Dieser Beitrag ist veraltet:
bitte die -->Notizen von 2019 beachten!
2018: Notizen zu den Informationsveranstaltungen des Gutes Riem / SGM.
Notizen der vergangenen Jahre, angepasst für die Änderungen von 2018.
Wie immer keine Gewähr: dies sind private Notizen, relevant ist ausschliesslich das Gut Riem (-->Link zur offiziellen Seite der Krautgärten der Stadtgüter). Die Notizen ersetzen auch keine gezielten persönlichen Nachfragen bei den Informationsveranstaltungen: wer verhindert war und Fragen hat: bitte am -->Krautgarten-Telephon nachfragen.
INHALT: (2018)
- NEUERUNGEN: wichtige Neuerungen gegenüber 2017 für AltgärtnerInnen
- STRUKTUR: was sind die Krautgärten, Regeln
- ABLAUF des Krautgartenjahres für Neulinge
- HINWEISE zu einzelnen Themen
- STANDORTE: Hinweise für einzelne Standorte
- SONSTIGES
NEUERUNGEN 2018: wichtige Neuerungen gegenüber 2017 für AltgärtnerInnen
(Stichpunkte: Details und Alle Themen siehe unten)
- Ausgabe der Jungpflanzen des Parzellenstandards in GRAUER PFLANZ-KISTE (statt Ablage auf den Parzellen):
KISTENRÜCKGABE NOCH AM ÜBERGABETAG: DIE KISTEN WERDEN AM NÄCHSTEN TAG WIEDER BENÖTIGT!
Neuer Kisten-Plan was wo in der Kiste ist, zusätzlich zum Anbau/Pflanzplan was wohin soll. Der Kisten-Plan (Nachtrag: eingescannt siehe unten als Kommentar) wird zusammen mit der grauen Pflanz-Kiste übergeben. Wer die graue Pflanz-Kiste nicht am eigenen Übergabetag leer zurück gibt, bekommt eine Rechnung über 20 Euro. Die grauen Pflanz-Kisten werden vom Gut Riem bereits am nächsten Tag frühmorgens beim Vorbereiten der nächsten Parzellenübergabe wieder benötigt!
Nachtrag: die Listen wurden in Aschheim (erste Übergabe 2018) in der Nähe der Kasse abgegeben.
- Im Brief: Liste mit Jungpflanzen-Einkaufsliste, die beim Verkauf zusätzlicher Bio-Jungpflanzen zusätzlich zum Parzellenstandard mit eigenem Behältnis (Korb, Schachtel, ..) vollständig ausgefüllt abgegeben werden muss, um die Verkäufe zu beschleunigen.
Nachtrag nach der ersten Parzellenvergabe in Aschheim: man sollte sich bei A anstellen (nur eine Schlange) und dann mitgehen,
während das Mitglied vom Team die Bestellungen alphabethisch in das mitgebrachte Behältnis legt (für eventuelle Fragen).
Bei Z war dann die Kasse, wo auch die Rückgabe der grauen Pflanzkisten (s.o.) war.
- Mithilfe für Standorte gesucht: für kleine Arbeiten (Brunnen flott bekommen, Schlauch abdichten, Werkzeug festziehen). Die Zuständigkeit/Haftung bleibt beim Gut Riem und auch der Kontakt erfolgt nur über das Gut Riem: es handelt sich nur um ein Delegieren von Kleinarbeiten, die die Anfahrt für das Gut Riem nicht lohnen. Stand 9.3.: es werden noch MithelferInnen gesucht für: Hohenbrunn, Neuperlach, Aschheim, Berg am Laim
STRUKTUR: was sind die Krautgärten, Regeln
Krautgärten der Stadtgüter München (Gut Riem/SGM):
Leistung: für relativ wenig Geld bieten die Stadtgüter München (Gut Riem/SGM) eine grosse Leistung (Land, Bodenbearbeitung, Grunddüngung, Erstbepflanzung, Werkzeuge, Wasserversorgung, Wegepflege, Jungpflanzenverkauf, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, ..), und das in Bioland-Qualität! Die Stadt München tut hier Grosses, damit viele Menschen einen leichten, unkomplizierten Zugang zu einem Stück Land haben können und dort mit Kind und Kegel biologisch angebautes Gemüse hegen, pflegen und ernten können, mit immer neuen, meist sehr netten Nachbarn (wechselnde Parzellen). Viele Dinge, die in selbstorganisierten Gärten anfallen (Organisation als GmbH oder Verein, Organisationstreffen, Landpachtung, Verträge, Wasserversorgung, Bodenbearbeitung, Erarbeitung von Richtlinien, Infrastruktur (Wasser, Werkzeug, ..) usw. fallen also nicht an, ebensowenig wie jahrelange Wartezeiten für Schrebergärten und tausende von Euro Ablöse für ein Schrebergartenhäuschen ..).
