By Jonas, 29 April, 2013
Forums

Jonas

vor 12 years 6 months

(Hier mal ein etwas allgemeinerer Umwelt-Beitrag, der nicht direkt mit dem Garteln zu tun hat (nur strukturell):
unter anderem geht es auch um die Transition Town - Bewegung, die den Krautgarten-Standort Hohenbrunn initiiert hat):

Arte Film: WENIGER IST MEHR

Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben

http://www.arte.tv/guide/de/048214-000/weniger-ist-mehr  

(inzwischen hier:  https://www.youtube.com/watch?v=eOoUg5-TYmI )

Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Der Dokumentarfilm sucht nach Lebens- und Wirtschaftsmodellen, die den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen. Die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf unternimmt einen Selbstversuch und fragt: "Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?" Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann.

Bisher lautet das Credo von Wirtschaft und Politik "kein Wohlstand ohne Wachstum". Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Wer an dem Wachstumsdogma zweifelt, wird als realitätsfremd belächelt. Doch Wirtschaftskrise und Klimawandel haben diesen Glauben erschüttert. Bevölkerungsexplosion, Energiekrise und Umweltbelastung sind Probleme, die sich nicht länger verdrängen lassen. Immer mehr Menschen gelangen zu der Überzeugung: Grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich. Trotz Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ist die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den 70er Jahren nicht mehr gewachsen. Kann es also sein, dass die Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was braucht man wirklich, um ein gutes Leben zu führen?

Der demografische Wandel, die begrenzten Ressourcen des Planeten und die aktuellen Wirtschaftskrisen sorgen derzeit ohnehin für eine Wachstumsbremse. Höchste Zeit, umzudenken und den Ausstieg aus dem zerstörerischen Wachstum selbst zu steuern. Eine Bewegung ist entstanden, die nach Alternativen sucht. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten arbeiten in Theorie und Praxis am Aufbau einer "Postwachstumsgesellschaft" - einer Gesellschaft, in der ein besseres Leben für Mensch und Umwelt auf lange Sicht möglich sein soll.

Auf ihrer Reise stellt Karin de Miguel Wessendorf fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität.

http://www.arte.tv/guide/de/048214-000/weniger-ist-mehr  

Jonas

vor 12 years 4 months

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

der Bundesrat hat die Regierung in Berlin  dazu aufgefordert , die Vorerntespritzung mit Glyphosat sowie den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich zu verbieten.  Die Ländervertretung unterstützt damit die Umsetzung der Sofortmaßnahmen, die bislang mehr als 100.000 Menschen in unserer Onlineaktion gefordert haben.

Ilse Aigner hatte es in ihrer Amtszeit nicht geschafft, den Verbraucherschutz über die Geschäftsinteressen von Monsanto zu stellen - obwohl sich auch in Deutschland in zunehmendem Maße Rückstände des Giftes in Mensch, Tier und Umwelt finden.

Der Beschluss des Bundesrats ist ein erster wichtiger Schritt, wir fordern außerdem:

  • Ein generelles Verbot von glyphosathaltigen Pflanzengiften
  • Einen Importstopp für genmanipulierte Lebens- und Futtermittel, die routinemäßig mit hohen Mengen an glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden
  • Eine lückenlose, staatliche Überwachung unserer Lebens- und Futtermittel

Wir lassen nicht locker - unterstützen Sie weiterhin unsere Arbeit, die ersten Erfolge zeichnen sich ab!

Hier geht's zur Online-Aktion

In der Dokumentation "Das tägliche Gift" wird das Pestizid Glyphosat kritisch unter die Lupe genommen. Das Umweltinstitut München hat an der Erstellung des Beitrages mitgewirkt. Die spannende Reportage können Sie in der  ZDF-Mediathek  online ansehen. 

Bild entfernt.

Bild: http://www.umweltinstitut.org

Jonas

vor 12 years 4 months

Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen TAFTA oder TTIP 

Die Verhandlungen für das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen TAFTA oder TTIP finden im Geheimen statt.  Aus gutem Grund, denn es handelt sich um eine Art Staatsstreich der Konzerne, schreibt Lori Wallach in der neuen Ausgabe der le Monde diplomatique. Das TTIP ist eine Bedrohung völlig neuer Dimension , da es den Konzernen weitreichende Privilegien, Klagerechte und Entschädigungszahlungen gegen "investitionsfeindliche" Gesetze und Regulierungen der Teilnehmerstaaten ermöglicht. Dies betrifft die  Sicherheit und Kennzeichnung von Lebensmitteln, die Grenzwerte  chemischer und toxischer Belastung , das Gesundheitswesen und die Arzneimittelpreise, das Recht auf Privatsphäre im Internet, Energieversorgung und kulturelle "Dienstleistungen", Patente und Urheberrechte, die Nutzung von Land und Rohstoffen, die Rechte und die Arbeitsmöglichkeiten von Immigranten, die öffentliche Auftragsvergabe und vieles andere mehr...

