- Hier: alle Umweltnachrichten rund um das Krautgarten-Thema
- -->Aktuelle lokale und globale Umweltberichte
Siehe auch :
-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut, Bio-Jungpflanzen, Bio-Erde ...
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-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut, Bio-Jungpflanzen, Bio-Erde ...
Film von Compact zu TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership)
Betrifft uns KrautgärtnerInnen auf vielen Gebieten: TTIP ist gegen Regulierung gerichtet,
bringt uns also möglicherweise privatisiertes Wasser, Behinderung von Bio, Gentechnik,
Saatgutkontrolle, Gift im Essen, Fracking, ..
Appell gegen TTIP (1,3 Mio haben bereits unterschrieben) :
https://www.campact.de/ttip-ebi/ebi-appell/teilnehmen/
"Wir sind am Limit"
Wenn wir weiter ungebremst wachsen, nehmen wir große Risiken in Kauf, meint der Klimaexperte Will Steffen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird heute seine Studie zu den ökologischen Grenzen unseres Planeten vorgestellt. Zusammen mit 18 Wissenschaftlern warnt er, dass es schon in den nächsten 80 Jahren zu einem grundlegenden Wandel von Klima- und Ökosystemen kommen könnte.
...
http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/18024-die-wirtschaft-muss-grundlegend-umdenken
Sieg für die Vielfalt: EU-Saatgutverordnung gekippt!
(Quelle: -->Newsletter Umweltinstitut München ,
Siehe auch: unsere Krautgarten-Forum-Sammlung zu Bio-Bezugsquellen (kleine Züchter wie Arche Noah, Dreschflegel, Sativa, Reinsaat, Bingenheimer, .. und Link zur deutschen Bio-Saatgut-Datenbank OrganicSeeds -->Link )
die EU-Kommission hat vergangene Woche ihren Entwurf für eine neue Saatgut-Verordnung endgültig fallen lassen . Wir freuen uns mit allen GärtnerInnen, Saatgutinitiativen und kleinen Zuchtunternehmen!
Mit der neuen Verordnung sollte das Saatgutrecht in Europa vereinheitlicht werden, profitiert hätten davon allerdings nur die Agrarkonzerne mit ihren Hybridsorten. Bereits vor einem Jahr schmetterte das Europäische Parlament den Entwurf mit einer überwältigenden Mehrheit von 650 zu 15 Stimmen ab. Doch erst letzte Woche zog die EU-Kommission endgültig Konsequenzen und beerdigte ihre Pläne ein Erfolg auch für alle LiebhaberInnen alter Sorten, denn für die Vielfalt von Gemüse, Getreide und Obst in Europa wäre die Regelung verheerend gewesen.
Um den Erfolg zu feiern, erhalten die ersten 50 neuen Fördermitglieder zusätzlich zu ihrer Prämie drei Päckchen mit samenfestem Demeter-Saatgut : Je einmal die alten Sorten Goldene Königin" (Tomate), "Amerikanischer Brauner" (Pflücksalat) und das Gewürzkraut Borretsch.
(Quelle: http://www.umweltinstitut.org/index.php?id=1588 )
Bienengefährdende Pestizide: Bund Naturschutz gewinnt Rechtsstreit gegen Bayer
Der BUND hat seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience Deutschland GmbH, eine Tochter der Bayer AG, gewonnen. Nach dem am 11.3.2015 verkündeten Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der BUND wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizidprodukte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck "nicht bienengefährlich" um eine Irreführung von Verbrauchern handelt.
http://www.bund.net/bayer
21. März 2015: Tag des Waldes
Der 21. März ist traditionell der Tag des Waldes , den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat.
Newsletter Bund Naturschutz zum Thema: http://www.bund.net/index.php?id=22030
Website zum Thema: http://www.tag-des-waldes.de
22. März 2015: Weltwassertag
Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 (A/RES/47/193) ausgerufen.
