By Chris Bleicher, 4 Juni, 2012
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Hallo Ihr Lieben,

nachdem die Jahre zuvor Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Lieblingen durch die Parzellen "Gassi" gingen, erhielten wir heuer glücklicherweise einen Zaun, um unsere Salatköpfe & Co. vor Hunden und deren Hinterlassenschaften zu schützen. Bedingung ist, dass wir den Zaun unkrautfrei halten, damit er nach der Saison wieder entfernt und der Bauer das Feld bearbeiten kann.


Als ich die letzten Male anwesende KrautgärtnerInnen um Mithilfe bat, den Zaun frei zu machen, wollten alle angeblich von obigem nichts gehört haben. Ich erhielt dann Antworten wie beispielsweise "Das macht meine Frau!" (die war selbstverständlich nicht am Acker) oder "Mache ich das nächste mal!" (Wer's glaubt wird seelig), bis endlich ein hilfsbereiter Mann mithalf.

Das zweite mal das gleiche Spielchen: "Ich habe Rücken!" (aber Bücken zum Abernten bereitet offensichtlich keinen Rücken?) - ein Ehepaar mit Kind half mir dann. Bei den Hilfswilligen stellte ich fest, dass sie offensichtlich keine Ahnung hatten, wie sie den Zaun vom Unkraut frei bekommen: Mit der Hacke oder Jäten? Dabei ist es kinderlelicht und geht ruckzuck! Einfach per Hand über dem Boden das Unkraut abreissen!

Meine Nachbarin, die nur zum Ernten kommt, aber ansonsten noch kein Unkraut in die Hand nahm, so ungepflegt wie ihre Parzelle aussieht, sprach ich freundlich an, dass das Unkraut aussamt und gepflegte  Parzellen neu verunkrauten würde und nächstes Jahr der neue/die neue Parzellenbesitzer grosse  Mühe haben werden, den Acker unkrautfrei zu bekommen. Darauf meinte sie, ich sei frech. Am Unkrautfreihalten an der Längsseite des Gemeinschaftszaunes beteiligt sich diese "Dame" selbstverständlich nicht!

Ich finde es sehr schade, dass einige Personen so unsozial sind und die ansonsten schöne Atmosphäre verderben.

Jonas

vor 13 years 10 months

Bei uns in Riem tritt das Zaun Problem noch nicht auf (ich muss den Zaun mal wieder genauer angucken, bei letzten mal ging es noch sehr gut). Wenn es mal akut wird, hatte ich überlegt, eine "Woche des Zauns" anzuregen, in der jeder aufgerufen ist, die der Parzelle entsprechende Menge an Zaun zu pflegen. Da nicht alle KrautgärtnerInnen hier im Forum sind/lesen, müsste man zusätzlich ein Schild aufstellen. Wenn man das in der Woche vorher macht, hätten alle auch Zeit sich drauf einzustellen. Wenn man weiß, wie lang der Zaun ist, kann man ausrechnen, wer wieviel pflegen/jäten muss: bei uns in Riem sind es schätzungsweise 45-50m Zaun (2*Parzellenlänge + daneben) und die Anzahl der 30er-Flächen müsste ich erst abzählen (vermutlich ca. 2*(60+10) = 140 30er Flächen (manche haben 1, manche 2, manche 3,4,5). Also pro 30er-Fläche ca. 45m/140 = 0,32m, ca. 1/3m (in Riem).

Bei Konfliktfällen zum Verkrauten (und anderem) würde ich mich ggf. an das -->Krautgartentelephon  für eine Klärung wenden.

(PS nach Mail vom Gut wegen eines ähnlichen Themas: das Gut möchte - unabhängig von meiner obigen Äusserung, die in dieselbe Richtung geht - beiden Seiten eines Konfliktes eine Möglichkeit zur Stellungnahme geben: bitte also (selbst anonyme) Anklagen hier vermeiden und Probleme direkt an das Gut berichten: dabei kämen oft unerwartete Lösungen zum Vorschein).

Katja

vor 13 years 10 months

Bei uns in Riem geht es doch nur um den orangen "mobilen" Zaun mit den schwarzen Maschen, oder?Kann mir kaum vorstellen, dass der so arg einwächst...Der Zaun zum Nachbarn war meines Erachtens vorher schon da (und vorher schon verunkrautet) und sieht so aus, als gehöre er dem Nachbarn, oder nicht?

Jonas

vor 13 years 10 months

Klar, nur der mobile Zaun. Hab ihn heute noch mal angesehen: da muss man nach meinem Dafürhalten noch nichts machen. Aber irgend wann wird auch der vermutlich eingewuchert, wenn man über die ganze Saison nichts macht. 

RahmstadlerIn

vor 13 years 10 months

Ich bin neu, und glücklich endlich eine Parzelle bekommen zu haben, auch wenn es manchmal anstrengend ist, macht es mir sehr viel Freude.  Jede Pflanze ist wie ein Kind, und zu den Würmern sage ich mittlerweile "Schnuki".

Weiter geniesse ich den Kontakt mit all den Gleichgesinnten, die in Trudering "so rumkrautern". Jung und Alt, Erfahren und Unerfahrene, verschiedenen Methoden und verschiedenen  Denkansätze. Alle - mit viel Liebe für die Sache, nicht alle - mit der nötigen Zeit.  Alles zusammen eine wunderbare Mischung.

Wir bewirtschaften die Parzellen nun gerade mal 6 Wochen,  bis zur Rückgabe der Parzellen  - Mitte November - sind es noch 5 Monate.  Reichlich Zeit und viele Möglichkeiten den Zaun "frei" zubekommen.

Ideen/Vorschläge:

  • Material vom Zaum zum Mulchen verwenden
  • für die Zeitknappen - nur Ackerwinde ausreissen, denn sie wird den Zaun fies einwuchern und ist nur mit Aufwand wieder zu entfernen

Jonas

vor 13 years 10 months

Das Wort "glücklich" rutscht mir im Zusammenhang mit der Parzelle auch öfter heraus ... siehe -->Link in der Plauderecke  ... 

Ich hatte auch gerade einen Austausch per Mail, wo es um den Zaun ging, mit Gedanken, drunter zu hacken (viel Arbeit, aber hält lang, vielleicht lohnt es aber nicht), oder den Zaun anzuheben und zu mähen (aber womit? für Sense ist das wohl zu huckelig und man muss eine haben, oder mit einer Sichel, oder einer Grasschneider-Schere). Nur die Ackerwinden raus finde ich auch interessant. Wir können ja evtl. auch noch beim Gut Riem nachfragen, was die so vorschlagen.

PS (7.6.) Siehe auch  -->hier  

PPS (24.3.2013): siehe  -->Infoveranstaltung 2013  : " Pflege heisst: 30 cm - 50 cm um den Zaun Gras und Pflanzen abschneiden, sodass der Zaun nicht einwächst "