By Jonas, 29 April, 2013
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Jonas

vor 12 years 11 months

www.pan-germany.org  (Pestizid-Aktions-Netzwerk)

Gute Nachricht für Bienen: EU-Zustimmung zum befristetem Verbot dreier bienengefährlicher Pestizide

Nach Jahren des unermüdlichen Einsatzes von Umweltschützern und Imkern für einen besseren Schutz von Bienen vor Pestiziden stimmte die Mehrheit der europäischen Mitgliedstaaten dem auf zwei Jahre befristeten Verbot von drei Neonikotinoiden zu. PAN Germany, das sich seit 2008 intensiv für einen besseren Schutz von Bienen vor Pestiziden einsetzt, begrüßt die Entscheidung als einen wichtigen ersten Schritt für mehr Schutz vor negativen Pestizid-Auswirkungen.

Die besonders für Bienen bedrohlichen Clothianidin und Imidacloprid der BAYER CropScience sowie Thiamethoxam von SYNGENTA stellen ein besonders hohes Risiko für Insekten-Bestäuber dar. Das hat auch die gemeinhin als sehr industriefreundlich eingestufte Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt und gefordert, die drei Neonikotinoid-Wirkstoffe strenger als bislang zu regulieren. Mit der Zustimmung zum Vorschlag der EU Kommission für ein befristetes Verbot der Wirkstoffe, kamen die EU dieser Forderung am 29.4.2013 durch den Beschluss im Berufungsausschuss nach.

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Jonas

vor 12 years 10 months

Gemeinsame Presse-Information von Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), Gen-Ethisches Netzwerk e.V. (GeN) - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Folgende Presse-Information steht auch als pdf-Datei unter: http://www.pan-germany.org/download/presse/PI_Glufosinat_130516_Fin...  zur Verfügung Glufosinat endlich vom Markt nehmen! EU befürchtet Risiken für Säugetiere / BAYER erweitert Produktion in den USA Die EU-Kommission hat in einer aktuellen Verordnung die Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, die Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit dem umstrittenen Herbizid Glufosinat bis zum November 2013 zu widerrufen oder einzuschränken. Wörtlich heißt es in der Verordnung, "dass ein hohes Risiko für Säugetiere und Nichtzielarthropoden nur durch Festlegung weiterer Einschränkungen ausgeschlossen werden kann". Das fortpflanzungsschädigende Glufosinat gehört zu der Gruppe besonders gefährlicher Pestizide, die laut EU-Pestizidgesetzgebung sukzessive aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Für Glufosinat läuft die Genehmigung im September 2017 aus. Trotz der seit Jahren bekannten Risiken und dem voraussehbaren Ende für den EU-Markt hat der Hersteller, die Bayer CropScience AG, den Bau einer neuen Glufosinat-Produktionsanlage  im US-Bundesstaat Alabama gestern angekündigt. Hierdurch solle der weltweite Ausstoß verdoppelt werden. Begründet wird der Schritt mit zunehmenden Unkrautresistenzen gegen das Herbizid Glyphosat von Monsanto. Carina Weber, Geschäftsführerin vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) fordert: "Die EU-Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, sollten jetzt eine klare Entscheidung treffen und glufosinathaltige Mittel auf Grundlage der Verordnung vom Markt nehmen. Weiteres Herumdoktern mit Verwendungsbeschränkungen wäre aufgrund der hohen Risiken weder zu befürworten, noch nachzuvollziehen." Betroffen wären in Deutschland die drei BAYER-Produkte BASTA, HYGANEX-flüssig und RA-200-flüssig, die u.a. beim Anbau von Spargel, Kartoffeln, Möhren und Feldsalat eingesetzt werden. Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren ergänzt: "Die Firma Bayer handelt unverantwortlich, wenn sie im Ausland den Einsatz eines Pestizids forciert, das in Europa aus guten Gründen absehbar vom Markt genommen wird". Mimkes erinnert daran, dass Umweltverbände vor der Einführung von genmanipuliertem Saatgut stets vor der Entstehung herbizidresistenter Wildkräuter gewarnt haben. "Weder der Einsatz von Glyphosat noch der von Glufosinat ist zu verantworten. Wir müssen endlich aus dem Kreislauf aussteigen, immer mehr resistente Unkräuter mit Agrogiften zu erzeugen!". BAYER bietet das Herbizid auf dem globalen Markt in Kombination mit gentechnisch verändertem Saatgut an, u.a. Raps, Reis, Zuckerrüben, Mais, Soja und Baumwolle. Da die Pflanzen tolerant gegen den Wirkstoff sind, haben die Landwirt/innen die Möglichkeit, das Pestizid in großen Mengen zu verwenden, ohne die Nutzpflanze zu schädigen. Mit einem Weltmarktanteil von rund 20% ist Bayer CropScience der zweitgrößte Pestizidhersteller der Welt. Glufosinat kann Missbildungen bei Föten verursachen und ist als reproduktionstoxisch klassifiziert. Studien zufolge beeinträchtigt der Wirkstoff zudem die Entwicklung des Gehirns und ruft Verhaltensstörungen hervor. http://www.pan-germany.org http://www.gen-ethisches-netzwerk.de

