By Detlef, 13 August, 2015
Forums

Aus gegebenen Anlaß möchte ich hier kurz die - aus meiner Sicht - richtige Bedienung einer Schwengelpumpe beschreiben. Mir ist auf diese Weise noch nie die Pumpe kaputt gegangen und ich konnte eine trocken laufende Pumpe immer wieder in Betrieb nehmen.

Im Krautgarten Berg am Laim sind zur Befüllung der Gießkannen 2 Schwengelpumpen installiert. Der Aufbau der Schwengelpumpen ist hier beschieben. In meiner Anleitung verwende ich die dort benutzten Begriffe.

Wie bediene ich eine Schwengelpumpe richtig ?

Die Schwengelpumpe ist gleichmäßig und mit großem Hub zu bedienen. Mit großem Hub meine ich, dass der Schwengel beim Runterdrücken bis an den Zylinder gedrückt wird und beim Heben des Schwengels die Kolbenstange komplett im Zylinder verschwinden sollte. Nur kurzes 'hin und her nuckeln' und ruckartige Bedienung machen die Pumpe, insbesondere die Dichtung (das Leder) kaputt. Auch zu kräftiges Pumpen, bei dem beim Herunterdrücken des Schwengels die Pumpe 'knallt' und man gegen einen Widerstand pumpt, deuten auf eine Fehlbedienung hin und zerstören auf Dauer das Ventil bzw. die Ledermanschette.

Wie erwecke ich eine trocken laufende Pumpe zum Leben ?

Eine trocken laufende Pumpe ist kein Beinbruch, sofern man genug Wasser zur Hand hat. Nachdem man den Schwengel komplett nach oben gezogen hat, damit die Kolbenstange komplett im Zylinder verschwindet, gießt man von oben Wasser in den Zylinder bis aus der Wasseraustrittsöffnung Wasser fließt. Anschließend pumpt man langsam und gleichmäßig. Zieht die Pumpe immer noch Luft, pumpt man noch langsamer bzw. gießt nochmal Wasser in den Zylinder.

Da man zur Wiederinbetriebnahme einer trocken laufenden Pumpe u.U. viel Wasser benötigt, empfieht es sich, die Bottiche immer mit Wasser zu füllen. D.h. wer aus den Bottichen Wasser entnimmt, sollte diese auch wieder auffüllen. Das gebietet einfach die Solidarität.

Und hier noch ein nteressanter Film zur Inbetriebnahme einer trocken laufenden Pumpe.

Und jetzt viel Spaß beim Gießen :-) !

Schwengelpumpe

Bild Kolbenpumpe, Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenpumpe  

 

Jonas

vor 8 years 10 months

Zuständig für die Reparatur ist das Gut Riem: -->Kontakt

Wer selber tätig werden will, darf natrürlich nichts verschlimmbessern und muss alles wieder so festschrauben, wie es vorher war, damit keine Verletzungsgefahr besteht. Im Zweifel immer beim Gut Riem fragen. Keine Verantwortung meinerseits für die hier gegebenen Erfahrungsberichte (keine Handlungsanweisungen).

Früher gab es nur ganze Pumpen zu kaufen.
Heute gibt es schon Shops im Netz mit Ersatzteilen.
Angeblich werden nur noch 75er Schwengelpumpen verkauft:
Suchbegriff: Schwengelpumpe Ersatzteil (z.B. -->Link)

Bild: Kolben, alte Ledermanschette, neue Ledermanschette.
Nun zieht der Brunnen auch wieder gut ..
So eine Ledermanschette kostet 6 Euro ..
siehe -->Ackerbericht Riem
Brunnenteile

Jonas

vor 7 years 8 months

Eine relativ neue Dichtung bekommt man nur in den Kolben, wenn kein Wasser drin ist: es reicht dabei, das Wasser abzulassen, man muss nicht den ganzen Brunnenkopf entfernen: dazu die Schrauben am Sockel beim Einlassventil lockern (dann fliesst das Wasser heraus). Danach muss man die Schrauben natürlich wieder fest auf die Dichtungen im Sockel anziehen, sonst zieht der Brunnen nur Luft statt Wasser .. und wenn die Schrauben nicht fest sind, könnte der Brunnenkopf sich lockern und jemand auf den Fuss fallen.

