Habe nich schon im Novemer für einen Krautgarten in der Fasanerie angemledet. Wann bekomme ich Bescheid? Ich bin schon voller Tatendrang. Was muß ich besorgen, wo und welche Pflanzen ziehe ich vor, wann wird die Parezelle verlost. Brauche ich sonst noch irgendwelche "Zutaten"? Was soll ich besorgen.
Leider gibt es für die Krautgäreten in der Fasanerie hier keine Gruppe. Vielleicht finden sich noch Teilnehmer.
Da würde ich bei den Betreibern selbst fragen: bei den städtischen Krautgärten ist alles Organisatorische und Inhaltliche einheitlich geregelt (Vertrag, Bioland-Richtlinien, Vorbepflanzung, Verlosung/Übergabe, Rückgabe usw.). Bei den privaten Krautgärten gibt es meines Wissens nach Unterschiede, die ich leider nicht genau kenne.
In den -->Hinweisen habe ich den Link zu der Liste aller Krautgärten abgelegt (zweiter Abschnitt). In dieser Liste stehen auch die Ansprechpartner und dort steht auch der Link zur -->Internet-Seite der Fasanerie ; dort steht z.B.: "In ihrer Parzelle wird eine Hälfte der Fläche frei gelassen, so dass sie sich selber etwas anbauen können. Die andere Hälfte wird mit gängigen Gemüse angebaut und übergeben."
D.h. das scheint anders zu sein als bei den städtischen Krautgärten: wir bekommen auch für den nicht eingesäten Teil Jungpflanzen (natürlich bio, denn das ist bei den städtischen KrautgärtnerInnen vorgeschrieben, wir müssen uns vertraglich verpflichtend an die strengen Bioland-Richtlinien halten, die deshalb auch die inhaltliche Grundlage für dieses Forum sind, siehe -->AGB ; für die privaten Krautgärten gilt laut -->Website der Stadt auch ein Verbot von Pestiziden und Mineraldünger, aber welche organisatorischen und inhaltlichen Regeln darüber hinaus genau gelten, weiß ich leider nicht).
Ich kann auch eine Gruppe für die Fasanerie einrichten, wenn Bedarf ist.
Anregungen für die Bepflanzung kann man sich z.B. beim Pflanzplan der städtischen Krautgärten holen (siehe -->Link ) oder in den Online-Katalogen der Bezugsquellen für -->Bio-Saatgut oder in den -->WebLink/Buch-Hinweisen oder auch hier Im Forum herumfragen, aber da hier bisher hauptsächlich städtische KrautgärtnerInnen sind, die eine fast vollständige Bepflanzung bekommen, ging es hier bisher mehr um die -->Nachbepflanzung als um die Erstbepflanzung.
Hallo Alexandra,
ich werde auch eine 40qm-Parzelle in der Fasanerie haben - habe gerade den Vertrag zugeschickt bekommen.
Ich habe auch noch keine Infos, wann es losgeht, was angebaut wird und was ich selbst mitbringen muss. Bis jetzt habe ich mir noch gar nicht überlegt, was ich anpflanzen will, "geübt" habe ich letztes Jahr auf dem Balkon.
Soll ich mal beim Krautgarten anfragen?
Hallo Sophie, hallo Alexandra,
habt Ihr da weitergehende Erfahrung? Wieviele Stunden pro Woche muss ich denn rechnen, was meint Ihr, bin gerde am überlegen, ob ich das in der Fasanerie alleine mit 40m2 stemmen kann.
ciao
Nana
Hallo Nana,
ich habe noch keine Acker-Erfahrung. Eine Freundin hat schon seit ein paar Jahren immer eine 30qm-Parzelle auf einem anderen Acker, teils zusammen mit einem Freund. Sie meinte, dass die Ernte von 40qm für einen alleine zu viel sein könnte - ich teile aber mit meinem Mann und meiner Schwester (und wer dann eben sonst noch was möchte). Die Arbeit werde ich aber wohl alleine machen.
Der Acker ist etwa 6km von meiner Wohnung entfernt, das ist am Wochenende kein Problem, und unter der Woche kann ich nach der Arbeit vobeifahren.
Vielleicht findest du ja jemanden, der die Parzelle mit dir teilt? Oder du fragst, ob du von vornherein nur eine halbe Parzelle haben kannst, vielleicht geht das ja. Es gibt auf dem Vertrag auch ein Feld für "Sondergröße".
Viele Grüße!
Ich hab eine Gruppe für die -->Fasanerie eingerichtet.
(Für Johanneskirchen auch, da kam eine Anfrage per Mail).
Danke, Jonas!
also nach meiner Erfahrung hängt es bei den privaten Gärten davon ab, was die Besitzer bzw Generalpächter als praktikabel zum vorpflanzen ansehen, da gibt es Unterschiede, also am Besten direkt bei Ihnen nachfragen. 40 m² können in der Hochphase schon einiges an Präsenz abverlangen, oder man nimmt es nicht so tragisch mit eventuellen Verlusten. Eine Zeitangabe ist schwierig, das hängt auch von der Witterung ab
In den letzten 2 Jahren gab es in der Fasanerie
Kartoffeln 2+2 Reihen
Spinat 2 Reihen (hat bei mir gesamt ca. 5 kg Ernte ergeben, vorletztes Jahr warens 3 Reihen)
Radieschen IIRC 2 Reihen
Frühlingszwiebeln 2 Reihen
Karotten 2 Reihen
Rote Beete 2 Reihen
diverse Blattsalate ca. 10? Stück
6-8 Kohlrabi (weiss)
2 Weißkraut
0-2 Blaukraut
2-3 Wirsing
3-4 Brokkoli (vorletztes Jahr auch 2 Blumenkohl)
Ach ja - eine Tüte Buschbohnen gibt's auch noch dazu.
