Wieviel und -oft gießt ihr tatsächlich? Und was wäre optimal? (v.a. bei der momentanen Trockenheit)
vlg chris
Ich frag mich das auch immer wieder.
Laut Gut Riem lieber weniger oft aber dafür intensiv (siehe -->Infoveranstaltung ), damit das Wasser auch in den Boden eindringt und nicht gleich wieder verdunstet und damit die Pflanzen tiefer wurzeln. Ich beobachte daher auch die Parzelle des Teams vom Gut Riem: die giessen weniger als ich (wie oft genau, kann ich nicht sagen), haben aber auch weniger Jungpflanzen und sind erfahrener damit, was die Pflanzen so aushalten. Manufactum hat auch eine Seite über das Giessen: http://www.manufactum.de/richtig-waessern-trockenheit-c-2601/
Menge : Die frisch eingesetzten oder angesäten Jungpflanzen giesse ich bei grosser Trockenheit/Hitze täglich, dann entwöhne ich nach Anwachsen auf alle 2, dann 3-4 Tage, je nach Temperatur, Feuchtigkeit. Bei grosser Hitze/Trockenheit kann ich es manchmal nicht lassen, mit den Jungpflanzen auch andere Pflanzen gleich mit zu giessen, je nachdem, ob ich den Eindruck habe, die Blätter sind schon etwas schlapp oder fangen gar schon an zu welken Ich denke mir, weit aufgefächerte, grossblätttrige Pflanzen ohne tiefe Wurzelstöcke (z.B. Bohnen ...) verdunsten mehr und sind der Hitze durch grössere Blatt-Oberfläche mehr ausgesetzt. Am seltensten giesse ich die Zwiebeln . So kam bei der extremen Hitze ein Rhythmus von alle 1-2 Tage für frische/etwas angewachsene Jung-Bohnen usw. zustande plus andere Pflanzen (wo dann hoffentlich/vermutlich der 3-4 Tages Rhythmus zustande kommt: Mangold, Sellerie, Fenchel, Kohlrabi, ) und spätestens alle Woche auch die Zwiebeln. Manche giessen die Zwiebeln nie/sehr selten: das traue ich mich (noch) nicht
Natürlich ist das auch eine Zeitfrage und wie oft man am Acker ist: wenn man soviel wie 10mm Niederschlag giessen wollte, bräuchte man 10 Liter pro Quadratmeter (1 Kanne), bei 60qm also 60 Kannen à 10 Liter. Wenn man die ungegossenen Wege berücksichtigt und nur gezielt und verdunstungsarm (evtl. ohne Brause) unten an die Pflanze giesst, reichen natürlich weniger für 10mm für die Nutzpflanzen, z.B. 30 oder noch weniger, wenn man manches noch seltener giesst. Liter pro Quadratmeter finde ich sehr abstrakt: 10mm Niederschlag sind 10 Liter pro Quadratmeter = 1000cl. Auf ein 10cm x 10cm Stück kämen dann 1000cl / 100 = 10cl = 5 x 2cl-Stamperl voll Wasser. Ich grabe auch immer mal wieder in den Boden, um nachzusehen, wie viel Feuchtigkeit denn noch drin ist: ganz oben, nach wenigen cm (Flachwurzler, Jungpflanzen), nach 10cm, evtl. sogar 15cm.
Es bleibt schwierig, auch im dritten Jahr: vor allem wegen der (allgemeinen) Aufforderung des Gutes Riem, mit Wasser sparsam umzugehen : wenn man 30 Kannen aus dem Pumpbrunnen holt, sinkt der Grundwasserspiegel, erholt sich aber bei Regen wieder. Wenn es wie in Hohenbrunn Wasserfässer sind, oder Leitungswasser wie in Gronsdorf und Perlach(?) aus den Schrebergärten, dann wären 30 Kannen = 300 Liter, d.h. viel (was geht in so ein Fass?) und man wird beim Giessen engere Prioritäten setzen, ebenso auch bei den Pumpbrunnen, wenn es schon lang trocken war. Es geht nicht nur darum, was für die Pflanzen optimal ist, sondern auch um die anderen Auswirkungen ...
Ich versuche teilweise, den Boden schattiger zu halten durch Mischkultur sowie durch Mulchen (Fenchel-Kraut, Karottenkraut, kleinschneiden und auf exponierte Stellen verteilen). Kohlblätter verteile ich nicht, die verpilzen mir zu sehr. Hacken vermindert auch die Verdunstung, so das Gut Riem (insbesondere auch, wenn man ohne Brause giesst: da wird der Boden leicht flächig und reisst bei Trockenheit tiefer auf).
