By Jonas, 29 April, 2013
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Jonas

vor 12 years 10 months

Die niedrigen Mai-Temperaturen lassen bei manchem die Frage aufkommen:
hat der Klimawandel schon aufgehört? 

Das Gegenteil ist leider der Fall, der Klimawandel geht leider weiter :

  • die Erwärmung geht nur momentan mehr in die Ozeane als in die Atmosphäre
    (siehe Graphik unten)
  • Jetstream und Arktische Oszillation verändern sich und begünstigen langfristige Wetterlagen
    (siehe Graphik unten)
  • der Jetstream wird schwächer und "welliger": mehr kalte Luft im Süden, mehr warme im Norden
    (siehe Graphik unten)
  • Mehr Wärme heisst: es dauert länger, bis die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, aber wenn es dann schliesslich regnet, dann umso heftiger: "Eine Folge der Clausius-Clapeyron-Gleichung pro Grad Erwärmung kann 7% mehr Wasserdampf aufgenommen werden, bis die Luft gesättigt ist. Tatsächlich zeigen die Messdaten eine Zunahme des mittleren Wasserdampfgehalts der Atmosphäre um 4% seit den 1970ern - seither ist die globale Temperatur um 0,6 °C gestiegen. "
    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/mechanismen/2013-06-0...

Das ist eine langsame Entwicklung, die man mit langfristigen weltweiten Messungen und Statistik beobachten muss: während es hier kalt war, war es anderswo ungewöhnlich warm (z.B. Helsinki knapp 30 Grad, Pakistan -->51 Grad , ...). Das statistische Mittel muss dabei mindestens über 11 Jahre (mittlere Dauer der zyklischen Intensitätsschwankung der Sonne) genommen werden und auch El Nino/La Nina (halb-periodisch zwischen warm/kalt wechselnde Strömung im Pazifik = ENSO) und Vulkane (abkühlende Wirkung) müssen berücksichtigt werden (siehe Graphik unten): eine einzelne/r oder lokale/r Überflutung, Dürre, Tornado, warmer Sommer, lauer Winter ... ist für sich genommen kein Beleg für den Klimawandel, ebenso wenig wie ein harter Winter oder verregneter Mai den Klimawandel beendet (im Gegenteil passt das leider auch gut in die Vorhersage der Klimamodelle, siehe unten), aber die weltweite statistische Häufung der Extreme stimmt leider gut mit den Messungen, physikalischen Erklärungen, Modellen und Prognosen der weltweiten Klimaforscher überein (siehe Graphik unten).

Leider werden also vermutlich zunehmende Wetterextreme und Überschwemmungen die Landwirtschaft und damit auch uns KrautgärtnerInnen zunehmend beeinträchtigen, siehe z.B. den Artikel in der SZ über die  -->Folgen der Überflutungen für die Bauern  .

Hoffen wir also, dass die internationalen Bemühungen, den Klimawandel einzudämmen, von Erfolg gekrönt sind und dass möglichst viele Menschen selber bei der Eindämmung mitmachen, zum eigenen Vorteil, vor allem aber zum Vorteil der Kinder und Enkel, Urenkel, ... siehe auch: -->Generationenmanifest , das von renommierten Persönlichkeiten aller politischen Richtungen getragen wird

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Bild: Wohin geht die Klimaerwärmung ( http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=65 )

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Bild: Auswirkung Jet-Stream (Quelle: http://www.skepticalscience.com/jetstream-guide.html )

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Bilder:
1) Mittlere weltweite Temperatur und Einflüsse von El Nino/La Nina (ENSO) und Vulkanen
2)Erwärmung, Berücksichtigung der Einflüsse (  http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=52 )

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Bild: Statistische Zunahme der weltweiten Wetterextreme
(NASA:  http://www.giss.nasa.gov/research/briefs/hansen_17/ )

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Bild: Klimaentwicklung über lange Zeiträume und  -->A1B-Prognose  bis 2100:
ganz links die letzte Eiszeit, ab -8000 der relativ stabile Zeitraum, in dem sich
die heutige menschliche Zivilisation entwickelt hat ... 