Jonas

vor 5 years 8 months

Manchmal braucht man auch eine richtige Klemptner-Zange um das Endstück des Kopfes aufzuschrauben, wenn keine Einkerbungen da sind, in die man einen Schraubenschlüssel als Hebel einlegen kann.

Brunnen mit roter Klemptnerzange

Jonas

vor 3 years 8 months

Manchmal (sehr selten) geht auch die Kolbenstange kaputt.

Am vorderen 30er Brunnen war das der Fall (Bild).
Ich hatte zwar Ersatz zuhause, aber leider war der Bolzen,
den man normalerweise einsetzt, minimal zu groß,
sodass ich die alte Schraube drinließ und sogar
statt zweitem Bolzen eine weitere Schraube
eingesetzt habe, damit der Brunnen überhaupt
wieder funktioniert (beim morgen angesagten
bisher heissesen Tag des Jahres). Vielleicht
kann man irgendwann nachsehen, ob schon
so viel abgenutzt wurde, dass man einen
Bolzen statt einer Schraube einsetzen kann
und damit die Abnutzung der Kolbenstange
verringern ..

Bild: Kolbenstange, kaputter Teil (durchgewetzt)

Kolbenstange, kaputter Teil (durchgewetzt)

Bild: Kolbenstange, noch intakter Teil:
Kolbenstange, noch intakter Teil

 

Jonas

vor 2 years 10 months

Das erste mal, dass der Brunnenkopf zerbrochen war ..

Es gibt zwar nicht viele Menschen, die sowas als Ersatzteil zuhause haben, aber ich gehöre dazu :-)

By Sybille, 5 August, 2015
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Guten Morgen,

hat jemand schon mal von den Salaten selbst Samen gesammelt? Ich habe ein paar geschossene Salate stehen gelassen, die jetzt zu blühen anfangen - schaut so schön aus! Bin am Überlegen, ob ich versuche, davon Saatgut zu gewinnen...

Sybille

vor 10 years 7 months

Halo Jonas, danke für da Angebot. Das nehme ich gerne an. Bin aber jetzt ein paar Tage nicht da, melde mich dann!

Schönes Wochenende!

Sybille

By Eva Gongolo, 25 Juli, 2015
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Hallo an alle Wissenden,nachdem ich mittlerweile schon 2 1/2 leere Beete habe würde ich gern noch ein bisschen was anpflanzen.Leider habe ich bei dem Verkauf Ende Juni nicht so richtig zugeschlagen. Das bereue ich jetzt.Hat jemand Tipps was jetzt noch wächst und gedeiht?Und wo in München man Setzlinge bekommt? Ich habe kein Auto und bin im Mai schon mal mit der S-Bahn nach Olching gefahren. Notfalls mache ich das wieder, aber dann wird's Mitte August.Vielen Dank für Tipps!

Jonas

vor 10 years 8 months

Siehe  -->Nachpflanzen .

Ich bin auch immer an neuen Tipps interessiert.

Stein

vor 10 years 8 months

Hallo,

ich habe mir beim Dehner Endivien und Kohlrabi besorgt.Die Karotten möchte ich demnächst nach und nach abernten und da möchte ich noch Spinat säen.Beim Dehner gab es auch noch Weisskraut und Rosenkohl. Ich finde das dieses Geschäft am besten mit Bio Pflanzen sortiert ist.Der einzige Nachteil ist, das man immer so viel Pflanzen auf einmal hat. Ich habe tlw. noch welche an die Nachbarn verschenkt.

Eva Gongolo

vor 10 years 8 months

Ok, danke für die Tipps. Mal sehen was ich noch finde.

Eva Gongolo

vor 10 years 8 months

Vielen Dank für die Tipps. Morgen rufe ich gleich mal bei Dehner an.
By blecki.c, 25 Juli, 2015
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Hallo liebe Riemer Mitgärtner,

ich bin ab dem 1.8. für 2 Wochen im Urlaub und würde mich sehr freuen, wenn sich jemand in dieser Zeit um das Gießen meiner 30qm Parzelle kümmern könnte. Ich revanchiere mir gerne!