Jonas

vor 12 years 10 months

Erst die Biene dann der Bachflohkrebs? Schädigung von Wasserlebewesen durch Imidacloprid

http://www.pan-germany.org/deu/~news-1257.html

Artikel von PAN-Germany (Pestizid-Aktions-Netzwerk)

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Das Insektizid Imidacloprid geriet in der letzten Zeit vor allem durch seine negativen Auswirkungen auf Bienen und jüngst durch das beschlossene zweijährigen Verbot in die Diskussion (3). Doch Imidacloprid schädigt nicht nur Bestäuber-Populationen. Dieser Pestizid-Wirkstoff, der zur Gruppe der Neonikotinoide zählt, ist in der Umwelt gut wasserlöslich und gleichzeitig schlecht abbaubar. Daher kann er sich in Böden und Sedimenten anreichern. Im Tier wirkt er neurotoxisch, indem er sich an kritische Rezeptoren im Nervensystem bindet und so die Reizübertragung stört. Dies macht ihn auch für andere Lebewesen zum Problem, etwa für zahlreiche im Wasser (aquatisch) und auf dem Land (terrestrisch) lebende wirbellose Tiere wie Käfer, Schnecken, Fische und Würmer (4), (5). Hierzu hat die Studie der niederländischen WissenschaftlerInnen vertiefende Erkenntnisse gebracht.

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Jonas

vor 12 years 10 months

Nochmal zum Torf :

"Torf als alternative Energiequelle das forderten Vertreter der Abbauindustrie aus Finnland, Schweden, Deutschland und den baltischen EU-Staaten in der vergangenen Woche. 

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Umweltverbände reagierten auf das Ansinnen der EPAGMA entsetzt. "Ich hätte nicht gedacht, dass sich angesichts der Studien zur Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz heute noch jemand erdreistet, solche Forderungen zu erheben", sagte der Vertreter des Naturschutzbundes in Brüssel, Claus Mayr.

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http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/13727-torfkoepfe-zusa...

Jonas

vor 12 years 10 months

Artikel in der TAZ: Monsanto will Lobbying in Europa einstellen

http://www.taz.de/Sieg-fuer-Anti-Gentech-Bewegung/!117205/


Kommentar : Wenn man die Details sieht, dann merkt man, dass man wachsam bleiben muss.
Das "Lobbying" soll "momentan" eingestellt werden. Aber was heisst Lobbying genau? Und wieso nur momentan? Evtl. ist das Ganze nur ein Trick um der momentan starken Anti-Monsanto-Bewegung die Luft aus den Segeln zu nehmen.

Weiterverkauft wird das Gift ("Totalherbizid": das Wort spricht Bände) und angepasstes gentechnisch verseuchtes Saatgut trotzdem weiter dort wo es leider noch erlaubt ist, auch in Europa.

Benötigt wird ein europaweites unbefristetes Verbot (die meisten Verbote sind befristet) von Agro-Gentechnik und Ultragiften wie Glyphosat mit Verstärkern und auch ein Verbot von importierten gentechnisch verseuchten Lebensmitteln und gentechnisch verseuchten Futtermitteln für Fleisch/Milch.

Wachsam bleiben kann man z.B., indem man die Unterschriftensammlung des Umweltinstitut München gegen den Allestöter "RoundUp" (von Monsanto) unterschreibt:  http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/onlineaktion_roundup-...

Siehe auch :

Und es geht nicht nur um die gentechnische Verseuchung, sondern auch um Monopole durch Patente auf Pflanzen und Tiere, also um die Macht über unser Essen, siehe Graphik bzw:

https://www.msu.edu/~howardp/seedindustry.html