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Weltbodentag: 5.12.: Boden des Jahres
http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/kleine-bodenkunde/boden-des-jahres
http://de.wikipedia.org/wiki/Boden_des_Jahres
Tagung stellt den Pestizid-Einsatz von "Roundup & Co." auf den Prüfstand
http://www.pan-germany.org/deu/~news-1311.html
03.12.2014, Gemeinsame Presseinformation von PAN Germany und Agrar Koordination
Rund 70 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, Behörden, Parteien, der Wissenschaft und der Pestizidindustrie diskutieren heute in Berlin im Rahmen der Tagung "Roundup & Co - Gefahren für Gesundheit, Umwelt und eine nachhaltige Nahrungsproduktion" den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, besser bekannt unter der Monsanto-Produktmarke Roundup. Die Tagung wurde organisiert durch die Agrar Koordination und PAN Germany in Kooperation mit Brot für die Welt, Misereor, der Heinrich Böll Stiftung und der Greenpeace Umweltstiftung.
Die Tagung bietet einen Rahmen, um den Einsatz des stark in der Kritik stehenden Totalherbizids Glyphosat vor dem Hintergrund der Neubewertung dieses Pestizid-Wirkstoffes durch die deutschen Zulassungsbehörden und die EU zu diskutieren.
Dipl. Ing. agrar. Susan Haffmans, Projektkoordinatorin von PAN Germany: "Glyphosat steht wie kaum ein anderes Pestizid für das seit den 60er Jahren praktizierte, risikoreiche Konzept der chemieintensiven industrialisierten Landwirtschaft mit ihren negativen Folgen für die Umwelt und den Menschen. Um
Folgegenerationen nicht die Möglichkeiten gesunder Agrarproduktion völlig zu entziehen, muss es einen Umbau der Landwirtschaft geben."
Der jüngst veröffentlichte Bewertungsbericht der zuständigen deutschen Behörden empfiehlt die weitere EU-Genehmigung des Wirkstoffes. Aus der Sicht vieler unabhängiger Experten sprechen jedoch viele Fakten dagegen.
Dipl. pol. Julia Sievers-Langer, Koordinatorin einer Kampagne zu Roundup & Co von der Agrar Koordination: "Das System der behördlichen Risikobewertung muss umfassend reformiert werden. Zukünftig sollte die Genehmigung von Pestiziden sich viel mehr auf unabhängige Studien stützen, um den starken Einfluss der Pestizid-Industrie zu reduzieren."
Die Tagung findet statt am Bhopal-Tag. Im indischen Ort Bhopal wurde am 3. Dezember 1984 durch die Explosion einer Pestizid-Fabrik eine verheerende Katastrophe ausgelöst. Noch heute leiden tausende Opfer und ihre Kinder an den Spätfolgen.
http://www.pan-germany.org/deu/~news-1311.html
Berichte über (K)Lima
Im Winter erlaube ich mir mal mehr über das unangenehme Thema Klima zu berichten,
das uns KrautgärtnerInnen ja doch auch sehr direkt betrifft, auch wenn Deutschland
die nächsten Jahre noch nicht so extrem betroffen sein wird
(betroffen ist es ja jetzt schon: die Weinernte ist immer früher, die Winter werden im Mittel
milder (auch wenn neuerdings durch Kaltluftausbrüche (möglicherweise wegen schwächerem,
mehr mäanderndem und stationärerem Jetstream doch mal wieder viel Schnee auftritt)),
die Vegetationszonen bewegen sich langsam, Zugvögel ziehen nicht mehr, Wetterextreme
nehmen statistisch langsam zu, die Alpengletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt
sehr langsam (aber zunehmend schneller) an, ...).
Bis vor kurzem waren (Vor-)Verhandlungen in Lima für ein neues Klima-Abkommen,
welches Kyoto-Abkommen 2015 in Paris ersetzen ersetzen soll:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimagipfel-in-lima-harmloser-ham...
http://www.sueddeutsche.de/wissen/un-gipfel-in-lima-klimaschutz-so-...
http://www.klimaretter.info/dossiers/klimagipfel-lima/hintergruende...
Englischsprachige Nachrichtenübersicht zu Artikeln über Lima:
http://www.skepticalscience.com/2014-SkS-News-Bulletin-6_COP20.html
Warum das "weiche" Lima-Abkommen vielleicht doch produktiver ist als bisherige Versuche:
http://dotearth.blogs.nytimes.com/2014/12/15/in-climate-talks-soft-is-the-new-hard-and-thats-a-good-thing/?module=BlogPost-ReadMore&version=Blog%20Main&action=Click&contentCollection=diplomacy&pgtype=Blogs®ion=Body#
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Auf dem Spiel steht sehr viel (neben unserem notwendigen eigenverantwortlichen Handeln), z.B.:
Mehr Hitzewellen bis 2040 : das britische MET Office berichtet in einer neuen Studie , dass die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitzewellen wie in 2003 von früher 1/1000 (alle 1000 Jahre) auf inzwischen 1/100 gestiegen ist, und sich bis 2040 noch deutlich erhöhen:
In der Bild-Voschau sieht man verschiedene Emissionsszenarios (RCP, Repräsentative Concentration Pathways, links weniger Emissionen, recht mehr) und die Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten für Extreme Abweichungen in den Prognosemodellen (2020-2090, von unten nach oben).
Da die wissenschaftlichen Artikel kostenpflichtig sind, hier noch ein (englischer) Bericht im Guardian:
http://www.theguardian.com/environment/2014/dec/08/heatwaves-likely...
Extremely warm summers that would occur twice a century in the early 2000s are now expected to happen twice a decade, said Dr Nikos Christidis, the lead author of the new paper. The chances of heatwaves as extreme as seen in 2003 have increased from about one-in-1,000 years to about one-in-100 years and are projected to occur once every other year by the 2030s-2040s under continuing greenhouse gas emissions.
Immer mehr Menschen fordern ein Verbot hochgefährlicher Pestizide, damit zukünftig Pestizidvergifungen vermieden werden können. Die neue PAN Germany Publikation "Hochgefährliche Pestizide" erläutert, was hochgefährliche Pestizide sind und sie beschreibt, warum ihre Verwendung beendet werden sollte.
Download der Broschüre (pdf-Datei, 536 kb)
WWF: Living Planet Report 2014 - Globaler Burn-Out
http://www.wwf.de/living-planet-report
Living Planet Report 2014 - Globaler Burn-OutOzeane werden überfischt, Wälder gerodet, das Klima kippt und wir beobachten das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier. Die Ergebnisse des Living Planet Report 2014 sind eindeutig: Wir gehen mit der Erde alles andere als nachhaltig um, denn wir entziehen uns und unseren Kindern die Lebensgrundlagen in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit treibt die Menschheit ihren eigenen Planeten in einen gefährlichen Burn-Out. Zusammengenommen verbrauchen wir jedes Jahr 50 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Machen wir so weiter, benötigen die Menschen bis zum Jahr 2030 zwei komplette Planeten, um den
Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei Erden. Alle zwei Jahre misst die Naturschutzorganisation WWF mit dem Living Planet Report die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums . Die Studie zum Zustand der Erde wird gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt.
Der Living Planet Report 2014 zeigt: Unser stetig wachsender Hunger nach Ressourcen frisst das Naturkapital der zukünftigen Generationen auf.
http://www.wwf.de/living-planet-report
Bodenversalzung
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18169-2014-10-29.html
Versalzung schluckt 2.000 Hektar Land pro TagForscher warnen: Künftige Nahrungs-Versorgung der Menschheit gefährdet Salz frisst Ackerland: Jeden Tag gehen weltweit mehr als 2.000 Hektar Land durch Versalzung verloren, haben UN-Forscher ausgerechnet. Schon 20 Prozent aller bewässerten Flächen sind stark degradiert. Wenn man auch 2050 noch die Menschen der Erde ernähren wolle, müsse dringend etwas zur Regeneration dieser Flächen getan werden, warnen die Forscher.Widerstandsfähige Pflanzen - ohne Gentechnik
http://www.scinexx.de/business-17492-2014-04-25.html
Universität Kassel
Dass die EU bald einen neuen Genmais zulässt, wird immer wahrscheinlicher. Pflanzen widerstandsfähig zu machen, geht aber auch ohne Gentechnik - so der Anspruch von Biozüchtern. Unterstützung erhalten sie von einem neuen Fachgebiet der Universität Kassel.Rund 340.000 Pflanzenarten wachsen auf der Erde, doch nur ein Bruchteil davon landet auf dem Teller: 30 Arten liefern 95 % der pflanzlichen Nahrungsmittel. Insgesamt spielen nur rund 150 Arten für die Ernährung eine nennenswerte Rolle. Und es könnten noch weniger werden. Denn getrieben von Marktmechanismen konzentriert sich die konventionelle Landwirtschaft immer stärker auf wenige ertragsstarke Sorten. Das trägt dazu bei, dass die Biodiversität drastisch sinkt.
