Mit Aschheim wurde der Reigen der Parzellenvergaben 2018 des Gutes Riem bzw. der Stadtgüter München (SGM) eröffnet. Diesmal war das Wetter sehr sonning, aber der Boden trocken, ganz im Gegensatz zur -->Parzellenvergabe 2017.
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Als ich ankam, war das fleissige Team vom Gut Riem noch mit dem Aufbau des Jungpflanzenverkaufs beschäftigt. Die Stimmung erinnerte diesmal an ein Picknick, einige KrautgärtnerInnen hatten Decken und Brotzeit dabei (wie immer nur Wimmelbilder aus der Ferne oder nur Dinge, damit die Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben).
Bild: Das Team vom Gut Riem beim Aufbau.

Bild: Picknick-Atmosphäre

Zu sehen waren auch die neuen grauen Pflanzkisten, in denen die Jungpflanzen des Parzellenstandards dieses Jahr übergeben werden (statt wie die Jahre davor auf die Parzellen gelegt zu werden). Pro 30qm gibt es eine Pflanzkiste. Das hat Vorteile nicht nur für das Team vom Gut Riem (wetterunabhängige Vorbereitung, keine Schlammschlachten mit unbeweglichen Schubkarren, Arbeiten ohne sich stundenlang zu bücken), sondern auch für die KrautgärtnerInnen: wenn es trocken ist, trocknen die Pflanzen nach dem Auslegen nicht aus, wenn es kalt ist, sind sie der Kälte nicht so ausgesetzt, und wer - wie ich - die Pflanzen erstmal "einschlägt" (Pflanzen in einer flachen Kuhle abstellen und seitlich mit Erde anhäufeln, angiessen und je nach Bedarf Vlies als Kälteschutz oder Netz als Hasenschutz (im Riem hat's geschützte Feldhasen), der muss die Pflanzen ohnehin wieder von der Parzelle einsammeln oder mehrere Kuhlen machen ..
Damit das funktioniert gibt es dieses Jahr auch den "Kistenplan", der beschreibt, was wo in der Kiste ist (junge Kohlpflanzen sind oft kaum zu unterscheiden) und eine rote Markierung, die sowohl auf dem Kistenplan als auch auf der Pflanzkiste angebracht ist (das Team hat an alles gedacht ..). Die grauen Pflanzkisten muss man noch am Tag der eigenen Übergabe zurückgeben, da sie gleich am nächsten Tag bei der Übergabe des nächsten Krautgarten-Standortes wieder gebraucht werden: wer nicht in der Rückgabeliste abgehakt wird, der erhält eine Rechnung über 20 Euro für die Kiste. Bitte die Kisten zurückgeben, das Gut Riem braucht sie!
Der Pflanzplan kann dann genutzt werden um die Jungpflanzen einzupflanzen, im Sinne einer sinnvollen Fruchtfolge über die Jahre hinweg. Pflanzplan und Kistenplan sind als Anhang bei den -->Notizen zu den Informationsveranstaltungen 2018.
Bild: neu in 2018: die grauen Pflanzkisten (statt Auslage der Jungpflanzen am Feld).
Sie müssen noch am eigenen Übergabetag bei der Kasse leer zurückgegeben werden.

Bild: Kistenplan 2018

Bild: Tütchen mit Steckziebeln

Sonst war am Acker schon alles fertig: das fleissige Team vom Gut Riem hatte seine Arbeit schon viel früher getan. Fertig waren die Beete, die Werkzeugkisten, der -->Pump-Brunnen (letztes Jahr, im ersten Jahr von Aschheim war Anfangs noch kein Brunnen vorhanden, sondern ein Wagen mit Wassertank). Den trocken gefallenen Brunnen hat das Team vor Beginn der Übergabe auch in Betrieb gesetzt, mit einem grossen Kanister Wasser). Einen Mittelweg zum Brunnen gibt es auch.
Bild: Vorbereiteter Acker mit Werkzeugkisten, Brunnen, vorgespannten Schnüren
(lieber Pfosten zählen als nachher Probleme haben ..)