Claudia

bleckmann.c@web.de

By Daniela, 10 Juni, 2015
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Hallo zusammen, in Riem ist unser Spinat noch ziemlich klein, z.T. etwas bräunlich und blüht jetzt schon. Kann man den noch ernten oder ist das jetzt zu spät, sobald er blüht? Habt ihr das Erfahrungswerte? Wie macht ihr das?

Yvonne_1

vor 10 years 9 months

Hallo Daniela, solang die Blätter nicht hart sind schmecken sie auch noch bei blühendem Spinat. Wir haben es gestern getestet. Einfach mal ausprobieren und den Rest als Gründüngung ins Bett einarbeiten (letzteres sagt mein Bio-Gartenbuch).

Daniela

vor 10 years 9 months

Danke für die Antwort. Ja, echt schade, dass wir den irgendwie verpasst haben. 

By Arndt, 7 Juni, 2015
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30 qm Parzelle in Riem

Heute haben wir im Inneren vom Lauch so eine Art grünes Sägemehl entdeckt. Auch lassen sich bei diesen Pflänzchen die inneren zarten Blättchen einfach heraus ziehen. Ich habe dann ein Pflänzchen bis zum Herz entblättert und eine kleine grünliche Larve entdeckt. Lauchmotte/fliege? Was sollen wir dagegen tun? Es sind bereits 4 Pflanzen betroffen!!!

Beim Salat passiert es das plötzlich eine ganze Pflanze tot und welk da liegt. Beim herausziehen zeigt sich das der Salat nicht mehr mit der Wurzel verbunden ist. Wir haben dann die Wurzel ausgegraben und im direkten Umfeld in der Erde gesucht ob es da vielleich ein Wurm oder was ähnliches gibt, haben aber nichts gefunden. Ist das evtl. der Drahtwurm?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Arndt

manuela ballmann

vor 10 years 9 months

wühlmaus beim salat?

wir hatten das beim sellerie vor zwei jahren.

Angela

vor 10 years 9 months

Das mit dem Salat hatte ich letztes Jahr. Irgendwann habe ich dann einen Drahtwurm auf frischer Tat ertappt...

Deine Beschreibung klingt sehr nach Drahtwurm.

Uwe

vor 10 years 9 months

Hallo Arndt,

das ist sehr wahrscheinlich die Lauchminiermotte!

Da hilft nur ein Insektenschutznetz, um die Pflanzen zu schützen, die noch nicht befallen sind.

Das Schutznetz muss dann bis Ende September bzw. der letzten Lauch-/Zwiebelernte drüber bleiben (1. Generation im Mai, 2. im September). Wir in Hohenbrunn können auch nur so gesunden Lauch ernten. Ich pflanze Lauch, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln so, dass dazwischen kleine Lücken  entstehen, in die ich Rucola aussähen kann. So ist der Salat gleichzeitig gegen Kohlerdflöhe gesichert. Eine Rucola-Ernte ist nämlich (in Hohenbrunn) im Frühsommer ohne Netz auch nicht möglich, weil nur noch Rucola-Gerippe übrigbleiben. Das "Sägemehl" ist der Kot der Larven.

Gruß

Uwe aus Hohenbrunn

Arndt

vor 10 years 9 months

Hallo Uwe,

vielen Dank für Deine super Info. Auch ich bin mittlerweile weiter und gebe Dir absolut recht. Ein Insektenschutznetz ist in München mit der geforderten Maschenweite 0,8x0,8 mm gegen diese Motte nicht zu bekommen. So bleibt einfach bestellen und dieses Jahr hoffen.

Ein Tip aus dem Internet war noch einfach die leicht angefallen Pflanzen ganz tief unten abzuschneiden. Haben wir gemacht - und siehe da der Lauch wächst wieder ganz gesund nach.

Der Salat wird wohl von einer Erdraupe angefallen, allerdings habe ich bisher keine entdeckt. Habe Kartoffelhälften ausgelegt die wohl super Köder sind, aber nach 4 Tagen nichts. Vielleicht liegt es am fehlenden Niderschlag.

Heute haben wir ein NEUES Problem angetroffen. Ich haue mal ein Foto rein.

Vielleicht hat ja wieder jemand super Tipps.

Vielen Dank nochmal allen!

