls doch einer aufgestellt wird, muss er von den KrautgärtnerInnen kollektiv gepflegt werden (Gras/Beikraut entfernen, unter dem Zaun und ca 20 cm aussenherum)
- Parkplätze
- keine offiziell vorgesehen (Probleme mit Umwidmung von Flächen)
- Wurzelunkraut
- Riem kann es nicht herausgrubbern (Jungpflanzen): selber entfernen: soweit wie möglich bzw. in schweren Fällen wird vorher maschinell ein Teil entfernt.
- Steine
- nicht mehr sammeln: werden nicht mehr abgefahren sondern möglicherweise einfach wieder in die Parzellen gefahren (man braucht die grossen Steine ohnehin um das Vliess oder Netz zu befestigen)
- Kompost
- Hinter dem letzten Beet im "Kompostbeet" ablegen (nicht am Brunnen: das führt in der Nähe des Brunnens zu einer Schneckenplage): das Kompostbeet gehört nicht zur Parzelle und wird regelmässig gemulcht (alles abgeschnitten und abgefahren).
- Jungpflanzen (nur mit -->Bio-Siegel erlaubt (Vertragsbruch -> sofortige Kündigung der Parzelle und keine weitere Teilnahmen am Krautgarten in den Folgejahren)
- Standort-spezifisch
- Riem
- wird zum Schulbauernhof ausgebaut: dafür bekommt es einen Zaun um das gesamte Gelände herum (aussen).
- Verlagerung auf die ehemalige Pferdewiese evtl. 2015
- 2 weitere Brunnen geplant (auf der Seite der 30er Parzellen); 2015
- Hohenbrunn
- Boden wurde im Herbst geackert (wegen Wühlmäusen)
- Spende von 10 Euro an freiwillige Feuerwehr (sonst keine Parzelle):
- Feuerwehr füllt die Tanks nach (bitte freundlich sein!!!)
- Spende bitte direkt passend in bar bei der Ziehung der Parzellennummer übergeben.
- Berg-am-Laim
- wird es leider ab 2016 nicht mehr geben (Notiz: Lobbying bei den Abgeordneten und bei den Bezirksversammlungen für Ersatzstandorte macht Sinn)
- Trudering
- Boden wurde gemessen: ok
- wird es leider schon ab 2015 nicht mehr geben (Notiz: Lobbying bei den Abgeordneten und bei den Bezirksversammlungen für Ersatzstandorte macht Sinn)
- Riem
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Siehe auch :
-->Vortrag über organische Düngung, PDF, 3MB)
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Damit die Neulinge sich das mit den Parzellen/Schnüren besser vorstellen können, hier noch mal ein Bild aus meiner ersten Saison :
Und wer es lieber schematisch mag, aber Vorsicht: das ist der Beispiel-Pflanzplan von 2011 , der Pflanzplan von 2012 und 2013 war anders und der von 2014 wird wieder anders sein!!!: die Pflanzenzahlen beziehen sich auf eine 30qm Parzelle:
Bild Kolbenpumpe, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenpumpe
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Wenn jemand weitere Notizen hat, bitte gerne ergänzen/korrigieren ...
Danke Jonas für Deine Mühe und gute Besserung!
Die 2 zusätzlichen Ziehbrunnen in Riem habe ich eigentlich schon für 2014 verstanden. Aber wir werden es ja sehen.
Kann gut sein, dass ich meine eigenen Notizen missinterpretiert habe ... Ich hab auch kurz drüber nachgedacht, wie die entsprechende Stelle gemeint war, dann aber vorsichtshalber als 2015 interpretiert:
je nun, wir werden es sehen ...