By Andrea, 11 Mai, 2015
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Wir vom Krautgarten Obermenzing haben bisher fast null Erfahrung mit Schnecken, wir Glücklichen! Dieses Jahr (3. Saison) scheint das anders zu sein. Einige Parzellen berichten von mega-viel Schnecken, bei anderen sind gar keine. Jetzt haben sie uns halt entdeckt und einige KrautgärtnerInnen rufen schon nach Hilfe. Unser (Bio)gärtner, der unsere Pflanzen liefert, sagte uns, dass Schneckenkorn (also Ferramol) im Biogarten verwendet werden darf.

Jetzt meine Frage: Gibt es bei euch die Erlaubnis, dass Schneckenkorn benützt werden kann? Gibt es überhaupt irgendeine Regelung?

Ich selbst sehe das entspannter, habe aber auch bereits 2 Salate geopfert, aber keine Mengen an Schnecken gefunden. Sicher tragen die Krautgärtner selbst viel mit dazu bei, z.B. wenn der Kompost verwendet wird. Das muss halt jeder selbst wissen. Der Tipp mit Gelbsenf ist auch gut, werde ich weitergeben.

Danke für Info und nette Antworten.

Andrea

Jonas

vor 10 years 11 months

Die 7 Krautgärten der Stadtgüter Riem haben eine Regelung: die  -->Bioland-Richtlinien .Für die anderen (Nicht-Bioland) Krautgärten der Stadt München gilt laut Beschreibung auf der -->Website : keine Giftkeule, kein Mineraldünger.

Bzgl Bio: bei Saatgut und Jungpflanzen ist die Sache klar (gesetzlich geschütztes Bio-Siegel mit Öko-Kontrollestelle, oder von Bioland bevorzugt: von Naturland, Bioland, Demeter (die alten, strengeren Anbauverbände).

Bei allem anderen müssen wir am  -->Krautgarten-Telphon nachfragen, damit das Gut Riem nachsehen kann, ob es z.B. in der regionalen Bioland-Betriebsmittelliste für 2015 enthalten ist (oder beim regionalen Bioland-Verband selber nachfragen kann). Die regionale jährliche Bioland-Betriebsmittelliste basiert auf der jährlichen EU-Bio-FiBL-Betriebsmittelliste, ist i.A. aber strenger (Details bei -->Bioland ).

manuela ballmann

vor 10 years 11 months

wir haben zwar am acker kaum schnecken, aber zu hause im garten megamäßig viel. ich verwende schneckenkrägen für alles was schnecken lieben. die brauchts auch nur um die jungpflanzen, wenn sie größer sind geb ich sie weg. die kannst du auch ohne nachfragen verwenden.

bei gelbsenf ist das problem, dass dann die fruchtfolge durcheinanderkommt, er soll vor und nach kreuzblütlern (zb kohl, radieschen, rettich) nicht verwendet werden.

Andrea

vor 10 years 11 months

Danke, damit komme ich schon ein ganzes Stück weiter. Schneckenkrägen hören sich auch vielversprechend an. Besonders Danke an Jonas, als Krautgärtner stolpert man immer wieder über die Bioland-Richtlinien :-)

Jonas

vor 10 years 11 months

Ich gebe zu, dass ich ziemlich gebetsmühlenartig auf die  -->Bioland-Richtlinien verlinke, sobald es um Regeln oder die Grenzen derselben geht: das Forum schafft Öffentlichkeit und von daher sehe ich es als Admin als meine Pflicht an, bei solchen Gelegenheiten darauf zu verlinken, immer wieder, weil immer wieder Neulinge ins Forum kommen oder möglicherweise nur dieser eine Beitrag gelesen wird ..