Vertragliche Pflichten: Vertragliche Grundlage sind die Bioland-Richtlinien (-->Link zur offiziellen Seite der Krautgärten der Stadtgüter): kein Mineraldünger, kein Gift (Blaukorn, ..) keine Pestizide (Gifte, ..), nur Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen, nur Bio-Anzuchterde, Nachfragen am Krautgarten-Telephon bei Pflanzenschutz/stärkung. Verletzungen der Bioland-Richtlinien führen zur sofortigen Kündigung der Parzelle, auf Dauer . Die Einhaltung der Richtlinien wird insbesondere durch Kontrollgänge vom Gut Riem überprüft und auch Hinweisen durch Parzellennachbarn nachgegangen. Siehe -->Bioland-Richtlinien , -->Vertrag und Krautgarten-Telefon . Weitere Pflichten : Pflege der Parzelle: besonders wichtig am Anfang, um Pfingsten und Anfang der Sommerferien, damit Saaten und junge Kulturpflanzen eine Chance gegen die Wildpflanzen haben. Ungepflegte Parzellen werden per Brief abgemahnt. Weitere Nicht-Pfege führt zur Kündigung und Mulchung (alles wird abgeschnitten, um ein Aussamen bzw. Ausbreiten der Beikräuter zu unterbinden (Quecken, Disteln, ..)). Am Schluss der Saison muss die Parzelle zurückgegeben werden, befreit von allen eigenen Hilfmitteln und nicht schnell verrottbarem Material (restlos zu beseitigen insbesondere: Schnüre, Stangen, Plastikteile, Vlies, Netze, ..) . Das Gut Riem bietet zu einem moderaten Preis einen Komfort, den Gärtner in selbstorganisierten Krautgärten nicht haben (Brunnen, Werkzeug, Umgraben, Düngen, Bio-Grundbepflanzung, Jungpflanzenverkauf, Krautgarten-Telephon, ..), aber man muss die eingegangene Arbeit auf sich nehmen, oder im Gut anrufen, wenn Verhinderung vorliegt, damit die Parzelle ggf. an Leute auf der Warteliste weitergegeben werden kann.
Die Parzellen sind 2m*15m oder 4m*15m, .. gross. Es gibt 10-11 Beete à 1,5m * 2/4/.. m pro Parzelle (insgesamt 2m * 15m = 30qm, oder 4m * 15m = 60qm, ..), 10-11 Beete pro Parzelle, je nach Standort (manche Standorte: kein Platz für 11, im Vertrag sind 10). Die (grossen) Parzellen dürfen nicht kommerziell genutzt werden. Die Parzellen sind beidseitig abgetrennt durch Pfosten , die man mit einer Schnur als Grenze zum Nachbarn verbindet.
An einem Pfosten ( vorne ) ist eine Nummer angebracht: rechts daneben ist die Parzelle mit dieser Nummer. Hinter den Pfosten ohne Nummer ( hinten ) ist das Kompost-"Beet" (das nicht mehr zur Parzelle gehört und nicht bepflanzt werden darf), wo Pflanzenreste abgelegt werden können und vom Gut Riem beim Mähen der Zwischenwege entfernt/zerkleinert werden. Siehe schematisches Bild unten und Bild mit Schnüren unten.
Bepflanzung : ein Teil der Bio-Jungpflanzen ist angesät und (neu 2018) ein Teil wird in einer grauer Pflanz-Kiste als vorgezogene Jungpflanzen bei der Parzellenübergabe zusammen mit dem Kisten-Plan übergeben. Die graue Pflanz-Kiste muss sofort nach Entladen der Pflanzen in ein eigenes Behältnis oder nach Abstellen auf der eigenen Parzelle wieder leer zurückgegeben werden: sie wird schon am nächsten Tag frühmorgens vom Gut Riem für die nächste Parzellenübergabe wieder benötigt! Wer die graue Pflanz-Liste nicht am Tag der eigenen Übergabe sofort zurückgibt, erhält eine Rechnung über 20 Euro. 1-2 Beete sind frei für die eigene Bepflanzung Zusätzliche wärmeliebende und andere Bio-Jungpflanzen werden bei der Übergabe der Parzellen und im Juni zum Verkauf angeboten. Bioland-konformer Dünger ist dann ebenfalls erhältlich. Man muss die vorgegebenen Kulturen nicht behalten (Jungpflanzen verschenken/tauschen, Saatreihe umhacken).Die Parzellenübergabe wird einige Wochen vor dem Termin (wetterabhängig) per Brief bekanntgegeben. Der Brief mit dem genauen Termin kommt mindestens 2 Wochen vorher (langfristigere Planung nicht möglich wegen Wetter).