2015, im Jahr der Verabschiedung der neuen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung, wird der Weltwassertag unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung" stehen. Verantwortlich ist das UN-Entwicklungsprogramm UNDP, in Zusammenarbeit mit UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.
http://www.unesco.de/wissenschaft/wasser/un-und-wasser/wassertag.html
Oekom-Verlag: kostenloses Zeitschriftenpaket zum Herunterladen
Welches Thema rund um das UN-Jahr der Böden 2015 interessiert am meisten? Zwei drängende Fragen sind auf jeden Fall, wie wir unsere Böden lebensfähig erhalten und wie wir "Landgrabbing" verhindern können.
Exklusiv und kostenlos haben wir dazu ein Zeitschriftenpaket zusammengestellt: Die politische ökologie "Peak Soil" sowie zwei Ausgaben von Ökologie & Landbau ("Kampf um Land" und "Lebensgrundlage Boden").
Zu den kostenlosen PDF-Dateien der drei Zeitschriften-Ausgaben : -->Link
Ausserdem hat Oekom zum Jahr des Bodens auch viele Bücher im Verlags-Programm.
Löst Glyphosat Krebs aus? - Wichtige Lücke in Risikobewertung deutscher Behörde
15.04.2015, Gemeinsame Pressinformation von PAN Germany und TestBiotech
Eine aktuelle Recherche des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN Germany) deckt eine wichtige Lücke bei der Risikobewertung von Glyphosat durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf. Demnach gibt es derzeit mindestens zehn Studien, die zeigen, dass Glyphosat in Zellen sogenannten "oxidativen Stress" auslöst, der auch zur Krebsentstehung führen kann. Diesen Wirkungsmechanismus hat das BfR jedoch außer Acht gelassen. Dieses Versäumnis könnte ein Grund dafür sein, dass das BfR, anders als ein internationales Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu dem Schluss kommt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist.
Mehr lesen: http://www.pan-germany.org/deu/~news-1335.html
Literweise Insektengift vom Grabbeltisch
In dieser 17. Kalenderwoche verkauft Aldi-Nord Insektengifte in 2,5 Literbehältern, mit Wirkstoffen, die umweltgefährlich und neurotoxisch sind. Als Pestizide sind die Wirkstoffe nicht mehr zugelassen nun werden sie, begleitet durch verharmlosende und irreführende Werbung als Biozid unters Volk gebracht. PAN Germany hat Beschwerde gegen die Werbung und den Verkauf des Mittels bei den zuständigen Überwachungsbehörden eingereicht.
Weiterlesen : http://blog.pan-germany.org/aldi-schlaegt-zu-literweise-insektengif...
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Kommentar : wenn ein Gift nicht mal mehr als Pestizid zugelassen ist (sodass es bei schöngerechneter Giftigkeit noch in schöngerechneten Restmengen am Teller landen darf), dann ist das mehr als haarsträubend. Zum Glück sind sowohl Pestizide (die ebenfalls nur mit Schutzkleidung und Schutzmaske verarbeitet werden dürfen) als auch "Biozide" bei uns KrautgärtnerInnen strengstens verboten (selbst geringere Gifte führen zur sofortigen und dauerhaften Kündigung der Parzelle, und Schadensersatzforderungen des Gutes Riem angesichts möglicher wirtschaftlicher Schäden kann ich mir auch gut vorstellen).
