Die sechste Parzellenübergabe in Hohenbrunn eröffnete die Woche ..
Hohenbrunn ist der am weitesten draussen liegende Krautgarten-Standort der Stadtgüter München. Subjektiv ist der Standort so gross wie Riem, aber ich mag mich irren. Ursprünglich initiiert wurde er von einer Transition-Town-Initiative in Hohenbrunn.
Von Riem aus ist man mit dem Fahrrad in gut 50 Minuten dort (Feldbergstrasse, Gartenstadt-, Markgrafen-, Schramminger-, Keferloher Markt-, Oedenstockacher-, Theodor-Heuss Strasse, Notinger Weg) und fährt sehr schön durch ruhige Strassen und den Wald. Das Team vom Gut Riem musste mit dem Traktor mit Hänger vermutlich eher die Landstrasse fahren ..
Am Waldrand hingen Hinweisschilder zur Waldbrandgefahr: ob die dort wohl immer sind oder extra wegen der momentanen Trockenheit?

Diesmal also mit dem Rad ein anderer erster Anblick des Krautgartens in Hohenbrunn. Im Hintergrund die Berge, wo sich Wolken auftürmten, aber im Flachland blieb das Wetter sonnig und windig (Ostwind).


Da ich etwas früher als sonst ankam, war das fleissige Team vom Gut Riem noch mit dem Aufbau des Bio-Jungpflanzenverkaufs beschäftigt. Einige Abtrennungs-Schnüre zwischen den Parzellen zur besseren Orientierung waren schon angebracht. Das Team vom Gut Riem vervollständigte auch noch die Giesskannen mit Tüllen ( https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BClle ). Im Anhänger harrten die Pflanzkisten ihrer Übergabe.




Trotz Trockenheit waren schon einige wenige Saaten aufgegangen. Offen waren auch Löcher .. von Wühlmäusen am Weg neben dem Acker .. (siehe unsere Sammlung und -->Schädlingen und Nützlingen). Auch dem sumpfblättrigen Ampfer (Rumex Obtusifolius) konnte die Trockenheit nichts anhaben (siehe unsere Sammlung zu -->Beikräutern). In Riem haben wir eher Waldsumpfkresse (Rorippa Silvestris) als Ampfer. Und Quecken gibt's überall ..




In Hohenbrunn gibt es weder Pumpbrunnen (das Grundwasser ist zu tief dafür) noch einen Wasseranschluss (kein Schrebergarten nebenan). In den ersten Jahren füllte die freiwillige Feuerwehr zwei Tankwagen, stellte das dann aber wieder ein. Diese Arbeit hat inzwischen ein Team von freiwilligen KrautgärtnerInnen übernommen. Stand 7.5.2018: Es werden noch Freiwillige gesucht, da die Freiwilligen auch mal im Urlaub sind und um die Arbeit mehr zu verteilen. Interessenten sollen sich bitte an den Ansprechparnter vor Ort wenden oder eine Nachricht an die Mailadresse der -->Krautgärten schicken. Bei der Vergabe nutzte ein/e (weiß nicht mehr) KrautgärtnerIn die Gelegenheit, sich beim Wasser-Team zu bedanken: es gab allgemeinen Applaus.



Auch dieses Jahr hat wieder eine Montessori-Schule eine Parzelle: die Betreuerin war dabei, die Parzelle vorzubereiten.



Langsam trafen die KrautgärtnerInnen ein, wunschgemäß zum grossen Teil mit Fahrrädern oder zu Fuss oder weiter weg geparkt, um die Anwohner zu schonen.

Um 17:00 rief die neue Betreuerin der Krautgärten der Stadgüter München die KrautgärtnerInnen zusammen um noch einmal die wichtigesten Infomationen zu geben (siehe auch: Brief des Gutes Riem und -->Notizen zu den Informations-Veranstaltungen 2018). Sie erläuterte wie die Parzellenvergabe vor sich geht (alphabetischer Aufruf von A-Z oder Z-A, ziehen der Parzellennummer (Achtung: auf die Grösse der Parzelle achten, es gibt viele Nummern sowohl mit 30qm (2m breit) als auch mit 60qm (4m breit), Aushändigung der Pflanzkiste(n) mit Kistenplan: pro 30qm erhält man eine Kiste mit den selbst einzupflanzenden Bio-Jungpflanzen des Krautgarten-Standards. Die Kiste muss sofort auf der Parzelle entleert werden und zurückgebracht werden: das Team vom Gut Riem benötigt die Kisten bereits am nächsten Tag frühmorgens für die Vergabe der Parzellen des nächsten Standorts .. Bei Rückgabe wird das auf einer Liste vermerkt: wer die Kiste nicht zurückgibt erhält eine Rechnung über 20 Euro). Auf dem Kistenplan und der Kiste ist eine rote Markierung, damit man sich auskennt. -->Kistenplan und Photo einer Pflanzkiste sind hier im Forum online verfügbar. Es gibt zwei Reihen Nicola-Kartoffeln, da die andere Sorte nicht rechtzeitig lieferbar war. Statt nur Spitzkohl gibt es Spitzkohl, Weißkohl und Rotkohl.


Dann begann die Parzellenvergabe: die Nummern wurden gezogen und das Team vom Gut Riem übergab Pflanzkiste(n) und Steckzwiebeln.

Die KrautgärtnerInnen nahmen so nach und nach ihre Parzellen in Besitz und bevölkerten den Acker immer mehr.





Dann begann der Jungpflanzenverkauf (Anfang der Schlange bei A wie Aubergine: wenn man dran ist, gibt man seine ausgefüllte Einkaufsliste an ein Mitglied des Teams vom Gut Riem und begleitet dieses wntlang der alphabetisch angeordneten Bio-Jungpflanzen für Rückfragen und kommt bei Z wie Zucchini bei der Kasse an). Bei der Kasse ist auch die Rückgabe der leeren Pflanzkisten. An der Kasse kann man auch etwas Saatgut für den leckeren gentechnikfreien Zuckermais des Bantam-Projektes erhalten ( https://www.bantam-mais.de/ ).


Am Schluß wimmelte es wie immer emsig wie auf einem Ameisenhaufen.

Bye bye Hohenbrunn


Siehe auch:
-->Alle Parzellenvergaben 2018 (andere Standorte) sowie die Jahre davor
-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut, Bio-Jungpflanzen, usw.
-->Unsere BIOLAND-Regeln