Darüber hinaus gab es in Riem zu Zeiten der Pferdewiese (und auf der Seite der Wildnis) durchaus auch Schneckendruck von aussen, der sich (auf meiner Parzelle) ganz gut durch das Kompostbeet (einen Ablageplatz für Kompost) eindämmen ließ: ich habe die Schecken regelmässig abgesammelt (geht natürlich nur wenn man oft am Acker ist) und zurück auf die Wiese/Wildnis geworfen und den Kompost immer wieder aufgelockert, sodass er zwar einen durchgehenden Wall (Schecken lieben Kompost und halten da an) bildet, aber keine schön feuchte Wohnung für viele Schneckeneier .. Es ist leichter, die Schecken aus dem Kompostwall abzusammeln als aus 60qm: nachschauen muss man da aber auch immer wieder, schon wegen der kleinen grauen Nacktschnecken, die überall sind, aber nicht ganz so viel fressen wie die roten Nacktschnecken).

Ich hatte im ersten Jahr Bohnen direkt hinter dem Kompostbeet, die kaum geschädigt waren: ich hatte auch schon mal ein Versuchsbeet in einem Schrebergarten und weiß, dass das auch in komplettem Bohnen-Kahlfraß enden kann, teilweise sogar mit Schneckenkragen: das vermindert den Druck, aber man muss trotzdem kontrollieren, denn manche Schnecken schlängeln sich schräg drüber und kommen trotzdem rein. Ich habe wiederum gelesen, dass ein Kupferblech(-Kragen) sehr wirksam sein soll (das vertragen die Schnecken wohl nicht), aber da Kupfer zwar im Boden natürlich in geringen Spurenmengen vorkommt und sogar im Biolandbau als Funghizid zugelassen ist, aber strengen Mengenregelungen unterliegt (in deutlich kleineren Mengen als in konventionellem Dünger, ich hab mal nachrecherchiert, hier ein -->Link zu einem Artikel über Kupfer von Bioland ), daher wage ich zu bezweifeln, dass wir  -->Bioland-Gärtner das verwenden dürfen. Jedenfalls müssen wir am  -->Krautgarten-Telephon nachfragen :-) ...

Hier noch der Link zu anderen Schecken-Diskussionen (von dort ist nun auch hierher verlinkt): -->Link

Andrea

vor 10 years 11 months

Hallo Jonas,

damit hast du völlig recht, da steht so ziemlich alles drin.
Klasse, was du jetzt noch alles geschrieben hast! Und dass Schnecken auch an Bohnen und Kartoffelpflanzen gehen, habe ich auch noch nie gehört. Bin mal gespannt, wie das weitergeht, aber es gibt durchaus Möglichkeiten wenn wir uns dafür interessieren. Präsenz auf der Parzelle ist sowieso das Beste, immer wieder schauen, was so kreucht und fleucht.

Ulla

vor 10 years 11 months

Hallo Jonas, 
das Kompostbeet als Schneckenfalle zu nutzen ist auf jeden Fall effektiv. So habe ich es in den letzten Jahren auch gehalten, nur waren die Schnecken dieses Jahr schneller da als der Kompost ;) ...

By Ulla, 5 Mai, 2015
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Es war wohl keine gute Idee, die letzten drei Beete mit Vlies abzudecken. Ich war eine Woche nicht auf meiner Parzelle und habe heute gesehen, dass sämtliche Kohlpflanzen unter dem Vlies von Nacktschnecken aufgefressen wurden :(  Es waren auch viele Schnecken unter dem Vlies. Die scheinen sich bei dem feuchtwarmen Wetter schnell zu vermehren. Von den letzten Jahren kenne ich das so nicht allerdings hatte ich da die Kohlpflanzen nicht unter Vlies.

Charlotte-Chri…

vor 10 years 11 months

Danke für deine Info. Das ist ja ärgerlich.Ich bin zwar am Riemkrautgarten, ich wollte auch heute mal nachschauen was sich tut auf meinen Bereich. Ich hoffe die Schnecken machen dies hier nicht nach.

Ulla

vor 10 years 11 months

ja, schon ärgerlich, das Kraut schmeckt ja hervorragend. Jetzt muss ich zusehen, was ich mit dem freien Platz anstelle ;)

Ich werde wohl öfter mal zum Schneckensammeln rausgehen.