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WUPPERTAL INSTITUT NEWS 21.04.2015
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Inhalt:
Plastik vermeiden
NABU veröffentlicht Studie des Wuppertal Instituts
Systemische Betrachtung und Modellierung der Bioökonomie
Sachstandsbericht des Wuppertal Instituts
E-Mobility as a Sustainable System Innovation
Dissertation von Karoline Augenstein
Wachstum oder Nachhaltigkeit: Die Ökonomie am Scheideweg
Aufsatzsammlung von Gerhard Scherhorn erschienen
CO2: Abtrennung, Speicherung und Nutzung
Buch zur ganzheitlichen Bewertung im Bereich Wirtschaft und Industrie
Vom experimentellen Lernen zum transformativen Experimentieren
Beitrag in der zfwu
Auf dem Weg nach Paris: Baustellen und neue Horizonte
Eine Analyse der Klimakonferenz in Lima
Das Transformative Potenzial des Neuen Marktmechanismus
JIKO Policy Paper 01/2015
Abfallvermeidung in einer Verleih-Gesellschaft
Artikel im "International Journal of Waste Resources"
Growth in Transition
Neues Paper in der Reihe "Impulse zur Wachstumswende"
Wohlstands-Wandel-Wuppertal
Förderzusage des BMBF für TransZent-Projekt
Urbane Nahrungsmittelerzeugung für nachhaltige Stadtentwicklung
Wuppertal Institut begleitet "Mundraub"-Initiative
Die neue factory-Ausgabe: "Wir müssen reden"
Kooperation und Kommunikation zur Ressourcenschonung
Ökologie als soziale Frage. Wer ist vom Klimawandel betroffen?
Interview mit Uwe Schneidewind
Entwurf des NRW-Klimaschutzplans online
Kabinett billigte ersten Entwurf
Entschleunigung der Mobilität
Beitrag in der Reihe "Suffizienz als Politische Praxis"
Berliner Energietage 2015
Wuppertal Institut bitet Workshop "Suffizientes Bauen und Wohnen"
Energiewende in Unternehmen
1. Leverkusener Klimaschutzdialog
BaWü-Labs GO!
Reallabore für den nachhaltigen Wandel
Königsweg Energieeffizienz
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
Sustainable Insights
Werkstatt für verantwortungsvolles Wirtschaften in Wuppertal
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Plastik vermeiden
NABU veröffentlicht Studie des Wuppertal Instituts
Die Produktion von Kunststoffen ist eine Geschichte extremen
Wachstums: waren es global 1950 noch 1,7 Millionen, sind es 2012
weltweit 288 Millionen Tonnen (Mt). 57 Mt davon werden in der EU
erzeugt mit einem gleichzeitigen Abfallvolumen von 25 Mt. Einher
gehen hohe Verbräuche fossiler Rohstoffe mit entsprechenden
Umweltbelastungen und massiven Schäden, die durch Plastikmüll
verursacht werden. Das Wuppertal Institut hat im Auftrag des
Naturschutzbunds Deutschland (NABU) untersucht, wie sich dieser
Wachstumstrend in Deutschland ohne Gegensteuerung fortsetzen wird
und mit welchen Strategien die Plastikflut eingedämmt werden kann.
Für die künftig wichtigsten Anwendungsbereiche wurden in der
Studie jeweils drei konkrete Ansätze zur Verringerung des
Kunststoffeinsatzes aus den Bereichen Industrie, Handel und
Haushalte ausgewählt. Diese neun Optionen wurden an Fallbeispielen
auf ihre Vor- und Nachteile und die grundsätzliche technische,
rechtliche und ökonomische Machbarkeit hin diskutiert.