Vielleicht mache ich mal Spreadsheet und eine Graphik bzw. die Summe der Niederschläge und schreibe nicht immer nur die Tages-Mssungen im Ackerbericht hin (gilt natürlich nur für Riem, die Niederschlagsmengen der Standorte variieren teilweise erheblich), momentan bin ich aber zu faul dazu.
--- Ich giesse sicher noch zu viel, aber ich hoffe, im Laufe der Jahre immer mutiger zu werden und immer weniger zu giessen (ich hab im ersten Jahr viele Jungpflanzen durch zu wenig giessen verloren, von daher bin ich vielleicht übervorsichtig ... und in diesem Jahr bin ich wieder vorsichtiger als letztes Jahr, weil die hinteren Parzellen teilweise ungünstig sind: 1 Reihe Karotten sind überhaupt nicht angegangen, 1 Reihe Kartoffeln mickrig geblieben (10 cm gross, dann verwelkt, die sind inzwischen raus), kaum Pastinaken angegangen, da will ich nicht noch mehr durch Austrocknen verlieren).
Wasser sparen ist auch global ein Thema, es leben viele Menschen von "fossilem" Wasser, das aus Schichten gepumpt wird, die sich nicht wieder auffüllen: siehe -->Peak Water .
PS: Sehr wichtig ist für mich auch das Regenradar: es hilft, unnötiges Giessen zu vermeiden:
ich gieße max. alle vier tage, wenn es nicht regnet (hohenbrunn). als es ganz heiß war haben wir die jungpflanzen auch alle zwei tage gegossen. aber es würd auch weniger reichen. die schulparzelle hab ich mal eine woche nicht gegossen (es hatte 30 grad und mehr und nicht geregnet) und alle pflanzen haben es gut überstanden.
wir harken - genauso wichtig wie gießen, mulchen und beschatten mit mischkultur.
Hallo Krautgartengemeinde!
Jegliche Hitzeperiode ist zwar vorbei, aber mal kurz zusammengefaßt meine Gießgewohnheiten-, Mulch- und Hackgewohnheiten über die ganze Saison bis jetzt ( auf 60 m² / Hohenbrunn --- Hacken ersetzt Gießarbeit und Mulchen ersetzt Hacken und Gießen weitgehend, daher hier auch mal kurz beschrieben wie ich mir unterm Strich Arbeit und "Trockenstress" spare, wobei ich da nicht der einzige bin):
Gießen:
NIE gegossen: Kartoffeln und Zwiebeln ( Ertrag ca 18 bzw. 15 KG, da ist gar nix vertrocknet)
1x gegossen Rote Beete, Erbsen, Pastinaken, Möhren (Erbsen war wahrscheinlich im wahrsten Wortsinne "überflüssig")
ca. 4x gegossen alles Andere außer:
- im Sommer(!) nachgepflanzte Jungpflanzen ( für ungefähr 3 Wochen 1x pro Woche 2 Kannen pro Beet)
- Neuaussaaten Gemüse/Gründüngung: alle 3-5 Tage bis zum Auflaufen, aber nur, wenn es zwischendurch nicht geregnet hat; danach wie Jungpflanzen (aber nur bei großer Hitze und längerer Regenpause - die packen das schon;-)).
Kürbisgewächse - nach 1 Woche ohne Regen kräftig ( 5-10 L/m² = pro Pflanze, erst seit Anfang Juli, als die regenarme Zeit im Gange war), aber möglichst wenig über die Blätter.
Fazit - ich glaube, es wird insgesamt viel zu viel gegossen, selbst dann noch, "wenn der Himmel voller Geigen hängt"!
Mulch: ich lasse jeglichen Abfall direkt auf dem Acker liegen (außer Kartoffelkraut oder Blätter von Kürbisartigen, die offensichtlich mit Mehltau zu tun haben), aber 2-3 Beete weiter, als die Stelle, wo er entstanden ist, falls was "Krankes" dabei sein sollte (also lege ich welke Kohlblätter z.B. nicht direkt neben die Kohlpflanzen). Dabei sehe ich zu, dass nach und nach freie, unbeschattete Stellen bedeckt werden. Rasenschnitt von einem definitiv nicht gedüngten oder sonst wie mit chemischer Keule mißhandeltem Garten - sozusagen echt BIO!!! - war auch dabei.
