By BeateZ, 2 August, 2018

Hallo in die Runde: Kennt sich jemand mit Grünabfällen aus?

Wir sammeln im Krautgarten Menzing gerade Grünabfälle, da wir aber umziehen im nächsten Jahr, ist das nicht auf Kompost angelegt.

Wärs gut, den Grünabfall eher wieder auf Brachflächen zu verteilen, als dass es vor sich hinmodert? Die zwei sog. Kompostergestelle quellen schon über... Oder doch umsetzen und mit Urgesteinsmehl geruchsneutralisieren??

Danke für Tipps!

Jonas

vor 7 years 8 months

Wir KrautgärtnerInnen der Stadtgüter München haben keinen Kompost, sondern ein Kompostbeet: das wird von den Stadtgütern "gemulcht", d.h. zerkleinert und dabei am Boden verteilt. Dito mit den Ernteresten vom Schluss der Saison. Früher blieb das ungepflügt im Winter liegen bzw. verrottete; seit ein paar Jahren wird bald nach dem Mulchen gepflügt, so weit ich weiß um den Schädlingsdruck zu reduzieren (Frostgare). Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Mulchen .

Kohl riecht zwar durchaus am Kompostbeet, zersetzt sich aber bald und riecht dann nicht mehr (wenn man die Reste gut am Kompostbeet verteilt, ab und an wendet und gut austrocknen lässt: in Bezug auf die Bewahrung von Kohlenstoff im Boden und Humusbildung ist das vermutlich nicht so gut wie Kompost, aber die Mineralien bleiben immerhin erhalten).

Ich bin ganz zufrieden, wie es bei uns KrautgärtnerInnen der Stadtgüter München ist.

 

By Kristin, 18 April, 2018

Hallo ihr lieben Krautgärtler, 

wir starten gerade mit einem neuen Standort in Menzing, Nähe S-Bahn UNtermenzing and der Weinschenkstraße.

Jetzt stehen wir vor vielen Fragen.

Eine der dringendsten: wie viel Abstand vom konventionell bewirtschafteten Ackerflächen haltet ihr? Was pflanzt ihr als Abschirmung vor verwehten Spritzmitteln, was hilft? Abstand,  Bienenweide, Zaun - welche Höhe? Was macht Sinn?

Gibt es da Erfahrungen? 

Liebe Grüße Kristin

Jonas

vor 7 years 11 months

Hallo Kirstin,

es gab mal einen Fall in der Fasanerie (-->Link), vielleicht kannst Du da Kontakt aufnehmen. Da war das Kind allerdings schon in den Brunnen gefallen. Besser wäre es natürlich, wenn man vorher mit den Nachbarn sprechen könnte und auf die (vermutlich neue) Situation Gemüseanbau hinweisen: vielleicht könnte das vorbeugen ..

Ausserdem gibt es Regeln, die auch die konventionellen Landwirte einhalten müss(t)en. Wir KrautgärtnerInnern der SGM sind auf Bio-Fläche, da gelten möglicherweise noch schärfere Regeln für Nachbarn, weiß nicht.

Allgemein und Abdrift: https://www.lfl.bayern.de/ips/recht/026700/index.php
Mindestabstände: https://www.lfl.bayern.de/ips/recht/026312/index.php

Viele Grüße,
Jonas