Arndt

Uwe

vor 10 years 9 months

Es gibt Netze im Internet zu bestellen. Google nach Wolfgang Nixdorf oder Hartmann-Brockhaus. Diese Netze sind robuste Profinetze mit 5 Jahren UV-GARANTIE. Ich glaube aber, die halten noch viel länger.
By Sybille, 1 Juni, 2015
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Habe gerade eine interessante Website gefunden - hier werden verschiedene Beikräuter einfach und gut erklärt:

http://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/aktuelles-lfz/forschung/791-fors-bio-landwirtschaft-und-biodiversit/pflanze/gruenland.html

Viel Spaß beim Stöbern!

Sybille

By Sybille, 14 Mai, 2015
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Praktisch nicht auszurotten und dieses Jahr - zumindest bei mir auf der Parzelle / Riem- eine echte Aufgabe: Quecken. Jetzt habe ich gelesen, dass die Wurzel als Heilmittel verwendet werden kann (u.a hier:)

http://www.kraeuter-vielfalt-franken.de/aktuelleinfos/854.Unsere_Pflanze_des_Monats_-_Mai_.html

Weiß vielleicht jemand, ob "unsere" Quecken dazu geeignet sind? Dann wäre ja zumindest das mühselige Ausgraben zu etwas Nütze.

Danke,

Sybille

Charlotte-Chri…

vor 10 years 10 months

Quecke bleibt Quecke, die auf dem Acker kannst Du so wie in dem Link verarbeiten, da hast Du eh einen guten erklärbaren Link. Danke dafür

VG

Charlotte-Christine

Sybille

vor 10 years 10 months

Dann werde ich mich zukünftig (vielleicht) nicht mehr ganz so über die Quecken ärgern und die Wurzeln weiter verarbeiten. 

Sonniges Wochenende!

Sybille

By Eva Gongolo, 12 Mai, 2015
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Meine Mitstreiterin Nadira und ich sind Krautgarten-Neulinge. Und ziemlich unwissend. Und es kommen eine Menge Fragen auf. Mittlerweile weiß ich zumindest schon mal was Mulchen bedeutet und dass das dem Gemüse sehr gut tut. Aber wo bekommt man nun das Material dafür her? Wir haben zB keinen Garten, sprich auch keinen Rasen den wir mähen könnten.Oder: an manchen Beeten wachsen Dinge die da offensichtlich nicht hingehören,zB haben wir an mehreren Stellen auf unserer Parzelle Kartoffeln, zumindest glaube ich dass es Kartoffeln sind. Aber da wo Kartoffeln sein sollten keine...Und wir bemühen uns, unsere Beete zu Harken und das Unkraut einigermaßen zu entfernen. Aber auf dem besagten Kartoffelbeet ist zB relativ viel Unkraut, so dass wir da nicht richtig rangehen wollen, weil ja die Kartoffelpflanzen noch nicht zu sehen sind. Und man hat mir auch erzählt, dass die Pflanzen es nicht mögen, wenn zu viel geharkt wird.Also muss man das Unkraut praktisch alles per Hand ausrupfen?Wem geht es ähnlich oder wer weiß ein paar Antworten?Ich habe mir heute schon den "Bio-Garten-Ratgeber" von Andrea Heistinger gekauft (nicht den 600-Seiten-Schinken) und hoffe, daraus zumindest ein paar Erkenntnisse zu gewinnen, aber alle Fragen beantwortet der mir nicht.

Jonas

vor 10 years 10 months

Wegen mulchen muss man beim Gut Riem am  -->Krautgarten-Telephon fragen: wir als -->Bioland -Gärtner dürfen ja nicht alles verwenden (ich nehme an, es ist ein Krautgarten des städtischen Gutes Riem): der Mulch muss rückstandskontrolliert und gemäß regionaler Bioland-Betriebsmittelliste 2015 zugelassen sein (es variiert von Jahr zu Jahr: in Hohenbrunn hatten sie einmal Erde von einem Bauern, die zugelassen war, nächstes Jahr war sie zu belastet und nicht mehr zugelassen).