Hacken: mit der Ziehhacke, um Unkraut abzuschneiden - mit dem 3-zinkigen Grubber, um den Boden etwas tiefer zur lockern. Beides scheint mir nur nötig, solange die freien Stellen nicht gemulcht wurden. Mit dem Grubber wird vor allem auch die verkrustete, verhärtete und teilweise rissige nackte Erde nach Regenfällen ( oder übertriebenem Gießen;-)) gebrochen. Durch die Mulchdecke wachsendes Beikraut läßt sich meist ganz leicht mit Wurzeln rausziehen (und gleich als Mulch verwenden). Mulch gibt's übrigens auch am Rand der Parzellen. In Hohenbrunn gibt's dafür extra den schnellwachsenden Beinwell in größeren Mengen:-).
Ich habe festgestellt, dass der Boden unabhängig vom Wetter unter wenigen cm Mulch auch nach Wochen noch genauso feinkrümelig, locker und sogar meist noch feucht war wie kurz nach dem Hacken des nackten Bodens!
Bodendeckung (durch Mulch, Gründünger, Gemüse...) erspart also unter anderem auch Arbeit (hacken, gießen, z.T. düngen und jäten).
Insgesamt bin ich SEHR zufrieden mit den Erträgen (von den Radieschen mal abgesehen - müssen wohl auch gegen die Erdflöhe frühzeitig nach Übergabe abgedeckt werden!?).
Nur die Hohenbrunner Wühlmausconnection hat bei uns einiges platt gemacht. Aber dafür kann das zu trockene, zu feuchte, zu windige oder zu windstille, also grundsätzlich ungünstige Wetter ja nix;-).
Im kommenden Jahr werde ich tendenziell noch weiniger gießen - wer rennt schon gerne 10 x 40 Meter mit 20 KG Wasser über'n Acker?
Ich frag mich das auch immer wieder.
Laut Gut Riem lieber weniger oft aber dafür intensiv (siehe -->Infoveranstaltung ), damit das Wasser auch in den Boden eindringt und nicht gleich wieder verdunstet und damit die Pflanzen tiefer wurzeln. Ich beobachte daher auch die Parzelle des Teams vom Gut Riem: die giessen weniger als ich (wie oft genau, kann ich nicht sagen), haben aber auch weniger Jungpflanzen und sind erfahrener damit, was die Pflanzen so aushalten.
Manufactum hat auch eine Seite über das Giessen: http://www.manufactum.de/richtig-waessern-trockenheit-c-2601/
Menge : Die frisch eingesetzten oder angesäten Jungpflanzen giesse ich bei grosser Trockenheit/Hitze täglich, dann entwöhne ich nach Anwachsen auf alle 2, dann 3-4 Tage, je nach Temperatur, Feuchtigkeit.
Bei grosser Hitze/Trockenheit kann ich es manchmal nicht lassen, mit den Jungpflanzen auch andere Pflanzen gleich mit zu giessen, je nachdem, ob ich den Eindruck habe, die Blätter sind schon etwas schlapp oder fangen gar schon an zu welken Ich denke mir, weit aufgefächerte, grossblätttrige Pflanzen ohne tiefe Wurzelstöcke (z.B. Bohnen ...) verdunsten mehr und sind der Hitze durch grössere Blatt-Oberfläche mehr ausgesetzt. Am seltensten giesse ich die Zwiebeln .
So kam bei der extremen Hitze ein Rhythmus von alle 1-2 Tage für frische/etwas angewachsene Jung-Bohnen usw. zustande plus andere Pflanzen (wo dann hoffentlich/vermutlich der 3-4 Tages Rhythmus zustande kommt: Mangold, Sellerie, Fenchel, Kohlrabi, ) und spätestens alle Woche auch die Zwiebeln. Manche giessen die Zwiebeln nie/sehr selten: das traue ich mich (noch) nicht
Natürlich ist das auch eine Zeitfrage und wie oft man am Acker ist: wenn man soviel wie 10mm Niederschlag giessen wollte, bräuchte man 10 Liter pro Quadratmeter (1 Kanne), bei 60qm also 60 Kannen à 10 Liter. Wenn man die ungegossenen Wege berücksichtigt und nur gezielt und verdunstungsarm (evtl. ohne Brause) unten an die Pflanze giesst, reichen natürlich weniger für 10mm für die Nutzpflanzen, z.B. 30 oder noch weniger, wenn man manches noch seltener giesst.