Sie steht auf der Webseite des NABU zum Download zur Verfügung:
http://tinyurl.com/mnzpf7x
Systemische Betrachtung und Modellierung der Bioökonomie
Sachstandsbericht des Wuppertal Instituts
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat das
Wuppertal Institut eine Studie zur systemischen Betrachtung und
Modellierung der Bioökonomie erstellt. Sie zeigt Wege auf, die
komplexen sozio-ökonomischen Zusammenhänge und Umweltauswirkungen
der Bioökonomie zu erfassen und soll dem BMBF als Grundlage für den
Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings dienen. Die Autor(inn)en
erfassten Indikatoren und Modellierungsmethoden mit Bezug zur
Bioökonomie und weisen auf bestehende Lücken hin: Diese finden sich
vor allem bei der Erfassung neuer technologiegetriebener Sektoren,
der systemischen Betrachtung eines nachhaltigen Konsums und bei der
Modellierung der Zusammenhänge zwischen Innovationen,
Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch (insbesondere die
Landnutzung). Die Studie steht auf dem Publikationsserver des
Wuppertal Instituts zur Verfügung:
http://epub.wupperinst.org/frontdoor/index/index/docId/5851
E-Mobility as a Sustainable System Innovation
Dissertation von Karoline Augenstein
In ihrer Dissertation beschäftigt sich Karoline Augenstein mit der
Frage, ob die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität
das Potenzial haben, zu einer nachhaltigen Transformation des
Mobilitätssektors beizutragen. Augenstein führt aus, warum eine rein
quantitative Diffusion von E-Fahrzeugen noch lange keine nachhaltige
Mobilitätswende ausmacht und was es für diese bedarf. Sie plädiert
für eine ganzheitlichere Vision nachhaltiger Elektromobilität - eine
Systeminnovation. Das Buch "E-Mobility as a Sustainable System
Innovation. Insights from a Captured Niche" ist im Shaker Verlag
erschienen und steht über die Reiner Lemoine-Stiftung online zur
Verfügung. Nähere Informationen zur Dissertation finden Sie unter:
http://wupperinst.org/publikationen/details/wi/a/s/ad/2940/
Wachstum oder Nachhaltigkeit: Die Ökonomie am Scheideweg
Aufsatzsammlung von Gerhard Scherhorn erschienen
"Die hier zu seinem 80. Geburtstag gesammelten Aufsätze verbindet die
Erkenntnis, dass die Zukunftsfähigkeit der Menschheit von der Ökonomie
ein anderes Menschenbild, eine andere Vorstellung von den
Bedürfnissen, vom Kaufen und Arbeiten, von den Gemeingütern und vom
Wirtschaftswachstum fordert; dass diese Veränderungen eine Öffnung der
Ökonomie für transdisziplinäre Kooperation mit den anderen
Wissenschaften erfordern; und dass sie allesamt schon auf den Weg
gebracht wurden, jetzt aber kräftigen Rückenwind brauchen." Das
schreibt
Johannes Hoffmann in seinem Vorwort zu dem neu im Altius Verlag
erschienenen Sammelband von Gerhard Scherhorn. Inhaltsverzeichnis
und Vorwort stehen zum Download unter:
http://wupperinst.org/info/details/wi/a/s/ad/2970/
CO2: Abtrennung, Speicherung und Nutzung
Buch zur ganzheitlichen Bewertung im Bereich Wirtschaft und Industrie
Der neue Sammelband "CO2: Abtrennung, Speicherung, Nutzung",
herausgegeben von Manfred Fischedick, Wuppertal Institut, Klaus
Görner, Universität Duisburg-Essen, und Margit Thomeczek,
EnergieAgentur.NRW, unternimmt eine ganzheitliche Bewertung
verschiedener CO2-Verfahren im Bereich der Energiewirtschaft und
Industrie. Dabei werden der Stand der Technik bei den CCS- und
CCR-Technologien dargelegt und Energiebilanzen verglichen. Darüber
hinaus werden verschiedene rechtliche, wirtschaftliche und
gesellschaftspolitische Aspekte von CCS und CCR diskutiert. Aus dem
Wuppertal Institut haben Karin Arnold, Manfred Fischedick (et al.),
Katja Pietzner und Peter Viebahn (et al.) Kapitel beigetragen. Das
Buch ist bei Springer Vieweg erschienen. Das Vorwort von Manfred