Grosses Werkzeug, Giesskannen und Wasser werden bereitgestellt: grosses Werkzeug = Spaten, Grabgabel, Hacken, Rechen; kleine Schaufel, Handhacke, etc. muss man selber mitbringen. Siehe auch Hinweise zum Ablauf (am ersten Tag können die Giesskannen knapp sein, je nach Wetter).
ABLAUF des Krautgartenjahres für Neulinge
Anmeldung für eine Parzelle: bis Ende Anfang Dezember.
Brief des Gutes Riem mit Bestätigung der Parzelle, Rechnung (Januar/Februar). Im Brief werden auch die Informationsveranstaltungen bekanntgegeben. Die Rechnung ist sofort zu bezahlen. Stornos bitte vermeiden: bitte vorher gut überlegen, ob man einen Krautgarten wirklich will. Bei Nichtbezahlung verfällt die Bestellung und die Parzelle wird an die Warteliste vergeben.
Vorbereitung durch das Gut Riem : vor Ostern, sobald das Wetter es zulässt: pflanzlicher Dünger wird gestreut und nur ca. 10 cm tief eingearbeitet. Es folgt die Beetbearbeitung, mehrfaches grubbern, .. Nach der maschinellen Bearbeitung werden die Parzellen mit Pfosten abgegrenzt. Währenddessen wurden die Bio-Jungpflanzen des Parzellen-Standards (Liste kommt per Post) und weitere für den Bio-Jungpflanzenverkauf vom Gut Riem organisiert (Demeter, Jungpflanzen Stefan).
Brief des Gutes Riem mit den Terminen aller Parzellenvergaben, mit dem Anbauplan, Pflanzplan sowie der Liste der Bio-Jungpflanzen, die man ausserhalb des Parzellenstandards käuflich erwerben kann und (neu 2018) die auch darauf aufgedruckte Einkaufsliste für den Jungpflanzenverkauf (s.u.). Die Pläne werden gescannt und hier im Forum eingestellt, sobald vorhanden (falls sie jemand verlegt, oder vom Acker aus am Smartphone nachsehen will). Im Anbauplan steht, was wo angesäät wurde, welche Jungpflanzen für welche Beete vorgesehen sind und welche Folge-Kulturen nach Abernten sinnvoll sind. Im Pflanzplan sind die Pflanz- und Reihenabstände enthalten. Die Einkaufsliste der Bio-Jungpflanzen des zusätzlichen Jungpflanzenverkaufes listet alle verfügbaren zusätzlichen Bio-Jungpflanzen auf: die Einkaufs-Liste muss beim Jungpflanzenverkauf (s.u.) abgegeben werden, um die Bearbeitung zu beschleunigen.
Parzellenvergabe, erster Jungpflanzenverkauf : der Termin ist leider nicht langfristig planbar (Wetter!), er wird vorher per Brief bekanntgegeben, s.o. Für die Parzellenübergabe muss man 2-3 Stunden einplanen. Zur Parzellenvergabe muss man persönlich erscheinen oder eine Stellvertretung schicken (die beim Aufruf des Namens des Bestellers der Parzelle reagieren muss), sonst verfällt die Parzelle. Jeder Standort wird an einem eigenen Tag übergeben, spätnachmittags/abends.
Als erstes erfolgt nochmal eine kurze Begrüssung/Einführung, dann werden die Parzellennummer gezogen und die grauen Pflanz-Kisten mit den Jungpflanzen des Parzellenstandards übergeben. Zusätzlich wird der Kisten-Plan übergeben, der auflistet, was wo in der Kiste ist (die Kohlpflanzen sind schwer unterscheidbar). Die graue Pflanz-Kiste muss noch am Tag der eigenen Übergabe leer zurückgegeben werden, da sie bereits am nächsten Tag frühmorgens für die nächste Parzellenübergabe wieder benötigt wird! Wer die graue Pflanz-Kiste nicht am Tag der Übergabe zurückgibt, erhält eine Rechnung über 20 Euro.
