Hallo an alle,
wir sind im Krautgarten Fasanerie durch einen gut 2-m-breiten Feldweg vom Nachbar-Landwirt getrennt. Dieser hat für seinen Mais Herbizide - insbesondere wohl Gardo Gold mit Wirkstoff Metolachlor - gespritzt. Durch den Wind sind diese zu uns herübergeweht, wie stark und weit ist schwer zu sagen.
Nun würden wir gerne unser Gemüse etc. essen, haben aber Bedenken, da in dem vom privaten Verpächter ausgehängtem Waschzettel des Herbizids irgendwas von 60 Tage Wartezeit und Abstandsflächen und so steht ... und was ist mit unserem Brunnenwasser, sollen wir jetzt 60 Tage nicht gießen oder gelangt das Herbizid nicht nach unten?
Gibts hier einen Experten, der uns in einfachen Worten raten kann, was wir tun sollen? Oder kennt jemand einen Experten, der uns helfen kann?
Danke!
Hallo Pegg,
bis jetzt leider kein Experte für Spritzmittel hier ... Wundert mich allerdings nicht wirklich, da wir ja genau keine Chemie einsetzen wollen (und -->dürfen ) ...
Vielleicht könnt ihr beim Umweltinstitut München oder bei der Lokalgruppe von Greenpeace oder vom BUND, Nabu, LBV nachfragen: die haben möglicherweise Experten, die sich auskennen (siehe -->Münchner Organisationen in den allgemeinen Umweltlinks hier im Forum). Oder bei http://www.pan-germany.org nachfragen, die sich auf das Thema Pestizide spezialisiert haben. Vermutlich muss man ohnehin eine Messung machen, um eine qualifizierte Aussage machen zu können ...
Viele Grüße,
Jonas.
PS: http://umweltinstitut.org/lebensmittel/pestizidruckstande-in-lebensmitteln/rueckkehr_der_ackergifte-640.html
PS; Stichwort im Internet: Bodenuntersuchung München, Bodenprobe München ...
Hallo Jonas, danke für die Info ... jetzt gibt es viel zu tun ... eigentlich wollten wir doch nur gesundes Gemüse anbauen und keine Herbizid-Experten werden ...
Eine Antwort vom LfL - Institut für Pflanzenschutz ist bereits eingetroffen. Der Herbologe rät:
"Um auf der absolut sicheren Seite zu sein, empfehle ich Ihnen in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern zur behandelten Fläche auf den Verzehr der u.U. von der Abdrift getroffenen Pflanzen zu verzichten."
Das heißt im Klartext, dass wir alles in die Tonne klopfen können, da unsere Felder sind ja nur rund 15 m lang sind und - getrennt durch den Feldweg - direkt an das bespritzte Maisfeld grenzen. Manche haben ihre Parzelle bereits aufgegeben, manche hoffen noch, manche ernten einfach weiter ...
Hallo Pegg,
ihr armen ...
Ich nehme den Link zum Institut für Pflanzenschutz (Landesamt für Landwirtschaft) mit auf in die allgemeinen Links, falls so was an anderen Standorten auch mal sein sollte (in Riem haben wir dieses Jahr neben dran auch ein Maisfeld, aber mehr Abstand und die Parzellen auch parallel zum Weg ...): http://www.lfl.bayern.de/ips
Vielleicht erbringt eine Bodenprobe ja doch noch Entwarnung?
Viele Grüße,
Jonas.
hallo
wie ist es denn weitergegangen ? für einen biologischen krautgarten sind das ja unerträgliche zustände