Fischedick sowie Probeseiten stehen auf der Springer-Website zum
freien Download zur Verfügung. Die einzelnen Kapitel sind
kostenpflichtig abrufbar: http://tinyurl.com/lhq4bzd
Vom experimentellen Lernen zum transformativen Experimentieren
Beitrag in der zfwu
Was sind die Schlüsselelemente einer nachhaltigen Entwicklung? Uwe
Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski setzen sich in ihrem Artikel
"Vom experimentellen Lernen zum transformativen Experimentieren -
Reallabore als Katalysator für eine lernende Gesellschaft auf dem Weg
zu einer Nachhaltigen Entwicklung" mit der Frage auseinander, wie der
Wissenstransfer von Nachhaltigkeitsthemen gelingen und zu
gesellschaftlichen Transformationsprozessen beitragen kann. Der
Beitrag ist in der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik
(zfwu 1/2015) erschienen und steht mit freundlicher Genehmigung des
Rainer Hampp Verlags auf dem Publikationsserver als Download bereit:
http://epub.wupperinst.org/frontdoor/index/index/docId/5835
Auf dem Weg nach Paris: Baustellen und neue Horizonte
Eine Analyse der Klimakonferenz in Lima
Diese Analyse (in englischer Sprache) beleuchtet die Ergebnisse der
Klimakonferenz 2014 in Lima im Hinblick auf das voraussichtliche
Ergebnis des Klimagipfels Ende 2015 in Paris (COP21). Die Autor(inn)en
des Wuppertal Instituts machen zunächst Vorschläge für eine
Verbesserung der bestehenden Kooperation im Rahmen der
UN-Klimakonvention. Im Anschluss wird skizziert, warum eine Ergänzung
des globalen Klimaregimes durch einen Vorreiter-Club erforderlich ist
um der internationalen Klimapolitik frischen Schwung zu verleihen.
Das Paper steht zum Download zur Verfügung unter:
http://wupperinst.org/de/info/details/wi/a/s/ad/2977/
Das Transformative Potenzial des Neuen Marktmechanismus
JIKO Policy Paper 01/2015
Es ist unumstritten, dass effektiver Klimaschutz, also eine
Stabilisierung der globalen Erwärmung unter 2 Grad Celsius über
vorindustriellem Niveau, eine fundamentale Transformation der globalen
Wirtschaftssysteme erfordert. Auch Kohlenstoffmärkte können hier einen
Beitrag leisten. So fordert die EU für den unter UNFCCC definierten
Neuen Marktmechanismus (NMM), dass dieser "die Transition zu einer
kohlenstoffarmen Wirtschaftsweise unterstützen und zusätzliche
internationale Investitionen anreizen solle". In dem nun
veröffentlichten Policy Paper "Das Transformative Potenzial des Neuen
Marktmechanismus" diskutieren die Autoren Christof Arens, Lukas
Hermwille und Wolfgang Obergassel, welchen Beitrag zu transformativem
Wandel der NMM leisten könnte und wie er ausgestaltet werden müsste,
um sein Potenzial voll zu entfalten: http://tinyurl.com/mqu2efy
Abfallvermeidung in einer Verleih-Gesellschaft
Artikel im "International Journal of Waste Resources"
Die Vermeidung von Abfall stellt eine Schlüsselstrategie für mehr
Ressourceneffizienz dar. In ihrer Publikation setzen sich die
Autor(inn)en mit der sogenannten "Leasing Society" als einen möglichen
Ansatz zur Minderung des steigenden Verbrauchs von natürlichen
Ressourcen und dem damit verbundenen Abfallaufkommen auseinander. Der
Leasing Society-Ansatz besteht in der Übernahme und Verbreitung
innovativer und service-orientierter Geschäftsmodelle in einer
gegenwärtig durch lineare Produktions- und Konsummuster
("take-make-dispose") geprägten Wirtschaft. Das Paper "Waste
Prevention in a 'Leasing Society'" wurde im "International Journal
of Waste Resources" publiziert und ist online frei verfügbar:
http://tinyurl.com/kgz4l9m
Growth in Transition
Neues Paper in der Reihe "Impulse zur Wachstumswende"
Zusammen mit jungen Wissenschaftler(innen) verschiedenster deutscher
Forschungsinstitute und Nichtregierungsorganisationen beteiligte sich
das Wuppertal Institut bei der Vorbereitung der 4. Internationalen