Danach beginnt der zusätzliche Bio-Jungpflanzenverkauf (zusätzliche wärmeliebende Pflanzen, Pflanzen ausserhalb des Parzellenstandards oder falls man mehr von einer Sorte anbauen will, als im Standard enthalten ist). Die Pflanzenmenge ist reichlich (Reste werden an Schulgärten verkauft, ..), es kann aber vorkommen, dass einzelne Sorten ausgehen. Die Jungpflanzen des Parzellenstandards können sofort nach der Ziehung der persönlichen Parzellen-Nummer eingepflanzt werden oder einfach nur eingeschlagen werden, d.h. in eine kleine Mulde gestellt und mit Erde angehäufelt und ggf. gegossen werden und evtl. (Kälte, Feldhase, ..) mit Vlies oder Netz überdeckt werden und erst am Tag danach oder noch später (ggf. nachgiessen) eingepflanzt werden. Die wärmeliebenden zusätzlich gekauften Jungpflanzen setzen viele KrautgärterInnen erst nach den Einheiligen (15. Mai) ein oder je nach Grosswetterlage.
Zum Einpflanzen benötigt man nur Kleinwerkzeug (das man selbst mitbringen muss). Am ersten Tag kann es (je nach Wetter) sinnvoll sein eine eigene Gießkanne mitzubringen, später reichen die Kannen im Werkzeugkasten meist aus. (Hinweis: wenn sich einer beim Jungpflanzenverkauf anstellt und ein anderer schon einpflanzt, geht es schneller).
Bitte Schnur mitbringen, um die Parzellen abzugrenzen. Die Schnur muss am Ende der Saison wieder restlos entfernt werden, sonst werden die Maschinen des Gutes Riem zerstört und das Krautgartenprojekt durch Reparaturkosten gefährdet. Zurückgelassene Schnüre führen zur Berechnung der Gebühr für nicht ordentlich abgeräumte Parzellen.
Vliess zur Abdeckung wurde zum Anfassen gezeigt, ebenso Netze, siehe gesammelte Linkliste hier im Forum: -->Hilfsmittel . Siehe unten für weitere Notizen zum Thema Vlies (Frostschutz, Hasenschutz) und Netze (weisse Fliege usw.).
An einem Pfosten ( vorne ) ist eine Nummer angebracht: rechts daneben ist die Parzelle mit dieser Nummer. Hinter den Pfosten ohne Nummer ( hinten ) ist das Kompost-"Beet" (das nicht mehr zur Parzelle gehört und nicht bepflanzt werden darf), wo Pflanzenreste abgelegt werden können und vom Gut Riem beim Mähen der Zwischenwege entfernt/zerkleinert werden. Siehe schematisches Bild unten und Bild mit Schnüren unten.
Kontinuierlich: Kontroll- und Pflegegänge des Gutes Riem : das Gut Riem kontrolliert die Einhaltung der vertraglichen Pflichten und spricht Mahnungen, Kündigungen wegen regelwidrigen Verhaltens aus. Hinweise der Nachbarn und Indizien führen zu Konsequenzen: das ist auch gut so: keiner will Gift neben seiner Parzelle, oder im nächsten Jahr Gift im Boden oder viel Beikraut. Weiter werden die mit Klee eingesäten Wege und Ränder gemäht und das Kompostebeet gemulcht (alles zerkleinert) oder entleert.
Die Pflege der Zäune in den betreffenden Standorten ist Aufgabe der KrautgärtnerInnen: bitte nicht nur die eigenen 2m Rand pflegen, sondern auch mal bei den langen Randstücken mit anpacken. Pflege heisst: Zaun nicht einwachsen lassen, Gras in einem Streifen von 10-20 um den Zaun herum abschneiden. Wird der Zaun nicht gepflegt, so wird er wieder abgebaut.
Brief des Gutes Riem mit Bekanntgabe des zweiten Jungpflanzenverkaufs.
Der zweite Jungpflanzenverkauf findet meist an drei Standorten statt.
Zweiter Jungpflanzenverkauf (Juni) : nachdem die Erstkulturen teilweise abgeerntet sind (oder schon vorher durch Eigenanzucht/Aussaat oder beides) kann die Fläche noch weiter bis zum Ende der Saison genutzt werden. Alle Termine sind offen für alle KrautgärtnerInnen des Gutes Riem (und nur für diese). Der zweite Jungpflanzenverkauf wird per Anschreiben bekanntgegeben. Dort werden auch/insbesondere Herbst/Wintergemüse angeboten: Feldsalat, Rosenkohl, Herbstwirsing, Herbstlauch, .. Für die Zweitkulturen für besseren Ertrag evtl. nachdüngen. Dünger beim Jungpflanzenverkauf des Gutes Riem erhältlich.