PS: Ich mulche nicht viel: nur mit den Ernteresten von meiner Parzelle (WaGraDaI: was grad da ist): Radieschenblätter, Fenchelstiele, Karottenkraut, ... (nicht mulchen tue ich mit Kohlblättern: das macht mir einen zu pilzigen Eindruck). So bleiben die Nährstoffe auf der Parzelle und es ist nicht so feucht wie bei dickem Mulch (was in den Gartenbüchern immer steht), sodass sich die Schnecken (die Gammliges und Feuchtes mögen) nicht so wohl fühlen.

Bei den Kartoffeln muss man beim Jäten vorsichtig sein, auch wenn sie zu sehen sind: die beginnen jetzt zu kommen, siehe Diskussion und Bild beim  -->Beikraut/Pflanzenraten .

Zum Hacken sagte das Gut Riem bei einer der früheren -->Infoveranstaltungen , dass es das tiefe Wurzelwachstum anregt (vermutlich weil die oberen Wurzeln teilweise abgetrennt werden?) und die Pflanzen durch tiefere Wurzeln resistenter gegen Trockenheit sind (hacken statt viel giessen). Auch wird beim Hacken die Oberflächenkruste und Spalten/Löcher die tief gehen gestopft, d.h. Wasser verdunstet nicht so leicht. Andererseits hole ich durch häten (Mischung aus Hacken und Jäten mit einer  -->Wurzelkralle oder einem -->Sauzahn ) auch immer wieder Regenwürmer aus ihrer Ruhe und frage mich auch, ob ich das Bodenleben nicht durcheinanderbringe.

Im Handbuch der kleinen Gemüsekunde (ein PDF, das online ist) bei unseren - ->Garten-Büchern/Links wird das Hacken auch empfohlen, allerdings ohne Begründung.

---

Noch jemand Antworten? Mich würde eine genauere Begründung für das Hacken auch interessieren.

Eva Gongolo

vor 10 years 10 months

Danke Jonas.Das mit dem Mulch ist natürlich wahr.Wir hacken auch nicht so tief, und bei den Kartoffeln (also da wo welche sein sollten) haben wir fast gar nicht gehackt. Aber Ausschau gehalten nach Kartoffelkäfern.Am Freitag fahre ich nach Olching zur Bioland-Gärtnerei Hecker um die fehlenden Setzlinge zu kaufen. Vielleicht haben die ja auch Mulch. Ist zwar etwas schwierig das dann alles mit der S-Bahn zu transportieren, aber der dürfte ja nicht allzu schwer sein.Ich habe übrigens leider an keiner Infoveranstaltung teilgenommen, da ich erst Mitte/Ende März erfahren habe, dass ich dieses Jahr schon eine Parzelle bekomme. Vielleicht erscheinen deshalb einige meiner Fragen merkwürdig. Ich bzw. wir sind erst dabei, uns das nötige Wissen durch viel Fragen anzueignen.

Jonas

vor 10 years 10 months

Ich hab bei den Infoveranstaltungen ab 2012 mitprotokolliert und das  -->hier im Forum eingestellt (Links zu früheren Jahren ganz oben). Es fällt jedesmal etwas anders aus (je nach Nachfragen) und in 2 Stunden kann man auch nicht alles sagen .. ihr habt also nicht der Weisheit letzten Schluß versäumt. Das Gut Riem meinte, man solle einfach bei den erfahreneren KrautgärtnerInnen schauen, was die so machen. Wir in Riem können auch noch schauen was die Profis vom Gut Riem selber machen (die haben auch meist eine Parzelle), aber die kochen auch nur mit Wasser ..

Ich hab auch als "Erstsemester" mal aufgeschrieben, was ich so gelernt habe:  -->Link (gibt natürlich noch viel mehr Info, siehe Inhaltsverzeichnis auf der Hauptseite des Forums), und im zweiten Jahr auch eine ganze Saison jede Woche bildlich dokumentiert:  -->Link . Man braucht Geduld und Gelassenheit (beides kann ich gut gebrauchen :-) ..) und darf sich nicht drausbringen lassen, wenn Pfanzen kaputtgehen: einfach Bio-Saatgut besorgen und aussäen oder direkt Bio-Jungpflanzen besorgen. Ich ziehe z.B. Mais vor, aber der ist so schwach gegen den Wind (ist er im Zimmer zuhause nicht gewöhnt), dass er leicht umknickt: egal, einfach ein neues Maiskorn daneben, und warten .. Ich will halt immer schnell starken Mais, damit ich ihn bald als "Stange" für Stangenbohnen nutzen kann, siehe -->Milpa-Mischkultur . Interessant für euch ist vielleicht auch das was es hier im Forum zu -->Gründüngung gibt. ---