Degrowth Konferenz. Im Zentrum der Konferenz, die im September 2014 in
Leipzig tagte, standen das Potenzial und die Grenzen von Share
Economy, commoning und Suffizienz. Als Output der Konferenz haben Vera
Freyling, Philipp Schepelmann, Johannes Buhl, Adelheid Biesecker,
Uta v. Winterfeld und Benjamin Best ihre Beiträge in dem Paper
"Growth in Transition" zusammengetragen. Darin behandeln sie zentrale
Themen der Degrowth-Debatte: Entwicklung von Indikatoren (Freyling &
Schepelmann), Arbeitszeitverkürzung (Buhl), Feministische Theorie
(Biesecker & Winterfeld), und Urbane Transition (Best). Das Paper
wurde in der Reihe "Impulse zur WachstumsWende" veröffentlicht. Die
Publikation finden Sie zum Download unter:
http://wupperinst.org/publikationen/details/wi/a/s/ad/2957/
Wohlstands-Wandel-Wuppertal
Förderzusage des BMBF für TransZent-Projekt
Was man von zivilgesellschaftlichen Initiativen für ein nachhaltiges
kommunales Wirtschaften lernen kann, das will das Zentrum für
Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) in dem neuen
Projekt "Wohlstands-Wandel-Wuppertal" erforschen. Dabei wird die
Stadt Wuppertal zum urbanen Transformationslabor und Initiativen wie
u. a. Bahnhof Mirke/Utopiastadt oder der klimaneutrale Arrenberg
einbezogen. Für dieses Forschungsvorhaben hat TransZent nun vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Förderzusage
in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro erhalten. TransZent ist ein
gemeinsames Forschungszentrum der Bergischen Universität und des
Wuppertal Instituts. Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung auf
der TransZent-Website: http://tinyurl.com/ptyajxq
Urbane Nahrungsmittelerzeugung für nachhaltige Stadtentwicklung
Wuppertal Institut begleitet "Mundraub"-Initiative
"Mundraub" ist eine bundesweite Initiative, die mit freiwilligen
Helfern und in Partnerschaft mit Kommunen und Privateigentümern
ungenutzte Räume wie Ausgleichsflächen revitalisiert und ungenutztes
Obst wie Äpfel oder Birnen von Streuobstwiesen oder Alleen verwertet.
Die "Mundraub"-Website bietet eine digitale Landkarte, die Obstbäume,
Obststräucher, Nüsse und Kräuter im öffentlichen Raum abbildet. Das
Wuppertal Institut wird die Aktionen der Initiative im Kontext der
Nachhaltigkeitsdiskussion wissenschaftlich begleiten. Untersucht
werden soll, ob urbane Nahrungsmittelerzeugung und -nutzung zu einer
nachhaltigen Stadtentwicklung beiträgt. Anlässlich der Eröffnung der
Bundesgartenschau im Havelland will "Mundraub" Mobilisierungsaktionen
starten. Weitere Informationen können Sie der "Mundraub"-Website und
der Pressemitteilung entnehmen: http://mundraub.org/zukunftsstadt
Die neue factory-Ausgabe: "Wir müssen reden"
Kooperation und Kommunikation zur Ressourcenschonung
Schon die ersten Ansätze innerhalb von unternehmerischen
Wertschöpfungsketten zeigen, dass durch das "Miteinander reden"
viel für den Ressourcenerhalt zu holen ist. Wie wichtig verständliche
Bilder dabei sind, schildert Joachim Wille in der Geschichte des
ökologischen Rucksacks. Dass die Kommunikation der Nachhaltigkeit
entsprechend gestaltet sein sollte, scheint selbstverständlich, die
Realität sieht anders aus, beschreibt Kommunikationsdesigner Elmar
Sander. Mit "Das spricht uns an" stellen die beiden Kommunikations-
Expertinnen Martine Bouman und Sarah Lubjuhn zielgruppengerechte
Vermittlung von Nachhaltigkeitsinhalten vor. Carsten Baumgarth und
Özlem Yildiz treten in ihrem Beitrag zur Markenkunst für stärkere
Kooperation von Künstlern und Nachhaltigkeitsvermittlern ein. Die
neue Ausgabe von "factory - Magazin für nachhaltiges Wirtschaften"
ist jetzt online verfügbar: http://www.factory-magazin.de/
Ökologie als soziale Frage. Wer ist vom Klimawandel betroffen?