Liter pro Quadratmeter finde ich sehr abstrakt: 10mm Niederschlag sind 10 Liter pro Quadratmeter = 1000cl. Auf ein 10cm x 10cm Stück kämen dann 1000cl / 100 = 10cl = 5 x 2cl-Stamperl voll Wasser.
Ich grabe auch immer mal wieder in den Boden, um nachzusehen, wie viel Feuchtigkeit denn noch drin ist: ganz oben, nach wenigen cm (Flachwurzler, Jungpflanzen), nach 10cm, evtl. sogar 15cm.
Es bleibt schwierig, auch im dritten Jahr: vor allem wegen der (allgemeinen) Aufforderung des Gutes Riem, mit Wasser sparsam umzugehen : wenn man 30 Kannen aus dem Pumpbrunnen holt, sinkt der Grundwasserspiegel, erholt sich aber bei Regen wieder. Wenn es wie in Hohenbrunn Wasserfässer sind, oder Leitungswasser wie in Gronsdorf und Perlach(?) aus den Schrebergärten, dann wären 30 Kannen = 300 Liter, d.h. viel (was geht in so ein Fass?) und man wird beim Giessen engere Prioritäten setzen, ebenso auch bei den Pumpbrunnen, wenn es schon lang trocken war.
Es geht nicht nur darum, was für die Pflanzen optimal ist, sondern auch um die anderen Auswirkungen ...
Ich versuche teilweise, den Boden schattiger zu halten durch Mischkultur sowie durch Mulchen (Fenchel-Kraut, Karottenkraut, kleinschneiden und auf exponierte Stellen verteilen). Kohlblätter verteile ich nicht, die verpilzen mir zu sehr. Hacken vermindert auch die Verdunstung, so das Gut Riem (insbesondere auch, wenn man ohne Brause giesst: da wird der Boden leicht flächig und reisst bei Trockenheit tiefer auf).
---
Interessant finde ich auch, nachzusehen, was eigentlich "normal" im Sinne der Niederschlags-Statistik ist, z.B.:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5573/umfrage/monatlic...
http://www.wetterkontor.de/de/deutschland_monatswerte.asp?y=2013&am...
Vielleicht mache ich mal Spreadsheet und eine Graphik bzw. die Summe der Niederschläge und schreibe nicht immer nur die Tages-Mssungen im Ackerbericht hin (gilt natürlich nur für Riem, die Niederschlagsmengen der Standorte variieren teilweise erheblich), momentan bin ich aber zu faul dazu.
---
Ich giesse sicher noch zu viel, aber ich hoffe, im Laufe der Jahre immer mutiger zu werden und immer weniger zu giessen (ich hab im ersten Jahr viele Jungpflanzen durch zu wenig giessen verloren, von daher bin ich vielleicht übervorsichtig ... und in diesem Jahr bin ich wieder vorsichtiger als letztes Jahr, weil die hinteren Parzellen teilweise ungünstig sind: 1 Reihe Karotten sind überhaupt nicht angegangen, 1 Reihe Kartoffeln mickrig geblieben (10 cm gross, dann verwelkt, die sind inzwischen raus), kaum Pastinaken angegangen, da will ich nicht noch mehr durch Austrocknen verlieren).
Wasser sparen ist auch global ein Thema, es leben viele Menschen von "fossilem" Wasser, das aus Schichten gepumpt wird, die sich nicht wieder auffüllen: siehe -->Peak Water .
PS: Sehr wichtig ist für mich auch das Regenradar: es hilft, unnötiges Giessen zu vermeiden:
http://www.wetteronline.de/radarbilder?gid=euro (auf 6 Stunden Vergangenheit klicken).
http://www.wetteronline.de/?pcid=pc_radar_map&pid=p_radar_map&sid=Forecast&gid=BAY (Vorhersage)
PPS: Noch genaueres Regenradar des deutschen Wetterdienstes
http://www.niederschlagsradar.de/zoom.aspx?lat=48.16&lon=11.69
ich gieße max. alle vier tage, wenn es nicht regnet (hohenbrunn). als es ganz heiß war haben wir die jungpflanzen auch alle zwei tage gegossen. aber es würd auch weniger reichen. die schulparzelle hab ich mal eine woche nicht gegossen (es hatte 30 grad und mehr und nicht geregnet) und alle pflanzen haben es gut überstanden.
wir harken - genauso wichtig wie gießen, mulchen und beschatten mit mischkultur.