Charlotte-Chri…

vor 10 years 11 months

Ich War heute Nachmittag draußen und habe meinen Bereich kontrolliert. Alles paletti gottseidank. Meine Blumensamen kommen auch schon. Aber fürchterlich bazig der Boden. Der Fenchel ist teilweise abgeknabbert.
By Sandrine, 20 März, 2015
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Hallo

 

Ich werde mein Erstes Jahr im Gut Riem machen. Freue mich drauf

Bei dem Info Abend wurde das Thema Kompost diskutiert.

Ich würde gern an einem Projekt "wir bauen einen Kompost auf dem Acker" teilnehmen. (Befor es mit dem pflanzen los geht)

Dürften wir ?  Wäre Jemand dabei ? Ist Jemand Handwerklich Geschickt

Ich habe an einen Tag "Kompost richtig anlegen" bei VHS München teilgenommen

und letzte Winter das Material dafür gelagert (Straucherschnittgut, Blätter) Fehlt nur noch Bio Stroh und eine kleine Menge Bio Mist.

 

Dürfen Wir ?

Danke für eure Antwort

Beste grüsse

Sandrine 

Jonas

vor 11 years

Hallo Sandrine, 

für so was muss man sich mit dem Gut Riem absprechen (auch wenn es bei der -->Infoveranstaltung  allgemein als Möglichkeit angegeben wurde, wenn sich genügend Leute finden, die einen Kompost zuverlässig "verwalten" (umsetzen, Schnecken absammeln, usw, ich kenne mich nicht aus). Momentan ist in Riem nur gepflügt, es gibt keine Beete, keine Parzellen, keine Wege, da kann man vermutlich eh noch nichts machen.

Ich denke, man muss beim -->Krautgarten-Telephon  anrufen und fragen, wo und ab wann man was machen könnte (keiner hat gern einen Schneckenherd nahe der eigenen Parzelle), und auch wie es mit Zusatz-Materialien von aussen aussieht, wegen -->Bioland-Richtlinien  (die Düngung, die wir vom Gut Riem bekommen ist bio-zertifiziert, d.h. rückstandskontrolliert), was dann am Ende der Saison damit passiert (ist schon alles verrottet? Man kann ja nichts mehrjähriges machen, weil immer alles gepflügt wird ..), bzw. wer den Kompost nach der Saison gleichmässig am Acker verteilt, usw.

Viele Grüße,
Jonas.

Sandrine

vor 11 years

Danke Jonas,

Ist mir alles klar. Ich warte auf den Start erstmal.

Freue mich auf mitmachen zu durfen erstmal. Hoffe ich werde alles schaffen

Beste Grüsse

Sandrine

By Uschi, 7 Oktober, 2014
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Hallo,

am Sonntag gegen 18.30 Uhr war ich im Garten und einige Parzellen weiter -also nahe der mittigen Wasserpumpe hörte ich die begeisterten Ausrufe von zwei Männern, welche sich extrem erfreut zeigten, dass auf einem Feld viel Salat zur Ernte bereit stand. Ich habe mich vom Buddeln aufgerichtet und neugierig in Richtung der Männer gesehen, weil mir der Dialog doch seltsam vorkam. Als Sie mich bemerkten stoppten sie ihre Schritte und blieben am Rand der Parzelle stehen. Ich rief Ihnen zu, das die Gärten privat seien. Darauf entspann sich ein kurzer Dialog zwischen uns, sie taten erst erstaunt, dann wollten sie wissen, wo denn eine Kasse zum Bezahlen von geerntetem Gemüse stehen wuerde. Nach meinem nochmaligem Hinweis auf private Eigentümer fragte mich dann einer, ob es denn stimmen würde, dass die Parzelle 60 Euro kostet etc. Sie verließen dann den Acker ohne Ernte mit der Anmerkung "man kann ja mal fragen". 

Evtl. hat ja der Kuerbis-Verkaufsstand am Feldrand Begehrlichkeiten geweckt.

Gute Ernte weiterhin allen Gärtnern,

viele Gruesse

Uschi

By Jonas, 30 September, 2014
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Gemüseraritäten  ....alte, vergessene Klassiker und neuentdeckte Exoten.