Quelle:  http://www.skepticalscience.com/the-two-epochs-of-marcott.html

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Bild: Entwicklung des arktischen Meereises in der näheren Vergangenheit
(Ausdehnung des Eises heute mit Satelliten; früher: Sedimente am Meeresboden) 
Quelle:  http://www.earth-policy.org/data_highlights/2012/highlights31

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Diese Websiten  beantworten alle Fragen zum menschengemachten Klimawandel :
http://www.skepticalscience.com  (englisch, sehr aktuell; teilweise deutsch)
http://www.klimafakten.de  (deutsch; auch Dossiers)

Bei SkepticalScience gibt es auch eine  kurze Gesamtzusammenfassung
auf die häufigsten Fragen zum Klimawandel (deutsch, 12 Seiten) :
http://www.skepticalscience.net/docs/Guide_Skepticism_German.pdf
(mit Review namhafter Wissenschaftler).

Hervorragender VideoVortrag von Prof. Helga Kromp-Kolb über den Klimawandel,
gehalten bei der LMU-Ringvorlesung zum Klimawandel:
http://videoonline.edu.lmu.de/node/3872  

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Siehe auch: mehr von mir gesammelte Nachrichten zum Klimawandel:  -->Link

Jonas

vor 12 years 9 months

(aus dem Newsletter des Umweltinstitut München):

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

europaweite Proteste haben die EU-Kommission endlich veranlasst, die Trinkwasserprivatisierung aus der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zu streichen  - ein Sieg für die mehr als 1.5 Millionen UnterstützerInnen der europäischen Bürgerinitiative "Wasser ist ein Menschenrecht". 

Mit der Richtlinie werden Kommunen dazu gezwungen, Konzessionen für öffentliche Dienstleistungen europaweit auszuschreiben. Durch den Ausschluss des Wassersektors aus der Richtlinie ist die befürchtete Privatisierung "durch die Hintertür" endgültig vom Tisch.

Wir danken allen, sich an den Aktionen beteiligt und die Petition unterzeichnet haben!

Die Kampagne läuft noch bis zum 31. Oktober 2013. Bis dahin kann jeder EU-Bürger seine  Stimme gegen Wasserprivatisierung  abgeben, um auch weiterhin Druck zu machen.

Bild entfernt.

<--zur vorherigen Seite der Umweltnachrichten

Jonas

vor 12 years 9 months

UBA (Umweltbundesamt): Grüne Produkte in Deutschland - Status Quo und Trends

Viele Umweltbelastungen hängen direkt oder indirekt mit dem Konsum von Gütern und Dienstleistungen zusammen. Ohne einen nachhaltigen Konsum kann es deshalb keinen umfassenden Klima- und Umweltschutz geben. Nachhaltiger Konsum betrifft dabei sowohl den Nicht-Kauf von umweltschädlichen, aber auch den Kauf von umweltverträglichen Produkten sowie deren umweltfreundliche Nutzung.

Seite 22ff: Ernährung http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4465.html  

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Siehe auch: Umweltbundesamt (UBA) allgemein:


Jonas

vor 12 years 9 months

Newsletter von GLOBAL 2000 zur Situation in Österreich bzw. zur EU-Saatgutverordnung :