Die Salate und Pflanzen (Kohl/Wirsing/Kohlrabi wurden letztes Jahr schon eingepflanzt, vorletztes Jahr bei der Übergabe abgegeben mit der Option, dass Sie auf Wunsch auch vom Verpächter eingepflanzt werden.
Kürbisse wurden bislang vom Verpächter in Eigenregie auf separatem Platz angebaut und geerntet. Man konnte dann jeweils einen Speisekürbis (teils sehr groß) und nahezu beliebig viele Zierkürbisse mitnehmen.
Damit ist etwa die Hälfte des Feldes gefüllt.
Los gings bisher so gegen Mitte bis Ende April, Ende wird voraussichtlich viel zu früh Anfang November sein.
Letztes Jahr wurde auf eine Verlosung verzichtet, damit man nach der langen Nässeperiode nicht zwingend bis zum Wochenende warten musste.
Tendenziell ist angedacht, dass man versucht, den Beginn dieses Jahr etwas früher zu machen, die Vorgehensweise dazu ist aber noch nicht ausgegoren.
Werkzeug musst Du nicht zwingend besorgen, ausser vielleicht einer kleinen Schaufel.
Was Du zusätzlich haben willst, liegt natürlich an Dir, Tomaten waren vorletztes Jahr ein kompletter Reinfall, letztes Jahr gabs zumindest eine kleine Ernte.
Bewährt haben sich
- (Steck-)Zwiebeln
- Gurken (am besten Mitte Mai als Pflanze kaufen, für selbst vorziehen war ich bisher immer viel zu spät dran, die Ernte daraus geringfügig)
- Mais ggfls. als Bohnenstange für Stangenbohnen
- Stangenbohnen (hab ich nicht vorgezogen, erst Mitte Mai)
- Erbsen (direkt am Feld aussäen)
- Rettich am Feld säen), vorzugsweise kleine Sorten wie Ostergruss, Eiszapfen, alternativ Radieschen - vorgezogene Pflanzen großer Sorten wachsen zwar teils ganz gut, sehen aber selten appetittlich aus.
- Karotten (am Feld säen) bieten sich an, in der gleichen Reihe wie Rettich zu säen, dann markiert der Rettich die Spur für die langsam wachsenden Karotten und Du weißt, wo Du hacken darfst.
- Zucchini (vorziehen/Pflanze) hab ich nicht probiert, einige jammern, dass sie nichts werden, andere klagen über die Schwemme; vorletztes Jahr habe ich meine Gurken gegen Zucchini getauscht.
Rosenkohl und Lauch müsstest Du ggfls. selbst besorgen, aber wohl erst im Mai. Mein gesäter Lauch wurde von einem "hilfreichen Geist" als Unkraut entsorgt, wobei letztes Jahr auch die 2 gekauften Pflanzen Schädlingen zum Opfer wurden, im Gegensatz zu vorletztem Jahr.
Willst du z.B. Spitzkohl, Tomaten, ... aus Samen ziehen, darfst Du vermutlich schon bald im März anfangen, viele Pflanzen dürfen aber erst nach den Eisheiligen (15.5.) raus. Mit dem Vorziehen hab ich aber noch keine echten Erfahrungen (ausser Tomaten, die ich erst im April gesät habe). Für Aussaaten direkt auf dem Feld hab ich irgendwie keine gute Hand.
Als Schmankerl kannst Du auch ein paar Kerne einer Physalis vorziehen. Aus meiner im April gesäten Pflanze, die ich daheim überwintere, werden gerade die letzten Nachzügler reif. Viel Ernte wars nicht, aber die Anzucht ist sehr unproblematisch, solange die Pflanzen nicht durch Hagel zerstört werden. Da werd ich dieses Jahr wieder ein paar Kerne in der Wohnung vorziehen und ein paar nach Eröffnung vor Ort versenken - mal sehen, ob auch daraus was wird.
Fasziniert war ich, dass wir (2 Personen/60qm-Parzelle) im letzten Quartal 2012 weder Kartoffeln noch Zwiebeln kaufen brauchten, die Tage haben wir die letzten Kartoffeln verbraucht. Ich hatte letztes Jahr 3 Reihen gefüllt mit Kartoffeln, die zu lange lagerten und ausgetrieben haben.
Mit der Ernte aus 40 qm sind wir ganz gut fertig geworden, auch bei den 60 qm, da haben wir etwas mehr abgegeben.
Bezüglich des Zeitaufwands hab ich im Internet mal was gelesen von 2 h wöchentlich, was viel zu wenig ist.
Zu stemmen ist eine 40qm Parzelle (hatte ich vorletztes Jahr) für Einen alleine durchaus, Eine hat letztes Jahr sogar 120 qm vorbildlich alleine bewirtschaftet. Bei der 60 qm-Parzelle letztes Jahr hatte ich schon mal Anflüge, jetzt wird's zuviel, werd aber dieses Jahr auch wieder die 60-er nehmen. Die Motivation für die größere Parzelle letztes Jahr war die Überlegung, Zwiebeln und Kartoffeln machen zwischendurch nicht viel Arbeit.
Je nach Witterung musst Du im Mai/Juni schon 1h jeden 2. oder zumindest 3. Tag als Minimum rechnen, andererseits kommts auch darauf an wieviel und was Du anbaust; ich hab für 60 qm oft 300 l Wasser pro Giessen verbraucht. Juli, oder spätestens August wirds dann deutlich ruhiger (es sei denn, du kaufst/säst fleissig nach).
Hoffentlich hab ich jetzt niemanden vergrault ;-)