Hallo Krautgartengemeinde!
Jegliche Hitzeperiode ist zwar vorbei, aber mal kurz zusammengefaßt meine Gießgewohnheiten-, Mulch- und Hackgewohnheiten über die ganze Saison bis jetzt ( auf 60 m² / Hohenbrunn --- Hacken ersetzt Gießarbeit und Mulchen ersetzt Hacken und Gießen weitgehend, daher hier auch mal kurz beschrieben wie ich mir unterm Strich Arbeit und "Trockenstress" spare, wobei ich da nicht der einzige bin):
Gießen:
NIE gegossen: Kartoffeln und Zwiebeln ( Ertrag ca 18 bzw. 15 KG, da ist gar nix vertrocknet)
1x gegossen Rote Beete, Erbsen, Pastinaken, Möhren (Erbsen war wahrscheinlich im wahrsten Wortsinne "überflüssig")
ca. 4x gegossen alles Andere außer:
- im Sommer(!) nachgepflanzte Jungpflanzen ( für ungefähr 3 Wochen 1x pro Woche 2 Kannen pro Beet)
- Neuaussaaten Gemüse/Gründüngung: alle 3-5 Tage bis zum Auflaufen, aber nur, wenn es zwischendurch nicht geregnet hat; danach wie Jungpflanzen (aber nur bei großer Hitze und längerer Regenpause - die packen das schon;-)).
Kürbisgewächse - nach 1 Woche ohne Regen kräftig ( 5-10 L/m² = pro Pflanze, erst seit Anfang Juli, als die regenarme Zeit im Gange war), aber möglichst wenig über die Blätter.
Fazit - ich glaube, es wird insgesamt viel zu viel gegossen, selbst dann noch, "wenn der Himmel voller Geigen hängt"!
Mulch: ich lasse jeglichen Abfall direkt auf dem Acker liegen (außer Kartoffelkraut oder Blätter von Kürbisartigen, die offensichtlich mit Mehltau zu tun haben), aber 2-3 Beete weiter, als die Stelle, wo er entstanden ist, falls was "Krankes" dabei sein sollte (also lege ich welke Kohlblätter z.B. nicht direkt neben die Kohlpflanzen). Dabei sehe ich zu, dass nach und nach freie, unbeschattete Stellen bedeckt werden. Rasenschnitt von einem definitiv nicht gedüngten oder sonst wie mit chemischer Keule mißhandeltem Garten - sozusagen echt BIO!!! - war auch dabei.
Hacken: mit der Ziehhacke, um Unkraut abzuschneiden - mit dem 3-zinkigen Grubber, um den Boden etwas tiefer zur lockern. Beides scheint mir nur nötig, solange die freien Stellen nicht gemulcht wurden. Mit dem Grubber wird vor allem auch die verkrustete, verhärtete und teilweise rissige nackte Erde nach Regenfällen ( oder übertriebenem Gießen;-)) gebrochen. Durch die Mulchdecke wachsendes Beikraut läßt sich meist ganz leicht mit Wurzeln rausziehen (und gleich als Mulch verwenden). Mulch gibt's übrigens auch am Rand der Parzellen. In Hohenbrunn gibt's dafür extra den schnellwachsenden Beinwell in größeren Mengen:-).
Ich habe festgestellt, dass der Boden unabhängig vom Wetter unter wenigen cm Mulch auch nach Wochen noch genauso feinkrümelig, locker und sogar meist noch feucht war wie kurz nach dem Hacken des nackten Bodens!
Bodendeckung (durch Mulch, Gründünger, Gemüse...) erspart also unter anderem auch Arbeit (hacken, gießen, z.T. düngen und jäten).
Insgesamt bin ich SEHR zufrieden mit den Erträgen (von den Radieschen mal abgesehen - müssen wohl auch gegen die Erdflöhe frühzeitig nach Übergabe abgedeckt werden!?).
Nur die Hohenbrunner Wühlmausconnection hat bei uns einiges platt gemacht. Aber dafür kann das zu trockene, zu feuchte, zu windige oder zu windstille, also grundsätzlich ungünstige Wetter ja nix;-).
Im kommenden Jahr werde ich tendenziell noch weiniger gießen - wer rennt schon gerne 10 x 40 Meter mit 20 KG Wasser über'n Acker?
Bewässerungsring, Gießmenge, ..
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