Brief des Gutes Riem mit Rückgabetermin und Rückmeldeformular.
Mit dem Rückmeldeformular können bestehende KrautgärtnerInnen bevorzugt eine Rückmeldung vornehmen (bitte nicht aus Sorge vorher extra anmelden, das kann zu Missverständnissen und Doppelbuchungen von Parzellen führen (Stornokosten)).
Rückgabe der Parzelle
Die Parzelle muss komplett von nicht schnell verrottbarem Material gesäubert werden: auch verrottbare Folien zählen dazu (verrotten nicht schnell genug). Plastik, Metall, Stangen (auch Holz) usw. muss abgeräumt werden. Schnüre ebenfalls sorgfältig entfernen, diese können den Maschinen gefährlich werden (wickeln sich in Lager ein) und hohe Reparaturkosten verursachen, die an allen KrautgärtnerInnen in Form von Preiserhöhungen hängenbleiben. Unvollständiges Abräumen der Parzelle führt zur Kündigung, d.h. man bekommt im nächsten Jahre keine Parzelle mehr. Eine unvollständig abgeräumte Parzelle führt zu einer Säuberungsgebühr.
HINWEISE zu einzelnen Themen
Düngung :
- Düngung der Jungpflanzen erst nach einigen Wochen (ausser Zweitpflanzung Kohl, ..)
- Bitte immer am Krautgartentelephon nachfragen
- Bioland-kompatibler Dünger ist beim ersten und zweiten Jungpflanzenverkauf erhältlich.
Einpflanzen :
Erdpresstopf (kleiner Erdwürfel, in dem die Jungpflanzen wachsen) aufweichen, sonst kann sich das Wurzelwerk schlecht nach aussen in die umliegende Erde ausbreiten.
Werkzeug :
bitte pfleglich behandeln, bitte reinigen, ordentlich in die Kiste, festschrauben wenn locker geworden, Benachrichtigung des Gutes Riem wenn defekt; ggf. auch neu auf die Kisten verteilen, wenn es sich ungleich ansammelt (alle Kannen in einer Kiste, alle Hacken in der anderen ..).
Vlies :
Wird beim Jungpflanzenverkauf nicht angeboten, ist aber bei Dehner/Baumarkt, ... erhältlich (nach der Saison entfernen, nicht am Feld in der UV-Strahlung zerbröseln lassen: lieber mit nachhause nehmen, vorsichtig kalt auswaschen und nächste Saison wieder verwenden). Vlies muss locker genug sein, aber gut am Boden befestigt (zB. mit grossen Steinen, gegen Sturm) oder gar mit Erde durchgängig am Rand am Boden gehalten, damit keine Kohlfliegen oder Zwiebelfliegen eindringen). Das Gut Riem wies (2015/2016) auch auf die Infobroschüre der LWG zu Vliese/Folie hin: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/binary/B6XTCVV2YRXY6NCMZVS7HU6H6HINO3SH/full/1.pdf
Je nach Standort (geringer Verbiss durch Hasen und Wild) geht es auch ganz ohne Vliess und (wenn man die Kohlfliege manuell beseitigt (viel Arbeit!) oder versiert in Mischkultur ist) ohne Netz über den Kohl. Die Lauchfliege bekommt man (auch) weg, indem man den Lauch abschneidet: er wächst dann wieder nach, ohne die Würmer, siehe die vielen Hinweise zu Gemüsen im Forum: -->Gemüse Linksammlung .
Aufbauten: bitte keine / möglichst wenig Aufbauten. Das Planungsreferat / Planungsrecht gibt vor, dass auf Ackerland keine Aufbauten sind: wenn es übertrieben wird, kann es sein, dass das Gut Riem gezwungen ist, die Aufbauten (Tomatenhäuser, etc.) wieder abbauen zu lassen, um rechtliche Probleme zu vermeiden und die Krautgärten zu erhalten. Die Jungpflanzen, die beim Jungpflanzenverkauf angeboten werden, sind strukturell freilandgeeignet (bei extrem schlechter Witterung kann natürlich trotzdem es immer Einbussen geben).