PS: Sorry, wenn ich manchmal so schnell antworte und anderen dadurch evtl. das Wort nehme, aber sobald es um "bio" geht, fühle ich mich als Admin verantwortlich den Link zu unseren  -->Bioland-Richtlinien zu setzen (das einfach als Hintergrundrauschen ignorieren).

manuela ballmann

vor 10 years 10 months

durch das harken oder hacken - wird die erdoberfläche aufgekratzt, die erde bleibt feingrümelig, der boden wird durchlüftet und das regenwasser kommt besser zu den wurzeln. das ist die ganze hexerei. zusätzlich stört man das wachstum der kleinen unkräuter. quecke und co bekommt man so nicht raus, da brauchts einen sauzahn oder ähnliches.

mulchen mach ich mit grasschnitt von zu hause (der rasen wird auch nur gemulcht von zeit zu zeit im herbst und nie mineralisch gedüngt).

erde von außerhalb verwenden wir gar keine, außer der aussaaterde bei den empfindlichen jungpflanzen. die ist mit stempel zertifiziert. die ganzen sog. "bioerden" dies in den üblichen märkten gibt sind leider alle nicht "bioland-bio". zumindest hab ich noch keine gefunden. in manchen "bio" erden ist sogar torf drinnen... wieso die dann bio raufschreiben dürfen konnte mir noch niemand erklären.

ps: lieber jonas du bist schnell, aber auch gut. ;-)

Eva Gongolo

vor 10 years 10 months

Also ich sammele mir langsam aber sicher die Informationen zusammen. Ich fasse die neuesten Erkenntnisse nochmal zusammen und freue mich über eure Antworten auf meine Fragen.1. Düngen:Wir haben am Übergabetag den Flüssigdünger gekauft, wie oft soll man damit düngen? Habe bis jetzt 2 x damit gedüngt und wenn ich das alles hier richtig interpretiere, war das wohl zu viel (habe aber stark verdünnt).Habe auch gelesen, dass du, Jonas, mit kleingeschnittenen Gemüseresten sowie Tee und Kaffee düngst bzw. die Erde anreicherst. Das ist super und das werde ich auch machen. Dürfen die Schalen etc. auch nur von Bio-Gemüse sein? Ich kaufe zwar fast nur Bio, aber halt nicht alles. Und wie sieht es mit dem Tee und Kaffee (in meinem Fall italienischer Espresso, der ist definitiv nicht Bio) aus?Und was ist mit Obstschalen, zB Papaya, Mango, Banane oder dem Grün von Erdbeeren?Pilzreste sind glaube ich ungeeignet, oder?Zwiebelschalen auch soweit ich weiß, benutze aber nicht viele Zwiebeln, aber an Gemüse- und Obstschalen kommt bei mir gut was zusammen.2. Ich lade gleich ein paar Fotos hoch, als erstes das klein geschnittene Gemüse, ist das klein genug? Ich streue das dann einfach so um meine Pflanzen, oder?Dann kommt ein Foto von Spitzkohl oder Wirsing, haben da Hasen dran geknabbert oder was ist das? Ich hoffe, keine Krankheit... Ich werde die morgen auf jeden Fall wieder mit Vlies bedecken.Das nächste Foto sind die vermeintlichen Kartoffeln. Die kommen auf diversen Beeten neben anderen Pflanzen raus (wie hier neben dem Fenchel), aber am Kartoffelbeet nicht. Also wenn das wirklich Kartoffeln sind, soll ich sie dann ausgraben und ins Kartoffelbeet setzen?Das Mulchen werde ich erst mal lassen, habe keine Möglichkeit organischen Grasschnitt oä zu beschaffen. Manches ist ohne Auto halt komplizierter, aber tut der Umwelt gut...Und schon kommen wir zum nächsten und für heute letzten Punkt:3. War heute in Olching und habe Biosetzlinge gekauft, außerdem Salbei, Basilikum und Kerbel, die alle gute "Helferpflanzen" sein sollen. Ich habe auch gelesen, dass Tagetes sehr gut sein soll, habe aber bisher keine Bio-Tagetessamen gefunden. Tipps wo man die bekommen könnte?Ach so, natürlich würde ich mir gerne alles von den MitgärtnerInnen abschauen, aber es ist fast nie jemand da (oder nur ein paar wenige). Gestern war ich zB um 9 Uhr am Feld und war mutterseelenallein. Aber ich werde natürlich jede Gelegenheit ergreifen, mir Tipps zu holen und Wissen anzueignen.So, lieber unbekannter Jonas, genug für heute. Ich freue mich schon auf die Antworten.Danke

