By lispy, 13 Mai, 2014

So, das ist jetzt das erste Jahr für mich und gepflanzt ist das meiste (bis auf die Tomaten) jetzt. Ich bin sehr gespannt was sich so entwickelt, ich versuche noch dem Unkraut Herr zu werden aber es sieht schon halbwegs aus. Bei dem Maiwetter hab ich es jetzt aber die letzte Woche garnicht rausgeschafft, weil es immer in Strömen gegossen hatte wenn ich mal raus gekonnt hätte. 

Wann würdet Ihr denn die Tomaten raussetzen? Ich hatte an Sonntag den 18.5. gedacht. Was muss ich beachten, wenn sie da so ungeschützt auf dem Feld stehen? Ich habe da zwar so gedrehte Tomatenstangen aber Ihr habt sicher noch bessere Tipps.

Wegen den Erbsen und Bohnen, die muss man doch sicher auch irgendwie aufringeln? Habe da verschiedene Konstruktionen gesehen bei den anderen Parzellen. Also Gitter oder Stangen mit Schnüren. Ab wann ist das überhaupt nötig? Wie würdet Ihr vorgehen?

Zum Thema Düngen: Was hat es mit dem Brennesselsud auf sich? Bringt das was? Oder kann man sich das Düngen vielleicht sogar ganz schenken? Tomaten z.B. düngt man ja konventionell bis zum abwinken.

Danke für Anfängertipps.

Jonas

vor 11 years 10 months

Schöne Bilder! 

Bezüglich Tomaten würde ich immer wieder nachsehen was die konkrete Vorhersagen so ankündigen:
z.B. -->Wetteronline, Farbkarte Europa, Tiefsttemperatur :  anscheinend zieht sich die Kälte bald zurück, aber beobachten schadet nicht ... (Frost ist halt nicht gut und 2 Grad auch nicht wirklich ...). Oder die Vorhersage der Minimal-Bodentemperatur in Deutschland, -->Link  .

Ich hab noch keine Erbsenstöcke (siehe Bild unten) draussen, aber sie empfehlen sich mittelfristig schon, sonst fallen die Erbsen zu leicht um (von selber oder durch Wind und Wetter). Man kann auch wie die professionellen Bauern Leindotter pflanzen (schon zu spät?): in dieser Mischkultur bleiben die Erbsen leichter stehen oder stehen nach Unwettern leichter wieder auf. Ob das allerdings bei unseren zwei windexponierten Reihen Erbsen auch funktioniert, wage ich zu bezweifeln? (  http://www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau/ackerbau/weitere-kulturen/l... ).

Wir haben eine Bioland-Grunddüngung im Acker: ob man da noch was bei Tomaten dazubraucht (beim Jungpflanzenverkauf gab es ja Dünger der -->für Bioland zugelassen  ist) weiß ich nicht ... Ich hab letztes Jahr mit dem vom Gut Riem verkauften langfristig wirkenden (nicht leicht ausgewaschenen) Bioland-Granulat-Dünger zusätzlich gedüngt, konnte aber keinen plötzlichen Wachstumsschub feststellen ... Ich werde diesmal eine Hälfte mit dem Dünger vom Jungpflanzen-Verkauf düngen, die andere nicht, um zu vergleichen.

Den Bioland-Dünger gibt's auch im zweiten Jungpflanzenverkauf End Juni/Anfang Juli vermutlich noch mal, man soll eh nicht zu früh düngen, laut Info-Veranstaltung des Gutes Riem (wird sonst nur ins Grundwasser ausgewaschen und belastet die Umwelt mit Nitraten usw).

Ansonsten hab ich aus meinem ersten Jahr auch einiges aufgeschrieben ( -->Link  , alles im Nachhinein nicht mehr so dramatisch :-), über Erbsenrandkäfer und anderes rege ich mich beispielsweise überhaupt nicht mehr auf: völlig egal und auch sonst bin ich wesentlich gelassener: geht nicht, Pflanze stirbt? Schade, aber kein Problem: noch mal ansäen oder nachsäen und noch mal versuchen ... während ich im ersten Jahr noch verzweifelt war :-) ...) und im zweiten Jahr ein wöchentliches Photo der Beete gemacht ( -->hier nur die Übersicht ). 

PS: Tomaten, Zucchini, Gurken und Kürbis hab ich auch noch nicht draussen. Da lass ich mir Zeit, bis ich das Gefühl habe, nun geht's nicht länger im Topf ... (vorher schonmal abhärten am Balkon kann nicht schaden, oder erst unter Vlies und dann erst blanker kalter Nachthimmel ... auch an den Wind muss man sich gewöhnen ...).

PPS: Bezüglich Tomaten-Schutz würde ich Dir einen Besuch in Berg am Laim empfehlen: dort haben sie eine regelrechte Tomatenhaus-Kultur entwickelt, siehe den -->BAL-Ackerbericht  ... (2. August 2013)


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Das Acker-Gefühl: