Sammlung von Hilfsmitteln: Dünger, Werkzeug, Netze, Insektenschutz, Saathilfen, Rankhilfen, ...
Die Krautgärten der Stadtgüter stellen ja Gieskannen und grosses Werkzeug in einer Kiste zur Verfügung. Dennoch braucht man vielleicht das eine oder andere zusätzlich. Hier können solche nützlichen Dinge gesammelt werden: welche nützlichen Dinge gibt es? Was hat funktioniert, was nicht?
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Zusammenfassung der Themen der Diskussionsbeiträge unten und anderswo im Forum (Stand 18. April 2022) :
Werkzeuge
- -->Leichtes Werkzeug (Wurzelkralle) zum Jäten
- -->Pflanzmesser (Tiefwurzler jäten, ernten)
- -->Hand-Sauzahn (Tiefwurzler)
- -->Gärtnerhippe
- -->Japanische Hacke
- -->Hacken/Harken
- -->welche Werkzeuge allgemein
- -->Hocker
- -->Tunnelbögen
Saatmittel, Saathilfen, Vorziehen
- -->Bio-Anzuchterde (im Frühjahr anfangs noch schwer zu bekommen)
- -->Düngung (Link zum Infoblatt, Links zu Diskussionen)
- -->Saathilfe : Quick-Pot-Platte
- -->Saatbänder selber machen (Link zu Beitrag/NDR-Sendung)
- -->Erdpresswürfel selber aus Lego machen (Link zu Beitrag/NDR-Sendung)
Pflanzenhilfen
- -->Vlies/Folien (Link zum Infoblatt, Links zu Diskussionen)
- -->Bohnengestell : wo aufstellen, wie bauen (im Kommentar zum Blog)
- -->Tomaten-Gewächshäuschen (aus Stöcken und Vliess/Netz) -->befestigen (Tomatenhäuschen sollen vermieden werden, lieber Ackerfeste Sorten verwenden).
Insektenschutz
- -->Kriebelmücken : was dagegen tun?
Sonstiges
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Siehe auch :
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Zusatzlink zur Plauderecke (Beitrag von Rahmstadlerin):
- -->EM/Homöopathie (für den -->privaten Balkon ; für den Acker muss man immer und in jedem Einzellfall -->am Krautgartentelephon fragen , was genau davon im jeweiligen Jahr gemäss regionaler Bioland Betriebsmittelliste zulässig ist, unabhängig von der Frage der Wirkungsweise).
Im Herbstbrief der Krautgärten war von den vielen Kriebelmücken in der Saison 2011 die Rede. Ich habe mich vor dem Arbeiten ein wenig Zedan (erhältlich z.B. im Bioladen) eingerieben, das hat zwar nicht 100% geholfen, brachte mir aber doch erhebliche Erleichterung. Nach einer Weile (schwitzen) musste ich mich noch mal einreiben.
Hier ein Beitrag aus einem Blog:
http://krautgarten.ning.com/profiles/blogs/kriebelm-cken
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Ich bin ein paar mal von kleinen Mücken - sehr wahrscheinlich Kriebelmücken - auf dem Feld gebissen/gestochen worden. Die Stiche sind riesig und schmerzhaft geschwollen und teils wochenlang nicht weggegangen. Das Gut Riem hat im letzten Brief auch darüber geschrieben... Unter www.haderner-krautgarten.de/html/kriebelmucke.html habe ich einige Tipps gefunden - der allerwichtigste: NICHT KRATZEN!!! - leider zu spät für diese Saison, aber sicher interessant für die nächste.... Vielleicht hat noch jemand empfehlenswerte Ratschläge?
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Antwort:
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ich hatte schon eine Diskussion dazu angefangen (ich poste Deinen Beitrag dort auch): http://krautgarten.ning.com/forum/topics/arbeitsgerat-und-hilfsmitt...
Ansonsten fallen mir auch noch die Imker-Hüte ein :-) ...
Mich hat es auch einmal mit einem heftigen Stich erwischt, dann hab ich mich mit Zedan und mechanischer Abwehr ohne große Stiche durchgewurstelt, obwohl ich hauptsächlich abends am Feld war, wenn die Mücken besonders aktiv sind ...
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Tomatenhaus
Ich habe am Acker regelrechte Gewächshäuschen aus Stöcken und Vliess für die Tomaten gesehen: lohnt sich das? Welche Form ist am Besten?
(Siehe Kommentar -->unten)
Mein Lieblingswerkszeug ist sehr klein, gut transportabel und sehr genau beim Jäten:
hier in einer robusten Variante (oben, etwas schwerer, hat mir jemand aus einem Bonsai-Shop besorgt) und einer sehr leichten (das ist mehr ein sehr dicker Draht: den kann man verbiegen, wenn man versucht damit zu tief in die Erde zu gehen, dafür ist das Werkzeug wirklich sehr leicht). 1-Euro-Stück zum Grössenvergleich:
mein bester unkrautjäter ist ein altes sehr langes spitzes messer mit einem stabilen griff. mit dem kann ich die langen wurzeln am besten aushebeln, besonders wenn der boden so fest ist wie bei uns in hohenbrunn.
ich nehme an, bei den anderen standorten ist eine jeweils andere bodenbeschaffenheit und vermutlich auch andere "wurzel-un-/beikraut"-plage. bei uns waren es im letzten jahr (=1.jahr des hohenbrunner standorts, der vorher wohl längere zeit brachlag) vor allem die quecken und wenn man sie nicht immer wieder rigoros versuchte zu entfernen, sind aus jedem quadratmillimeter verbliebenem wurzelrest um so ergiebiger neue gräser gesprossen. das war wohl auch der grund, warum manche krautgärtner dann gar nicht mehr gejätet haben (und oft auch nicht mehr geerntet - leider, das finde ich sehr schade!
den hinweis von frau kleinöder, wenn man selbst nicht ernten möchte, solle man an seine parzelle ein schild machen, dass andere was ernten können, finde ich sehr gut, denn die sachen einfach vergammeln zu lassen, tut einfach weh!
jetzt habe ich noch eine frage:
hat jemand erfahrung mit artischocken? ich habe gehört, dass man sie schon sehr früh (sprich jetzt) vorziehen muß, habe aber bedenken, dass sie dann auch sehr "staksig" werden, weil man sie ja erst spät rausstellen kann. angeblich könnte man die pflanzen im herbst ausgraben und im keller oder kaltem raum überwintern und im jahr drauf wieder auspflanzen.
artischocken sind sicher eine kleine spinnerei, aber ich finde die pflanzen einfach wunderschön und darum auch eine optische bereicherung, aber natürlich auch eine ausgesprochen wohlschmeckende abwechslung im gemüsealltag.
Stimmt, an die langen Wurzeln kommt man nicht mit meinen Lieblingswerkzeugen, die oben abgebildet sind. Dieses Weihnachten habe ich dafür ein japanisches Pflanzmesser geschenkt bekommen, ich bin mal gespannt, wie es funktioniert. Damit kann man dann vermutlich auch die Karotten und Pastinaken gut einzeln ernten (die grossen zuerst?), ohne gleich mit der grossen Acker-Gabel aus der Werkzeugkiste ein ganzes Stück Karotten-Reihe auszuhebeln zu müssen.
Die Frage nach den Artischocken hat mich neugierig gemacht, obwohl ich keine Erfahrung habe: meine Kurz-Recherche habe ich in der Diskussion "Gemüse-Fragen " eingestellt, siehe --> Link .
Wenn jemand eigene Erfahrung hat und berichten mag , ist das natürlich noch besser (momentan sind aber noch nicht so viele im Forum, das wird vermutlich erst langsam anlaufen: ich werde bei den Info-Veranstaltungen und bei der Vergabe der Parzellen auch kleine Zettelchen verteilen, mit den -->Möglichkeiten des Forums ).
Bild: japanisches Pflanzmesser (1-Euro-Stück zum Grössenvergleich):
> Tomaten-Häuschen :
ich hab einen Blog über die Krautgärten (bis 2010) gefunden und dort waren ein paar Argumente gegen die Häuschen gelistet: weniger Licht, sturmempfindlich ( http://bio-krautgarten.blogspot.com/2010/09/early-autumn.html ) . Argumente pro Häuschen sind vermutlich der Kälteschutz und evtl. auch Regenschutz?
