By Jonas, 29 April, 2013
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Jonas

vor 8 years 11 months

"Donald Trump bekommt mehr und mehr Widerstand gegen einen möglichen Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Selbst die wichtigsten US-Kohlekonzerne sind für einen Verbleib. Derweil wächst die Zahl der Klimarebellen unter den Republikanern, die mehr Klimaschutz einfordern." ..

http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/22955-us-kohlefirmen-werben-fuer-paris-vertrag

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Und die US-Energie-Versorger werden ihre Kohle-Pläne wegen 4 oder 8 Jahren Trump zum grossen Teil nicht ändern:

http://de.reuters.com/article/usa-trump-kohle-idDEKBN17K0GQ

 

Jonas

vor 8 years 11 months

https://wupperinst.org/newsletter/de/wi-news-13042017

Liebe Leserinnen und Leser,

um die globale Erderwärmung deutlich unter 2 °C im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten zu halten, erfordert es tiefgreifende Transformationen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Akteurinnen und Akteure in der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen eng zusammen arbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Dekarbonisierung. Das Wuppertal Institut unterstützt transformative Dekarbonisierungsprojekte mit fundierten wissenschaftlichen Analysen und fungiert als Berater sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene.

Im Hafen von Rotterdam, dem größten Hafen Europas, sind rund 80 Prozent der petrochemischen Industrie der Niederlande sowie große Stromerzeugungskapazitäten beheimatet. Damit hat der Hafen das Potenzial, eine Vorreiterrolle in der internationalen Energiewende einzunehmen und spielt gleichzeitig eine wichtige Rolle, wenn es um die Einhaltung der Klimaschutzziele der EU geht. Im Auftrag des Hafenbetriebs Rotterdam entwickelten Forscherinnen und Forscher vom Wuppertal Institut drei Szenarien, wie die Hafengegend bis 2050 dekarbonisiert werden könnte. Besonders bedeutend ist diese Studie durch die Tatsache, dass sie von einem wichtigen ökonomischen Akteur in Auftrag gegeben wurde, der diese strategisch unter Einbezugnahme anderer wirtschaftlicher Unternehmen und Stakeholder umsetzen will.

Eine weitere wegweisende Studie wurde vom Wuppertal Institut bereits 2015 veröffentlicht: die Länderstudie für Deutschland, welche innerhalb des Deep Decarbonization Pathways Project (DDPP) entstand. Die Forscherinnen und Forscher analysierten Szenarien für eine tiefgreifende Dekarbonisierung in Deutschland, beleuchteten wichtige Klimaschutzstrategien und diskutierten die Vorteile, die mit einer Dekarbonisierung einhergehen.

Beide Studien betonen ausdrücklich, wie zeitkritisch das Thema ist: Eine "business as usual"-Mentalität wird zu einem Scheitern sowohl der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens als auch der Reduktionsziele für Treibhausgase der EU führen.

Vielen Dank für Ihr Interesse,
Kerstin Eiwen (Redaktion)

https://wupperinst.org/newsletter/de/wi-news-13042017

Wuppertal Newsletter, Titelbild, Schema Hafen Rotterdam

Jonas

vor 8 years 11 months

Neuere Forschungen legen das nahe, dass der Klimawandel 
(Abschmelzen des arktischen Eises) den Jetstream und damit
Extremwetter-Ereignisse beeinflusst .. (auch wenn es noch nicht Konsens ist):
durch die geringere Eismenge in der Arktis nimmt das Meerwasser mehr Energie auf
(Selbstsverstärkung des Klimawandels ("arctic Amplifikation")) und die Temperaturunterschiede
zwischen Arktis und Tropen sind nicht mehr ganz so extrem (aber immer noch gross)
und daher wird der Jet-Stream "welliger" (warme Luft dringt tiefer nach Norden vor
wie an Weihnachten 2016 als es hierzulande ähnlich warm/kalt war wie am Nordpol ..)
und kalte Luft dringt weiter nach Süden vor. Solche "atmosphärischen Wellen" bleiben
länger an einem Ort .. (stationärer, stehende Welle).

Siehe auch (alle englisch, die Forschung ist nun mal englisch sprachig):
-->Jetstream-Übersicht
-->Verschwinden des arktischen See-Eises
-->Jetstream-Veränderung in England
-->Globale Erwärmung und Jet->Stream 
-->Jet-Stream und Wetterextreme 

Jetstream-Wellen, schematische Darstellung

Bild: Auswirkung Jet-Stream (Quelle:  http://www.skepticalscience.com/jetstream-guide.html )


Jetstream and Weather Extremes

Bild: https://phys.org/news/2017-03-extreme-weather-events-linked-climate.html

Jonas

vor 8 years 11 months

Die oben erwähnte Abhängigkeit des Wetters bei uns vom Jetstream
kann man auch unter dem Blickwinkel des Polarwirbels sehen (Polar Vortex):

wenn dieser durch das wärmeres arktische Meer keinen einzelnen ultrakalten Druckpol
ausbildet, sondern mehrere Kleine, dann ist das nicht gut für uns GärtnerInnen.