Fruchtfolge/eigene Gestaltung:
Die vorgegebene Bepflanzung ist nicht zwingend: man kann Pflanzen verschenken oder tauschen .. Bepflanzung mit Blumen und anderen Insektenlockern ist möglich und sinnvoll, ebenso wie Zwischennutzung (Gründüngung, Blühmischung, auch im Nachgang). Dennoch gibt der Pflanzplan eine Fruchtfolge vor, die einzuhalten Sinn macht, da gegenüber dem Vorjahr eine abwechslungsreiche (und schädlingsmindernde) Nutzung vorschlägt/vorgibt.
Giessen :
Jungpflanzen anfangs gut giessen (feucht), dann weniger. Später lieber nur alle 3-4 Tage (oder noch weniger, je nach Feuchtigkeit) die Pflanzen "erziehen" zu viel Wurzelwachstum, und durch Hacken der Oberfläche Tiefenwurzelwachstum anregen (kein Oberflächenwachstum der Wurzeln). Die Leiterin des Gutes Riem hat 2014 nur 3-4 mal gegossen. (2015 war Ausnahmejahr (Hitzerekorde), wo man ausnahmsweise auch mal öfter giessen musste). Giessen am Pflanzenstiel/Wurzel, der Rest verdunstet nur. Auflockern/Hacken des Bodens (feste Oberfläche mit Löchern und tiefen Kanälen fördert Verdunstung aus der Tiefe).
Brunnenpumpe: Bedienung und Wartung :
Bitte die Brunnen vorsichtig (mit Gefühl) behandeln, sie gehen sonst kaputt und alle haben kein Wasser mehr. Mit ruhigen Zügen Auf und Ab Pumpen (siehe Bild unten), kein Ruckartiges schnelles Pumpen (beschädigt Dichtungen), keine Seitwärtsbewegung des Schwengels, keine Kinder am Brunnen herumturnen lassen. Siehe Bild unten. Wenn der Brunnen ausgetrocknet ist, oben Wasser eingiessen und vorsichtig wieder pumpen bis er wieder Wasser zieht (zur Vorsicht immer 1 Liter Wasser dabei haben, oder wenn vorhanden sauberes (sandfreies) Wasser aus dem Bottich verwenden: Sand kann das Leder, das zur Dichtung verwendet wird, auf Dauer beschädigen). Krautgärtner Detlev aus Berg am Laim hat einen sehr schönen Beitrag zur Bedienung und Wartung der Brunnenpumpe geschieben. Dort sind auch Bilder des Innenlebens: -->Brunnenpumpe .
Kompost :
auf das Kompostbeet, NICHT am Brunnen sammeln: dort bildet sich sonst ein Schneckenherd, weil der Kompost im grossen Haufen nicht austrocknet und nicht abgefahren wird: Kompost auf dem Kompostbeet wird beim Mähen des Streifens hinter der Parzelle mitgenommen oder zerkleinert. Am Kompostbeet soll nur Kompost gesammelt werden: keine Steine, kein Vlies-Zwischenlager, keine Metallteile: das wird zerstört oder zerstört die Maschinen des Gutes Riem, die den Kompost zerkleinern.
Steine :
Wie Kompost nicht beim Brunnen, Werkzeugkiste oder gar auf öffentlichen Flächen sammeln (Ärger mit Stadtverwaltung). Grosse Steine braucht man ohnehin für Vlies-Befestigung und kleine Steine kann man einfach in die Wege zwischen den Beeten werfen, wenn sie stören (Steine haben grosse Oberfläche durch Mikro-Zerklüftung und speichern Wärme für die Nacht, liefern Mineralien an den Boden).
Kartoffelkäfer
Bitte Absammeln, damit die Plage sich nicht ausbreitet.
-->Bilder zu Kartoffelkäfer, Gelege (orange Eier), Maden
Pflanzenschutz :
passiv ist erlaubt ((weisse) Vliese, Netz). Auch bei biologischem Pflanzenschutz Nachfrage (Indikation) beim Gut Riem nötig. Selbst bei Pflanzengesundheit Nachfrage beim Gut Riem nötig (Indikation). Vliese ist ein leichtes, wasserdurchlässiges weisses (leider Plastik-) Gewebe, das zum Kälteschutz (Eisheilige), zur Verfrühung (Wärme unter dem Vlies, weniger Verdunstung) und Pflanzenschutz (Insekten, Hasen, Krähen) eingesetzt werden kann. Wenn es zu warm wird, sollte es durch Netze (weniger fein, mehr Luftzirkulation) ersetzt werden. Das Vlies sollte gut am Boden befestigt werden (Wind bei Sturm, Insekten, die Löcher nutzen: bei Kohl kann man die Netze sogar mit Erde behäufeln, damit die Kohlfliege nicht eindringen kann, allerdings kann man dann nicht so leicht jäten).