Bild: heimliche Mitglieder des Teams vom Gut Riem: die Traktoren, Transporter, Anhänger ..

Bild: ein Traktor oder doch das Cockpit des Raumschiffs Enterprise?

Bild:

Bild: Mit dem Kanister hat das fleissige Team vom Gut Riem den Brunnen in Gang gebracht

Bild: Zwischenweg zum Brunnen: niemand hat gern, dass andere der Abkürzung wegen
durch die eigene Parzelle gehen, daher sind Zwischenwege wichtig für alle ..

Neu war diesmal auch, dass der Jungpflanzeverkauf so organisiert war, dass die Schlange zum Anstellen bei A beginnt und die Tische damit frei sind: dann kann das Mitglied des Teams, das die Pflanzen der fertig ausgefüllten (!) Einkaufsliste in das mitgebrachte Behältnis der KrautgärtnerIn stellt, die Liste wie bisher schnell alphabetisch abarbeiten kann (die Pflanzen stehen alphabetisch) und weil die Tische frei sind kann die gerade bediente KrautgärtnerIn diesmal ungehindert auf der anderen Seite mitgehen und bei Fragen antworten. Am Ende der Tische war die neue Registrierkasse, wo auch die Rückgabe der grauen Pflanzkisten war.
Bild: erste KrautgärtnerInnen warten auf den Jungpflanzenverkauf, beginnend bei "A"

Bild: die neue Registrierkasse

Kurz nach 17:00 rief unsere neue Krautgarten-Betreuerin die KrautgärtnerInnen an die Tischreihe und erklärte noch mal die Neuerungen und für die Neulinge auch das Wichtigste Altbewährte: die Parzelle ist zwischen zwei Pflöcken: an den Pflöcken sind am Mittelgang Nummern angebracht: die Parzelle mit der Nummer x ist rechts neben Pflock auf dem diese Nummer steht. Auch muss man darauf achten, dass man die Schnur zur Nachbarparzelle richtig spannt: man kann sich da sehr leicht irren: also lieber die Pfosten auf beiden Seiten abzählen, als sich auf den Augenschein verlassen! Zur Hilfe hatte das Team vom Gut Riem an einigen Stellen bereits Schnüre vorgespannt (ich habe das selber schon erlebt, ein Fehler ist nachher nur mit der Amtsautorität eines Team-Mitglieds zu beheben und das Team ist ja bereits mehr als gut beschäftigt!)
Bild: die KrautgärtnerInnen sammeln sich nach dem Zusammenrufen

Bild: Information vor der Verlosung der Parzellennummern

Mit fortschreitendem Ziehen der Parzellennummern und Übergabe der grauen Pflanzkisten und Steckzwiebeln füllte sich dann der Acker nach und nach wieder, bis er am Schluß wieder an einen Ameisenhaufen erinnerte, und da war es wieder: das Ackergefühl ..
Bild: Der Acker beginnt sich zu bevölkern ..

Bild: Der Acker bevölkert sich ..

Bild: Der Acker ist bevölkert, aus der Ferne mutet es an wie ein Ameisenhaufen ..

Bye bye Aschheim, mit dem charakteristischen Wasserturm.
Dass der Boden wirklich trocken ist (noch gibt es keine -->täglichen Niederschlagsmessungen vom Acker) konnte man schon bei der Fahrt nach Aschheim sehen: die Profis haben die Bewässerungsrohre auf den Feldern liegen und man sieht Wasserfontänen: dann muss es wirklich nötig sein (das kostet die Profis ja alles Zeit und Geld ..).
Bild: Aschheim mit Wasserturm

Bild: Bewässerung bei Aschheim (die Profis nehmen die Kosten der Bewässerung auf sich)

Bild: Rapsfeld bei Aschheim

Siehe auch:
-->Alle Parzellenvergaben 2018 (andere Standorte) sowie die Jahre davor
-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut, Bio-Jungpflanzen, usw.
-->Unsere BIOLAND-Regeln