Interview mit Uwe Schneidewind
Vom 20. Bis 21. März 2015 fand in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin
der Kongress "Die öko-soziale Frage - Auf der Suche nach der grünen
Erzählung II" statt. Im Rahmen des Kongresses führten Prof. Dr. Uwe
Schneidewind und Michael Kellner, politischer Bundesgeschäftsführer
der Partei Bündnis 90/ Die Grünen, ein Podiumsgespräch zum Thema
"Ökologie als soziale Frage. Wer ist vom Klimawandel betroffen",
moderiert von Simone von Stosch (ARD Aktuell). Unter anderem wurde die
Frage diskutiert, in welchem Verhältnis die soziale und die
ökologische Frage heute stehen. Schneidewind betonte: "Wenn wir über
Ökologie diskutieren, reden wir im Kern über eine Gerechtigkeitsfrage."
Ein Video der Diskussion können Sie auf der Webseite von Michael
Kellner abrufen: http://tinyurl.com/mkl5ojv
Entwurf des NRW-Klimaschutzplans online
Kabinett billigte ersten Entwurf
Im Herbst 2012 startete die Konzeptionsphase für den Klimaschutzplan
NRW, im Dezember folgte die Differenzierungs- und Vernetzungsphase,
nun wurde der erste Entwurf des Klimaschutzplans Nordrhein-Westfalen
vom Kabinett gebilligt. Der Plan wurde unter einem komplexen Dialog-
und Beteiligungsverfahren erarbeitet und stellt eine der zentralen
Maßnahmen der NRW-Landesregierung für den Klimaschutz dar. Das
Wuppertal Institut hat den Partizipationsprozess mit entwickelt,
Stakeholderprozesse begleitet und den Klimaschutzplan mit
wissenschaftlichen Untersuchungen unterstützt. Der erste Entwurf
steht auf der Webseite des NRW-Umweltministeriums, Verbände sind zu
Stellungnahmen eingeladen, siehe:
http://www.klimaschutz.nrw.de/dokumente/klimaschutzplan-nrw/
Entschleunigung der Mobilität
Beitrag in der Reihe "Suffizienz als Politische Praxis"
Basierend auf seinem "Wuppertal Spezial", in dem verschiedene
Suffizienzpolitiken vorgestellt werden, widmet sich Manfred Linz in
einem Beitrag auf dem Postwachstums-Blog der suffizienten Mobilität.
Er macht Vorschläge für suffiziente Veränderungen des
Mobilitätsverhaltens, z. B. eine Citymaut, Car-Sharing oder autofreie
Erlebnistage, die den Alltag der Bevölkerung entschleunigen können.