Urlaub :
Bitte vorsorgen und Parzelle von anderen (im Austausch) mitpflegen lassen (Kartoffelkäfer absammeln, Beikraut nicht auswuchern lassen, Giessen bei Bedarf). Wichtig ist die Pflege insbesondere Pfingsten (Beikraut!) und am Anfang der Sommerferien ..
Überlastung :
Wenn man die Bewirtschaftung der Parzelle nicht mehr schafft, bitte sehr rechtzeitig beim Gut Riem zurückgeben, damit das Beikraut nicht aussamt oder die Parzelle ggf. noch an Interessenten weitergegeben werden kann (oder selber weitergeben, wobei der Vertrag und die Verantwortung nicht übergehen).
Ausnutzung der Parzelle :
Beim zweiten Bio-Jungpflanzenverkauf Zweitbepflanzung möglich oder durch eigene Aussaat im Spätsommer oder sogar Herbst. Hinweise zum Nachpflanzen auf dem Pflanzplan (siehe Brief). Nicht zu spät ernten (Radieschen und Kohlrabi nicht holzig werden lassen, lieber Ernte verteilen und Platz machen für neue Kulturen). Wenn man die Parzelle nicht mehr nutzt, kann man mit Gründüngung den Boden und mit Blühmischungen Bienen und Insekten fördern.
Abräumen der Parzelle :
Alle Plastikreste, Stangen, Mulchvlies (auch wenn angeblich verrottbar nicht schnell genug für den Krautgarten) entfernen, dito Vlies, Netze (Plastik zerbröselt zwar im UV-Licht, aber nur in kleine Teile, die die Umwelt vergiften).
Konflikte :
Gut Riem kann bei Konflikten helfen (Kontakte, ..) aber diese nicht regeln: das müssen die Beteiligten (Nachbarn) selbst regeln (Gespräche, zur Not städtische Mediationsstelle -->Steeg ).
Offenheit (Menschen und Hunde) :
Die Hunde bitte auf den Grünflächen ausserhalb der Parzellen (ausser Reichweite von Gemüse und Brunnen, falls jemand Hunde-Angst hat) anleinen. Die allermeisten Hundebesitzer respektieren, dass man Hunde nicht auf ein Gemüsefeld laufen lassen darf. Die restlichen kann man ansprechen. Auch für Menschen sind die Krautgärten prinzipiell offen (die Hauptwege). Menschen, die die Arbeit nicht respektieren (Diebstahl, Vandalismus) kann man ansprechen oder bei Wiederholungsfällen auch die Polizei und/oder das Gut Riem benachrichtigen, das in der Vergangenheit dann Öffentlichkeit-Arbeit geleistet hat. Selbst die Schrebergärten (in denen oft eingebrochen wird) gehen inzwischen dazu über die Gärten eher länger umabgesperrt zu lassen, da mehr Menschen mehr Sozialkontrolle bieten und effektiver als Zäune sind ..
Wege/Schatten :
Bitte mit den Nachbarn absprechen. Gemeinsamer Weg an Parzellengrenze mit Nachbarn absprechen, sonst in der Mitte der eigenen Parzelle anlegen. Hohe Pflanzen an der Parzellengrenze im Einvernehmen mit Nachbarn (z.B. Bohnenstangen eher am Ostrand platzieren und hohe Blumen (Cosmea) dem Nachbarn zum Abschneiden anbieten).
Möglichen (möglichst minimalen) Tomatenschutz so stabil bauen, dass er nicht auf die Pflanzen von Nachbarn geweht wird (mit Schnüren und langen/spiraligen Heringen befestigen! Man denke an Orkane!) und diese zerstört und wegen Schatten mit den Nachbarn absprechen.
Selbstgesammeltes Saatgut :
Saatgut muss nachverfolgbar biologisch zertifiziert sein, keine Ausnahme. Unterstützung der Bio-Betriebe für die Vermehrung alten Saatgutes sinnvoll (Arche Noah, Dreschflegel, Bingenheimer, siehe -->Bio-Bezugsquellen ). Gebeiztes (also hochgradig vergiftetes, für Vögel tödlich) Saatgut ist heute nicht mehr wie früher am bunten "Coating" erkennbar: die Giftschichten sind unsichtbar. 3 Körner konventionell "gebeiztes" also vergiftetes Saatgut töten eine Maus: das mag niemand auf dem Teller haben.