Im Mittel sind die Druck-Pole dann zwar nicht mehr so extrem kalt,
aber immer noch kalt genug um die Pflanzen durch Frost zu schädigen.
Im Gegenzug dringt auch noch mehr warme Luft in die Arktis
und verstärkt den Schmelzprozess noch mehr.

Der Jetstream wird durch die Klimaerwärmung stationärer und welliger, 
d.h. im langfristigen statistischen Mittel (Klima) beginnt sich abzuzeichnen
(inzwischen auch mit einer physikalischen Theorie stehender Wellen),
dass extremere Wetterperioden (lang warm, lang kalt) zunehmen.

Die Bilder sind aus dem Video des Artikels zum Bericht:
https://www.skepticalscience.com/5-yr-arctic-study.html

Direkter Link zum Bericht:
https://www.amap.no/swipa2017

Polar Vortex, single

Polar Vortex, multiple

Allgemein:

Die globale, menschengemachte Erwärmung ist intuitiv schwierig erfassbar.
Die Grundphysik dazu wird seit >100 Jahren erforscht, das ist alles abgesichert.
Vor allem angesichts der täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen und 
widersprüchlich scheinender Kälteperioden ist es intuitiv schwer verständlich.
Beim Jetstream bzw. Polarwirbel sind die verursachten Schwankungen gross,
aber die mittlere Gesamttemperatur der Luftmassen steigt global langsam aber stetig an.

Die Verteilung der Luftmassen hat für uns GärtnerInnen bereits jetzt unangenehme Folgen,
durch immer frühere Blüte und ausgeprägtere arktische Kaltluftausbrüche,
durch die Trockenheit z.B. im Südwesten und Franken, die Rekordhitze in 2015
(die noch durch den halbzyklischen El-Nino verstärkt wurde).

Es ist schwierig die 0,1 bis 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu "sehen", aber 
langfristig zeigen alle Indikatoren das (mehr Extremwetter, mehr warme 
Extremwetter als kalte, gemessene Temperatur, Satellitendaten (untere 
Schicht wärmer, es gibt aber auch welche die dadurch kälter werden), 
Luftfeuchtigkeit in der Luft gestiegen (wärmere Luft hält mehr Wasser), 
frühere Vegetationsbeginn, Migration von Spezies, Meeresspiegelanstieg,
usw. usw. usw.

Es gibt auch keine andere plausible Erklärung als die Veränderungen durch uns Menschen
(Sonnenintensität nimmt momentan eher ab, auch wenn sie sehr langfristig (Millionen Jahre) zunimmt),
natürliche Schwankungen verursachen keinen Warm-Trend, und eigentlich
müsste es nach den Eiszeitzyklen nun eher langsam wieder kälter werden, ...).

Es gab natürlich schon immer Klimawandel, aber die menschlichen Zivilisationen
haben sich alle in der geologisch relativ kurzen Zeit der letzten 8000 Jahre entwickelt:
wir gebieten nicht nur der Eiszeit Einhalt, wir entfachen ein Feuer:
der Unterschied zwischen einer Eiszeit und einer Warmzeit wie jetzt sind 
ca 4-5 Grad Celsius, 2 Grad (oder wenn wir soviel tun wie in Paris bis 
jetzt angekündigt: 2,7-3,5 Grad) sind alles andere als vernachlässigbar:

2 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Phase wird hart werden
von den Folgen her, die ja schon bei knapp 1 Grad Celsius jetzt schlimm sind
(Dürren (wärmer, mehr Verdunstung), Fluten (wenn die Luft dann gesättigt 
ist, mehr Wasser), Klimaverschiebungen, biologische Folgen (Korallensterben,
Artensterben, Ernteausfälle, ..) Meeresspiegel z.B. in Miami), aber 3,5 Grad
wären eine Katastrophe, die ausserdem noch mehr Selbstverstärkungseffekte
lostreten könnte (Methan im Permafrost schmilzt, ..)

Material:
Siehe Sammlung oben in diesem Beitrag: -->Link

Siehe auch:
https://www.skepticalscience.com/global-warming-keeps-on-keeping-on.html
NASA GisTemp

Jonas

vor 8 years 11 months

Artikel: Was bedeutet das 2 Grad Ziel (genaue Diskussion mit Szenarien, englisch):
https://www.skepticalscience.com/2017-SkS-Weekly-News-Roundup_18.html

Artikel: Ist das zwei Grad Ziel noch erreichbar? (deutsch)
http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/23028-das-co2-gesetz-ist-noch-erfuellbar

Es geht dabei nicht nur um CO2, sondern auch Methan, Stickoxide, Abholzung, ..
Konkret geht es also um weniger Fliegen, Autofahren, Heizen, Warmwasser,
Fleisch- und Milchkonsum, elektrische Geräte, Menge von Konsumgütern
(reparieren statt wegwerfen, langlebig statt billig), Biolandwirtschaft (teurer), ..).