Die Gärtnerinnen und Gärtner haben sich intensiv mit den "alten Wilden" befasst. Wer kennt noch den 'Guten Heinrich' oder das 'Lauch-Scheibenschötchen'? In den ÖBZ-Experimentiergärten wurden die Pflanzen in den letzten Jahren angebaut, geerntet und daraus inzwischen fast vergessene Gerichte zubereitet. Die Gemüsesorten hatten einige Überraschungen zu bieten: sie waren nicht nur sehr schmackhaft, zum Beispiel waren die den ursprünglichen Wildformen sehr ähnlichen Pflanzen in diesem verregneten Sommer nahezu schneckenresistent. Aus dieser ehrenamtlichen Arbeit ist ein Kalender für das Jahr 2015 entstanden, der in jedem Monat eine andere Gemüsepflanze vorstellt. Neben wunderschönen Bildern gibt es jede Menge Informationen über die einzelnen Pflanzen, deren Herkunft und Geschichte und - natürlich besonders wichtig für Gärtner - über den Anbau bei uns und die Verwendung des 'Guten Heinrich' und Co. Der Kalender Gemüseraritäten ist ab sofort beim MUZ im ÖBZ für eine Schutzgebühr von 5.- erhältlich : http://www.oebz.de/default.asp?Menue=1&News=51
By Andrea, 22 September, 2014
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Vom Krautgarten Obermenzing sind vor einer Woche ALLE Muskatkürbisse, die auf zwei letztjährigen Komposthäufen wuchsen, verschwunden!

Wir hatten im Frühjahr die Pflanzen übrig und sie wurden deshalb dort angepflanzt. Es war herrlich, wie sie dort gewachsen sind, es waren sicher 6 - 8 Stück, die teilweise sehr groß und schwer waren. Wir nehmen an, dass längstens bekannt war, dass sie dort wachsen und jetzt war es wohl Zeit "zu ernten", d.h. die wurden schon längere Zeit beobachtet. Die Kürbisse waren ja nicht auf Einzelparzellen, sondern im allgemeinen Bereich am Rand der Felder.

Bisher hatten wir ein Paradies. Bei uns gibt es bewusst keinen Zaun.
Außer der lästigen Kohlfliege wenig Schädlinge, keine Schnecken (!), die (wenigen) Kartoffelkäfer konnten auch im Larvenstadium entsorgt werden, Hasenfraß gab es dieses Saison auch nicht und - keine Diebstähle von Gemüse - bis vor einer Woche und dann mal gleich in großem Stil.

Wir glauben nicht, dass Robin Hood da war und Bedürftige versorgt hat, damit wären wir sogar einverstanden gewesen. Wir glauben eher, dass sie verkauft wurden, also alles sehr ärgerlich aber nicht zu ändern. Alleine konnte man die gar nicht wegtragen, das muss also geplant gewesen sein.

Hilft jetzt alles nichts, vielleicht können wir für nächstes Jahr daraus lernen, z.B. aktiv fremde Besucher ansprechen.

Gibt es in anderen Krautgärten auch solche Vorfälle?


Jonas

vor 11 years 6 months

Ja, seufz, früher oder später erfolgt die Vertreibung aus dem Paradies (gibt das leider überall, siehe die immer wieder berichteten Vorfälle hier im Forum). Vermutlich erfolgte die Vertreibung aus dem Paradies wegen eines geklauten Apfels, und nicht wegen des Naschens vom Baum der Erkenntnis (die liegt ja bei gewissen klauenden Leuten nicht vor ...). Es bleibt schwierig.

Andrea

vor 11 years 6 months

Danke Jonas, wohl wahr

By Jonas, 3 August, 2014
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Aus einem vergangenen August-Newsletter des Biogartenversand Bioland Hof Jebel (siehe unsere gesammelten  -->Bio-Bezugsquellen ):

Im August braucht der Biogarten weniger große Umräumaktionen, sondern genaues Hinschauen, angemessene Pflege und rechtzeitiges Ernten und Konservieren der Früchte Ihrer Arbeit.

(Ich hab trotzdem umgebaut und die Erbsen nun doch raus und Ruccola, Pflücksalate usw. -->nachgesäät  ...).

Doch warum überhaupt August?  Lang ist's her ...  http://de.wikipedia.org/wiki/Augustus