Literatur :
z.B. "Das grosse Biogarten-Buch" (Arche Noah). Das kleine Handbuch der Gemüsekunde (kleines grünes Heft in der Auslage bei den Informationsveranstaltungen): momentan nicht mehr bei der Uni Kassel online, aber z.B. hier: Kleines Handbuch der Gemüsekunde (Online-Version, PDF). Siehe auch --> Garten-Links/Bücher .
STANDORTE: Hinweise für einzelne Standorte
Toiletten sind i.A. nicht vorhanden, ausser neuerdings bei einzelnen Standorten (Dixi in Neuperlach). Sonst weiterhin nicht vorgesehen; bitte nachfragen, falls es Probleme damit gibt, damit das angegangen werden kann.
Hohenbrunn: Arbeitsgruppe füllt Tankwagen mit Feuerwehrschläuchen: bitte den Hahn immer zudrehen, bitte sparsam mit Wasser umgehen. 2018: Es werden noch 2-3 Mithelfer für die Tank-Gruppe gesucht
SONSTIGES
Die Flyer der Krautgärten gibt es nun in vielen Sprachen.
2018: ???? Krautgarten-Parzellen (Riem + privat), Projekt kommt aus Wien. In München seit 18/19 Jahren.
Bei Handicap kann beim Riem eine spezielle Parzellenlage beantragt werden (Nachweis). Bitte bis 1.April beantragen (manche Einrichtungen (Kindergarten, Alten-Service-Zentrum, Flüchtlingsgarten der Kirche, ..) benötigen die ansonsten nicht so beliebten Randparzellen, damit der Zugang besser ist, Behinderte müssen näher am Brunnen sein).
Link zu Literatur vom -->Winter-Gemüse-Vortrag (2016)
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Siehe auch :
-->BIOLAND-Richtlinien (Vertragsgrundlage!)
-->Vortrag über organische Düngung, PDF, ...
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Damit die Neulinge sich das mit den Parzellen/Schnüren besser vorstellen können:
Und wer es lieber schematisch mag, aber Vorsicht: das ist der Beispiel-Pflanzplan von 2011 , der Pflanzplan von 2012, 2013, 2014, 2015 war anders und der von 2016 wird wieder anders sein!!!: die Pflanzenzahlen beziehen sich auf eine 30qm Parzelle (2m x 15m) :

Zum Schemaplan: Ich selber hatte im ersten Jahr 30qm (2m x 15m), später 60qm (4m x 15m). Ich mache mir immer in der Mitte der Parzelle einen Mittelweg (mittlere blaue Linie). Die schwarzen Linien entsprechen den Wegen zwischen den Beeten (= Traktorspuren). An das Ende meiner Wege (äussere blaue Linien = Parzellengrenze, dort wo die schwarze Linie = Weg zwischen den Beeten schneidet) pflanze ich meist Blumen. Biologisch zertifiziertes Bio-Blumensaatgut bekommt man in den meisten Bioläden oder bei einem Bio-Saatgut-Versender, siehe unsere Liste zu -->Bezugsquellen für Bio-Saagut .

Bild Kolbenpumpe, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenpumpe Krautgärtner Detlev aus Berg am Laim hat einen sehr schönen Beitrag zur Bedienung und Wartung der Brunnenpumpe geschieben. Dort sind auch Bilder des Innenlebens: -->Brunnenpumpe .

Bild: Kleiner Feldhase (geschützt!) Der grosse frisst in Riem allerdings gerne Jungpflanzen ab, weshalb fast das ganze Feld meist nach kurzem mit Vlies bedeckt ist (wenn es zu warm wird, sollte man das Vlies durch Netz ersetzen, bis die Pflanzen (die man nicht dauerhaft unter Netz lassen will) gross genug sind, Hasenverbiss auszuhalten)
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Wenn jemand weitere Notizen hat, bitte gerne ergänzen/korrigieren ...
Und wer es jetzt noch nicht hat, das Krautgarten-Gefühl: Photos von 2012,
-->jede Woche Blick auf die gleiche Parzelle

Kistenplan, Pflanzkiste, Anbauplan
Kistenplan 2018

Bild: Pflanzkiste 2018

Anbauplan 2018