Die Folgen des Klimawandels sind langfristig das Verschwinden der Küstenstädte,
der Verlust aller Häfen und damit der globalen technischen Zivilisation, 
mehr Extremwetter (warm wie kalt, aber mehr warme), trockene Gebiete
werden trocknener (mehr Wärme und Verdunstung), feuchte Gebiete feuchter
(mehr Wasserdampf in wärmerer Luft), Verluste bei Ernten, Wasserknappheit,
Wanderung von Spezies (z.B. krankheitsübertragende Mücken), Artensterben, ..
Hinzu kommt die Gefahr von unkontrollierbaren Selbstverstärkungseffekten
wie dem Schmelzen von Permafrost (warm -> schmelzen -> Methan -> noch wärmer ..).
Von der industriellen Zivilisation hängt aber nicht nur der verzichtbare Überkonsum
von uns global reichen Menschen ab, sondern auch die Ernährung und Gesundheit
von Milliarden von armen Menschen, die zudem einen deutlich geringeren Anteil
am Klimawandel haben.

Studie: Bild aus der englisch-sprachigen 60 seitigen Studie: Oil Change International
http://priceofoil.org/content/uploads/2016/09/OCI_the_skys_limit_2016_FINAL_2.pdf 

Emissions-Szenarios

Jonas

vor 8 years 10 months

Im neuesten Newsletter des Umweltinstitut München wurde 
auf eine Antwort der Bundesregierung zum Thema Vogelsterben hingewiesen:

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/vogelsterben-nimmt-dramatische-ausmasse-an.html

"(05.05 2017)  In Deutschland und Europa ist die Zahl der Vögel drastisch gesunken. Vogelarten, die in Agrarlandschaften leben, sind besonders betroffen. Die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten ist in der EU zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen. Das entspricht einem Verlust von 57 Prozent.

.. (-->ganzer Artikel) ..

Gründe für das Artensterben

Als Gründe für das Vogelsterben nennt die Bundesregierung unter anderem das Fehlen geeigneter Lebensräume und das fehlende Angebot an Nahrung. Vielen Vögeln dienen Insekten als Nahrung, doch bei diesen ist ebenfalls ein massives Artensterben zu beobachten. Denn auch Insekten fehlt es durch den Einsatz von Unkrautvernichtern an Lebensraum und Nahrung, oder sie werden gezielt durch Insektengifte vernichtet. Bei einigen Insektenarten ist der Bestand um 90 Prozent zurückgegangen, einige Arten sind bereits ganz verschwunden. Das Insekten- und Vogelsterben steht in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz von Herbiziden und Insektiziden in der intensiven und industrialisierten Landwirtschaft. Dies räumt auch die Bundesregierung in ihrer Antwort ein.

-->ganzer Artikel 

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6gel

Bild: Sperrling, Wikipedia, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:House_Sparrow_(M)_I_IMG_7881.jpg
Sperrling

Jonas

vor 8 years 10 months

Behörde "übersieht" krebserzeugende Wirkung von Glyphosat in acht Studien

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

gleich in acht Studien hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) signifikante Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat "übersehen". Dies wirft der anerkannte Toxikologe Prof. Christopher Portier dem BfR vor. Offenbar hat sich das BfR auf die von den Herstellern eingereichte Bewertung verlassen, statt deren statistische Auswertungen zu hinterfragen.

Das könnte weitreichende Folgen haben. Denn auf  Basis der Bewertung durch das BfR haben die europäischen Behörden Glyphosat als „nicht krebserregend“ eingestuft. Und diese Bewertung dient der EU-Kommission als Begründung mit der sie das Ackergift demnächst für weitere zehn Jahre zulassen möchte.

Die Ungereimtheiten bei der Bewertung von Glyphosat reißen nicht ab.Sie müssen endlich restlos aufgeklärt werden. Dazu muss ein Untersuchungsausschuss im Europäischen Parlament eingesetzt werden. Wir fordern außerdem, Glyphosat endlich von den Äckern zu verbannen: zum Schutz von Menschen, Tieren und unserer Umwelt! Deshalb wollen wir europaweit eine Million Stimmen für ein Glyphosat-Verbot sammeln. Rund 800.000 Unterschriften haben wir schon. Helfen Sie uns, die Million vollzumachen!  

Unterzeichnen Sie jetzt die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat!

 

Jonas

vor 8 years 9 months

Die Million ist erreicht, es ist geschafft: 
die EU-Kommission muss sich mit der Petition 
der europäischen Bürgerinitiative befassen!

http://www.taz.de/Buerger-gegen-Glyphosat-Zulassung/!5420982/

 


E-uropäische B-ürger I-nitiative
gegen das Totalherbizid:

EBI Glyphosat Logo

-->EBI (bei Campact)

 -->Stellungnahme Bioland 

-->Info Umweltinstitut München (Neue Untersuchung belegt Manipulationen bei der Bewertung von Glyphosat)