(Quelle: TAZ-Newsletter).


http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08.mondeText1.artikel,a...

http://www.monde-diplomatique.de/pm/.aktaus

Jonas

vor 12 years 3 months

WTO (World Trade Organization) behindert Ernährungssicherheit

...

Die Staatseinkäufe zu sicheren Preisen wären eine wichtige Stütze für Kleinbauern, die bis heute weltweit rund 70 Prozent aller Lebensmittel herstellen. Genau dies zu verbieten zeigt, dass Freihandel und Hungerbekämpfung nicht vereinbar sind.

http://www.taz.de/Kommentar-Welthandelsabkommen/!128999/

 

Jonas

vor 12 years 3 months

Saatgutverordnung zurück an den Start!

250 Änderungsvorschläge haben GLOBAL 2000 und ARCHE NOAH erarbeitet, um die EU-Saatgutverordnung zu überarbeiten. Die EU-Abgeordneten konnten bis 11. Dezember ihre Änderungsvorschläge zum Kommissionsentwurf einreichen. Wir haben mit dutzenden Europaabgeordneten gesprochen. Nun setzen sich zahlreiche EU-Abgeordnete dafür ein,  die Verordnung gänzlich abzulehnen und zur völligen Überarbeitung an die Kommission zurück zu schicken . Die Österreichischen VertreterInnen des Europaparlaments, Karin Kadenbach (SPÖ) und Elisabeth Köstinger (ÖVP), haben bereits einen Antrag auf Zurückweisung der Saatgut-Verordnung an die EU-Kommission gestellt. Auch im Umweltauschuss will man die Verordnung wieder bei der Kommission sehen.

Mittlerweile sind  zahlreiche zivilgesellschaftliche AkteurInnen in anderen Ländern aktiv . Gemeinsam mit Saatgut-ErhalterInnen, ZüchterInnen, VertreterInnen kleinbäuerlicher Landwirtschaft und NGOs aus 20 europäischen Ländern haben wir die  Wiener Deklaration  zum Erhalt der Vielfalt verfasst, die im Anschluss an die Tagung den Abgeordneten des Europaparlaments in ihrer jeweiligen Landessprache verschickt wurde. Die Abgeordneten sollten dadurch auf die geplante Saatgut-Verordnung und ihre verheerenden Folgen für die Vielfalt auf den Feldern und in den Gärten aufmerksam gemacht werden.

Überlassen wir es nicht der Saatgut-Industrie, zu entscheiden, was wir in Zukunft säen und ernten werden.

Mit lieben Grüßen
Victoria Zedlacher für ARCHE NOAH und GLOBAL 2000

---

Siehe auch:  -->Berichte auf Seite 2  ff.

Jonas

vor 12 years 2 months

EU-Parlament lehnt Saatgut-Verordnung ab: Änderungsvorschläge

(aus dem Newsletter von  http://www.saatgutkampagne.org ). Bild entfernt.
  In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die Änderungsanträge EU-Abgeordneten zum EU-Kommissionsvorschlag für eine neue EU-Saatgutverordnung veröffentlicht. Sie stehen auf  http://www.europarl.europa.eu/committees/en/agri/amendments.html  . Eine erste Analyse ergibt eine breite Ablehnung des Kommissionsvorschlages

Änderungsanträge der EU-Abgeordneten veröffentlicht:
Breite Ablehnung des EU-Kommissionsvorschlags zum Saatgutrecht

Der Vorschlag der EU-Kommission zur Vereinheitlichung und industriefreundlichen Verschärfung des EU-Saatgutrechtes scheint vor dem Aus zu stehen. Verschiedene Gruppen von EU-Parlamentariern mit wichtigen Funktionsträgern aus fast allen Fraktionen fordern, den Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Verordnung über die Erzeugung und Vermarktung von Saatgut zurückzuweisen. Dies hat die Veröffentlichung der Änderungsanträge durch den Agrarausschuss des Parlamentes am Wochenende ergeben.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden u.a. die Änderungsanträge Nr. 91 98 veröffentlicht. Darin wird die Zurückweisung gleichlautend formuliert: The European Parliament rejects the Commission proposal. Diese Anträge sind von Abgeordneten vorgelegt worden, die eine breite Mehrheit des federführenden Agrarausschusses und des mitbeteiligten Umweltausschusses repräsentieren. Dazu gehören (in der Reihenfolge der Fraktionsstärke):