Positivbeispiele aus dem In- und Ausland belegen die Machbarkeit der
einzelnen Maßnahmen: http://tinyurl.com/k7a35q7
Berliner Energietage 2015
Wuppertal Institut bitet Workshop "Suffizientes Bauen und Wohnen"
Die jährlich stattfinden Berliner Energietage vom 27. bis 29. April
sind mit über 250 Referent(inn)en die Leitveranstaltung für
Energieeffizienz in Deutschland. Wissenschaftler(innen) des Wuppertal
Instituts bieten hier den Workshop "Suffizientes Bauen und Wohnen"
gemeinsam mit "deutsche Bauzeitung" und dem Institut für Suffizienz
und Bauen an. Oliver Wagner moderiert, Dr. Michael Kopatz wird zum
Thema "Wie sich Suffizienz verselbstständigt. Limits, Rahmungen und
Standards" sprechen. Bei dem Workshop "Nachhaltige Energiesysteme
für Städte und Gemeinden", organisiert von Fraunhofer ISE, spricht
Dr. Johannes Venjakob zu "Urbane Transformation zur Klimaneutralität
mit Bürgerinnen und Bürgern". Das gesamte Programm finden Sie auf
der Website der Veranstalter:
http://www.berliner-energietage.de/programm.html
Energiewende in Unternehmen
1. Leverkusener Klimaschutzdialog
Welche Chancen birgt die Energiewende für kleine und mittelständische
Unternehmen? Diese Frage steht im Fokus des 1. Leverkusener
Klimadialog, veranstaltet von der lokalen Wirtschaftsförderung, der
IHK und der Kreishandwerkerschaft am 28. April. Dabei sollen z. B.
aktuelle Entwicklungen in der Gebäudedämmung, bei der
Brennstoffzellennutzung und beim Energiemanagement vorgestellt und
diskutiert werden. Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut
wird einen Impulsvortrag halten. Weitere Informationen finden Sie auf
der Website der Veranstalter: http://tinyurl.com/ks6p4vs
BaWü-Labs GO!
Reallabore für den nachhaltigen Wandel
Seit Januar 2015 unterstützt das Wissenschaftsministerium
Baden-Württemberg sieben Reallabore, die sich wissenschaftlich mit
der nachhaltigen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft
auseinandersetzen. Am 30. April 2015 findet nun in der Staatlichen
Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart die Eröffnung des Projekts
"BaWü-Labs GO! Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit
in Baden-Württemberg" statt. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, wird dort
den Vortrag "Das transformative Potential von Reallaboren: Wie kann
dieser Forschungsansatz real zum gesellschaftlichen Wandel beitragen?"
halten. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Website
des Veranstalters: http://tinyurl.com/nwn5cj4
Königsweg Energieeffizienz
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
Die Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 8. bis 10. April hat
zum Ziel, Probleme bei der praktischen Umsetzung von Energieeffizienz
zu beleuchten und die Effektivität von Fördermaßnahmen zu beurteilen.
Diese Maßnahmen sollen von den Teilnehmer(inne)n gemeinsam
weiterentwickelt werden. Dr. Stefan Thomas, Forschungsgruppenleiter
am Wuppertal Institut, wird einen Vortrag mit dem Titel "Was wäre
möglich? Potentiale der Energieeffizienz" halten. Weitere
Informationen finden Sie auf der Website der Akademie:
http://www.loccum.de/programm/p1520.html
Sustainable Insights
Werkstatt für verantwortungsvolles Wirtschaften in Wuppertal
Die "Neue Effizienz" und Prof. Dr. Christine Volkmann von der
Bergischen Universität Wuppertal veranstalten am 28./29. April
gemeinsam einen Nachhaltigkeitskongress für 100 Studierende aus ganz
Deutschland. Dort soll den Teilnehmer(inne)n vorgestellt werden, wie
Unternehmen Nachhaltigkeitsstrategien integrieren können und wie
diese im Betriebsalltag umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen die
Studierenden selbst Nachhaltigkeitsstrategien für regionale
Unternehmen entwickeln. Zu den Referent(inn)en gehört auch Prof.
Dr. Christa Liedtke vom Wuppertal Institut. Die Bewerbungsfrist läuft
noch bis zum 7. Mai 2015. Weitere Informationen finden Sie auch auf
der Kongress-Website: http://www.sustainable-insights.de/
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Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Internet: http://wupperinst.org/