Das mit dem Licht konnte ich auch bei den Salaten beobachten: mit Vlies sind sie weniger grün (aber man kann sie ja auch irgendwann (teilweise) unter dem Vlies hervorholen).
Folien und Vliese zur Gemüseverfrühung
Folien und Vliese zur Gemüseverfrühung (Hinweis vom Gut Riem bei einer Infoveranstaltung ):
Artikel ist leider nicht mehr vorhanden. Stattdessen Suche auf der Seite: (Stand 2.5.2019)
http://www.lwg.bayern.de/cgi-bin/fts_cms06.pl?SEARCH=Vlies&HTML-NR=60&dg=06&Type=HTML&x=0&y=0
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Irgendwas nicht aus Plastik wäre mir zwar lieber, aber mein -->Versuch mit vorrottbarer Maisfolie war nicht sehr erfolgreich (zu dicht, Kondenswasser).
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28.4.2012: Diskussion im Forum zur Abnahme von Vlies, wenn es sehr warm ist: -->Link
18.3.2015: Grösse des Vlies, Bezugsquellen: -->Link
18.3.2015: Dauer der Nutzung von Vlies: -->Link
13.6.2015: Profinetze (auch für Lauch): -->Link
4.4.2017: Vliessmenge: -->Link
5.5.2018: Vliess: wann, wie? -->Link
24.6.2018: Netz nach zweitem Jungpflanzenverkauf noch mal auflegen? -->Link
9.6.2021: Bio-Baumwoll-Gaze -->Link
5.4.2022: bilogisch abbaubares Vlies -->Link
Hinweise zur Düngung : -->Bioland-Richtlinien
Quick-Pot-Platte
Vorab an die Neulinge: es gibt genügend Pflanzen auf den Krautgarten-Parzellen der Stadtgüter, man muss nicht unbedingt selber etwas aussäen/anziehen und gibt ja auch noch den Jungpflanzenverkauf (bei der Vergabe der Parzellen und im Sommer noch mal ). Ich mache das nur, weil es mir Spaß macht und ich Lust am Experimentieren habe und wegen speziellen Sorten, wie meinem Lieblingskraut Zitronenbasilikum.
Gestern hab ich meine ersten Jungpflanzen angesät: auf den Tütchen steht meist, wann man das aussäen kann, und wenn Anfang/Mitte März stand hab ich es angesät. Auch beim Zitronenbasilikum steht Mitte März: ich freu mich schon drauf ... Ich hoffe ich hab nicht zu früh ausgesät ... (Bezugsquellen für Bio-Saatgut -->hier ).
Zum Ansäen verwende ich oft (bis es auf dem Balkon warm genug ist und auch dann noch aus Platzgründen) eine " Quick-Pot-Platte ": die ist leider aus Plastik und man muss/kann noch einen Untersetzer dazubestellen, aber sehr gut herumzuheben und sparsam im Platz: z.B. -->Link , weitere Bezugsquellen -->hier .
Die Platte kann ich leicht rausstellen, wenn es warm genug ist, und wieder reinholen, wenn es zu kalt wird. In den 10 * 15 = 150 kleinen Pflanzlöchern kann man einiges unterbringen (für grosse Bohnensorten sind die Löcher aber zu klein).
Letzte Saison habe ich einiges nach einer Weile in kleine Ton-Blumentöpfe umgesetzt, einiges auch direkt in den Acker eingepflanzt. Zum Herausholen hab ich nicht das Profigerät/zubehör vom Shop bestellt/genommen (da holt man alle Setzlinge auf einmal heraus, das ist wohl für Gärtnereien; ich habe aber viele verschiedene Sorten drin ...), sondern die Setzlinge einfach mit einem kleinen Eierlöffel vorsichtig herausgenommen. Ich muss mir natürlich aufschreiben, was ich wann wo gepflanzt oder nachgepflanzt habe, sonst verliere ich sehr schnell den Überblick :-) ...
PPS: Tontöpfe sind natürlich ungleich schöner (und allgemein dem Plastik deutlich vorzuziehen ) ...