- die Europäische Volkspartei mit den deutschen CDU/CSU-Abgeordneten im Agrarausschuss Elisabeth Jeggle, Peter Jahr und Albert Deß sowie der österreichischen ÖVP-Abgeordneten Elisabeth Köstinger. MEP Deß ist zudem der Koordinator der EVP im Agrarausschuss. Die Gruppe legte Änderungsantrag Nr. 98 vor;

- die sozialdemokratische Abgeordneten-Gruppe S&D mit Paolo di Castro (Italien, Vorsitzender des Agrarausschusses), Karin Kadenbach (Österreich, Verhandlungsführerin [Shadow rapporteuer] der Sozialdemokraten im Agrarausschuss und Pavel Poc, (Tschechische Republik, Verhandlungsführer der Sozialdemokraten im Umweltausschuss) Änderungsantrag Nr. 93;

- aus der liberalen Gruppe ALDE: Corinne Lepage (Frankreich), Verhandlungsführerin der ALDE-Gruppe im Umweltausschuss) Antrag Nr. 92 und die deutschen Abgeordneten im Agrarausschuss Britta Reimers (FDP, Antrag Nr. 98);

- Satu Hassi, Verhandlungsführerin der Grünen im Umweltausschuss Änderungsantrag Nr. 97;
die konservative Abgeordneten-Gruppe ECR mit Julie Girling (UK, Verhandlungsführerin der ECR im Agrarausschuss) und James Nicholson (UK, Verhandlungsführer der ECR im Umweltausschuss) Änderungsantrag Nr. 95 ;

- die linkssozialistische Gruppe GUE/NGL mit Alfreds Rubiks (Lettland, Verhandlungsführer der GUE/NGL im Agrarausschuss) und João Ferreira (Portugal, Verhandlungsführer der GUE/NGL im Umweltausschuss)   Änderungsantrag Nr. 96.


Die Anträge unterscheiden sich lediglich in der Begründung:

Die Anträge 92 und 93 (aus ALDE bzw. S&D) werden damit begründet, dass der Ansatz one size fits all des vorgelegten gesetzlichen Rahmenwerkes nicht den verschieden Erfordernissen entspreche, die aus der Vielfalt des pflanzlichen Vermehrungsmaterials und aus den Bedürfnissen der VerbraucherInnen, der Anbieter und der Behörden erwachsen. Die Komplexität des Gesetzeswerkes würde unnötige Bürokratie für die Anbieter und  geringere Auswahl und Transparenz für Verbraucher mit sich bringen. Die großen Anzahl delegierter Rechtsakte im Kommissionsvorschlag erschwere eine angemessene Folgenabschätzung des Gesetzes.

Die Anträge 95 und 97 (aus ECR bzw. Grünen) werden damit begründet, dass die vorgeschlagene Verordnung nicht ausreichend dem Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft in der EU diene. Sie halte nicht genügend Raum offen für landwirtschaftliche Praktiken, die Biodiversität schützen. Außerdem sei Flexibilität zur Anpassung des EU-Saatgutrechts an nationale Eigenheiten erforderlich. Auch hier wird die Vielzahl delegierter Rechtsakte kritisiert, die der Kommission eine zu große Zuständigkeit bei der Rechtssetzung zuerkenne, ohne Einbeziehung der Mitgesetzgeber.

Der Antrag 98 (aus EVP und ALDE) weist den Kommissionsvorschlag zurück, weil er das Ziel der Vereinfachung und Harmonisierung nicht erreicht habe. Stattdessen würde den Mitgliedsstaaten, den betroffenen Unternehmen und den Saatguterzeugern ein bislang nicht vorhersehbarer und unangemessener Verwaltungsaufwand auferlegt.

Jonas

vor 12 years 2 months

Artikel bei BIOLAND: 

Die Geschichte von Hülsenfrüchten ist eine tragische. Der Anbau von Erbse, Bohne, Linse und Co. könnte viele Probleme unserer Zeit lösen: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Lebensmittelknappheit. Allein der Wille fehlte. Bis jetzt.

Die Bundesregierung will sich vom Import von Futtermitteln aus Übersee unabhängig machen. Rund 40 Millionen Tonnen Kraftfutter aus den USA und Lateinamerika landen jährlich in den Futtertrögen hiesiger Mastanlagen. Die Europäer decken auf diese Weise etwa 80 Prozent ihres Futtermittelbedarfs - alles andere als Erbsenzählerei. Nach etlichen Jahren des Raubbaus an lateinamerikanischen Böden und Abholzung des Regenwalds, hat die Politik erkannt, dass Kraftfutter auch hier erzeugt werden kann. 

...

http://www.bioland.de/im-fokus/hintergrund/detail/article/retter-in...