noch rechtzeitig vor der Sommerpause gab es diese Woche im EU-Unterausschuss einen klaren Auftrag an Minister Berlakovich, sich auch in Brüssel für den Erhalt der Vielfalt einzusetzen. Ein Vier-Parteien-Antrag (eingebracht von SPÖ, ÖVP, den Grünen und dem BZÖ) zur EU-Saatgutverordnung wurde von den Abgeordneten des Unterausschusses einstimmig angenommen. Die Forderungen der vier Parteien gehen zwar nicht so weit, wie wir es uns wünschen würden, wir sehen aber das klare Zeichen aus dem österreichischen Nationalrat, die Vielfalt an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten zu erhalten. Die Zustimmung zu dem Antrag hat sehr weitreichende Konsequenzen. Sie bindet den Minister, diese Position auch in Brüssel zu vertreten. Diesen Erfolg hätten wir ohne Sie nicht geschafft! Die starke Unterstützung der UnterzeichnerInnen unserer Petition hat die PolitikerInnen letztlich davon überzeugt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die EU-Saatgutverordnung darf so nicht durchgehen. Jetzt ist auch ein klares Zeichen seitens der anderen Mitgliedsstaaten der EU gefordert. Mit lieben Grüßen, Victoria Zedlacher für GLOBAL 2000 und ARCHE NOAH --- Bemerkung: Arche Noah ist eine unserer besten -->Bio-Saatgut-Bezugsquellen

Informationen von Arche Noah http://saatgutpolitik.arche-noah.at
Petition von Global 2000/Arche Noah http://helfen.global2000.at/de/node/19

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<--zur vorherigen Seite der Umweltnachrichten

Jonas

vor 12 years 8 months

Monsanto setzt auf Importe

Der US-Agrarkonzern kündigt an, in der EU keine Zulassungen mehr für neue Genpflanzen zu beantragen. Kritiker halten das für einen üblen Trick.

http://www.taz.de/Genpflanzen-in-Europa/!120224

Jonas

vor 12 years 8 months

FAO fordert Ende der Vermarktung hochgefährlicher Pestizide in Entwicklungsländern (PAN Germany Newsletter) 23 Schulkinder starben kürzlich im indischen Bihar, nachdem sie ein Mittagessen zu sich genommen hatten, das mit dem hochgiftigen Pestizid Monocrotophos kontaminiert war. Wieder einmal traf eine solche Tragödie die Ärmsten der Armen. Doch jetzt gerät die internationale Politik in Bewegung. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) äußerte am 30. Juli 2013: Dies ist ein erneuter Fall, der daran erinnert, dass die Beendigung der Vermarktung hochgefährlicher Pestizide in Entwicklungsländern schneller vorankommen muss. Monocrotophos wird gegen Insekten- und Spinnmilben zum Beispiel im Baumwollanbau eingesetzt und ist ein starkes Nervengift aus der chemischen Gruppe der Organophosphate. Es wird durch die FAO und die Weltgesundheitsorganisation als hochgefährlich eingestuft und steht auf der PAN International Liste hochgefährlicher Pestizide. Es kann nicht nur durch Verschlucken zum Tod führen, sondern ist auch beim Einatmen gefährlich und ist als hoch bienengefährlich eingestuft. Seit Jahren setzt sich PAN für ein fortschreitendes Verbot hochgefährlicher Pestizide ein. Handeln müssen nicht nur Regierungen. Mit einem von 127 Organisationen und rund 10.000 Einzelpersonen unterstützten Aufruf hat PAN Germany die weltweit größten Pestizid-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta aufgefordert, die Vermarktung hochgefährlicher Pestizide zu beenden. Die Zulassung von Pestiziden erfolgt weltweit unter der Annahme, dass bei deren Handhabung alle rechtlichen Vorgaben eingehalten werden und Mensch und Umwelt durch Schutzmaßnahmen sogar vor hochgefährlichen Pestiziden geschützt werden können. Dies ist nicht der Fall. Insbesondere in Entwicklungsländern unter den dort weit verbreiteten Armutsbedingungen kommt es leicht zu Vergiftungen von Menschen, Tieren und Ökosystemen. Ein Statement der FAO befindet sich auf:  http://www.fao.org/news/story/en/item/180968/ Weitere Informationen zu hochgefährlichen Pestiziden ist zu finden auf:  http://www.pan-germany.org/deu/projekte/hochgefaehrliche_pestizide....   Bild entfernt.
Bild: FAO, siehe Link zur Story oben