Höhere Diversität, langfristig widerstandsfähigGegen diesen Trend steuern Biobauern: ....
http://www.scinexx.de/business-17492-2014-04-25.htm l
Bodenatlas 2015 (PDF und Druck)
http://www.bund.net/bodenatlas
Zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam und Le Monde Diplomatique hat der BUND die erste Ausgabe des "Bodenatlas 2015" mit Daten, Grafiken und Fakten über die Bedeutung, die Nutzung und den Zustand von Land, Böden und Agrarflächen in Deutschland, Europa und weltweit veröffentlicht.
Der "Bodenatlas 2015" macht greifbar: Land und Böden werden immer knapper. In Deutschland beispielsweise beträgt der Flächenverbrauch durch Städte- und Straßenbau mehr als 70 Hektar pro Tag. Dies entspricht der Fläche von über 100 Fußballfeldern. Ein Viertel aller Ackerflächen sind in Deutschland von Wind- und Bodenerosion betroffen rund drei Millionen Hektar während der Flächenverbrauch weiter steigt.
Zugleich importiert Deutschland Agrarprodukte und andere Verbrauchsgüter, die mit knapp 80 Millionen Hektar mehr als das Doppelte der eigenen Landesfläche in Anspruch nehmen. Für die Europäische Union sieht es auch nicht besser aus: Der Konsum der EU-Bürger benötigt eine Fläche von rund 640 Millionen Hektar pro Jahr, eineinhalb Mal mehr als die Fläche aller 28 Mitgliedstaaten zusammen beträgt. Rund 60 Prozent der für den europäischen Konsum genutzten Flächen befinden sich außerhalb der EU. Damit ist Europa der Kontinent, der für seinen Lebensstil, seine Agrarindustrie und seinen Energiehunger am meisten von Land außerhalb seiner Grenzen abhängig ist.
http://www.bund.net/bodenatlas
Pestizid Aktions Netzwerk ( http://www.pan-germany.org )
Hormonell wirksame Biozide - Warum hochgefährliche Biozide verbannt werden müssenDas Hintergrundpapier erläutert, warum trotz eindeutiger Gesetzeslage noch immer keine Überprüfung und Regulierung hormonell wirksamer Biozide von der EU-Kommission durchgeführt wird. Eine PAN-Recherche zeigt: Über 10 Prozent der Biozide zeigen hormonell wirksame Eigenschaften. Betroffen sind beispielsweise bestimmte Holzschutzmittel und Haushaltsinsektizide.
Download (Deutsch)
( http://www.pan-germany.org/download/biozide/ED-Biozide_Hintergrundpapier_PAN-Germany_F.pdf )
Internes Papier belegt: TTIP gewährt den USA Einfluss auf unsere Gesetzgebung
(Betrifft auch die KrautgärtnerInnen massiv: Umwelregulierung würde behindert ...
Kennzeichnung von Lebensmitteln, Fracking, Wasserschutz, Klimaschutz, Gentechnik, ...)
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
ein internes Papier der EU-Kommission zu TTIP bestätigt, was wir schon lange vermutet haben: Die USA sollen zukünftig ein Mitspracherecht bei europäischen Gesetzesvorhaben erhalten . Ziel des Vorschlags ist eine Art "Frühwarnsystem" für neue Gesetze, die den Handel zwischen den beiden Wirtschaftsräumen behindern könnten.
Zwar erhält keine der beiden Seiten ein Vetorecht, die sogenannte regulatorische Kooperation erhöht aber die Hürden für neue Gesetze zum Schutz von Umwelt und Gesundheit. In Europa stünden dann zum Beispiel geplante Verbote für hormonell wirksame Chemikalien oder die Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Genfütterung auf dem Spiel.
Das uns vorliegende Dokument zeigt einmal mehr, warum die TTIP-Verhandlungen gestoppt werden müssen: Dieses Abkommen greift in die Handlungsspielräume unserer demokratisch gewählten Parlamente ein und gefährdet jeden weiteren Fortschritt beim Umwelt- und Verbraucherschutz.
http://www.umweltinstitut.org/index.php?id=1545