Eva Gongolo

vor 10 years 10 months

Aha, das mit den Fotos hat scheinbar nicht geklappt.Versuche es noch mal einzeln.Klein geschnittenes Gemüse

Jonas

vor 10 years 10 months

Hallo Eva,

ich verwende nur Erntereste vom Acker. Beispiel: Karottenkraut, Fenchelkraut (soweit ich es nicht esse), aber keinen Kohl, weil der mir zu sehr verplizt (den lege ich auf das Kompostbeet = Platz hinter den Pfosten ohne Schild).
Alles was vom Acker selbst kommt, ist von den  -->Bioland-Regeln her unkritisch. Ich habe zuhause zwei Komposte: einen Kompost mit Resten vom Acker: die nehme ich wieder mit zum Acker und mulche damit oder lege sie auf das Kompostbeet; der Rest kommt in die braune Tonne (im Sommer fast nichts, weil ich nichts im Bioladen zukaufen muss, an Gemüse).

Bei Saatgut und Jungpflanzen gibt es ein Bio-Siegel, bei den anderen Zutaten müssen wir beim Gut Riem am  -->Krautgarten-Telephon nachfragen, jede Saison neu: die regionale Bioland-Betriebsmittelliste kann jedes Jahr anders sein. Wir sind als KrautgärtnerInnen im Erzeuger-Bereich und da ist alles grösser: für die vielen Tonnen (1000kg) Erde der AWM (Stadt München) lohnt sich eine Messung der Schadstoffbelastung (Schwermetalle, Pestizide, ..), aber vermutlich nicht für die Gemüsereste von Eva ..

--

Ernte-Reste mit denen ich mulche, schneide ich so klein, dass sie keine Feuchte-Herde für Schnecken bilden (Erfahrung sammeln). Das was auf das Kompostbeet kommt, zerteile ich nicht, lockere ich aber immer wieder auf, sodass keine Schnecken-Nester entstehen, siehe  -->Nützlinge/Schädlinge

--

Düngen lohnt laut Info-Veranstaltung des Gutes Riem erst, wenn die Pflanzen grösser sind (was nicht aufgenommen werden kann, geht ins Grundwasser, insbesondere wenn es viel regnet). Wir haben auch eine Grunddüngung, die untergrpflügt wird, und die bereits den ganzen Anfang abdecken kann. (Ich selber dünge erst sehr spät und mache auch Versuche mit -->Gründüngung (Phacelia, ...), oder mit Pflanzen, die Stickstoff binden (Bohnen, ...): es gab letztes Jahr beim zweiten Jungpflanzenverkauf Saatgut für Gründüngung).

Bei dem Bild handelt es sich vermutlich um Spitzkohl (Wirsing ist etwas zackiger an den Blatträndern und anders gemustert), der von Schnecken angefressen wurde).
   Ich selber (auch im 5. Jahr noch Laie) lese die Schnecken regelmässig ab, und bearbeite regelmässig alle Beete: das zerstört mögliche Gelege der Schnecken und ich lasse keine feuchten Verstecke: es ist ein Spiel: zu nackte Erde wird leichter fest und trocknet leichter aus, zu feuchte/dichte Gründüngung/Mulch aus Pflanzenresten und die Schnecken freuen sich über schöne feuchte Rückzugsgebiete und Ablageplätze für ihre Eier. Zu dichte Bepflanzung hindert das Wachstum, zu dünnes und der Boden ist nackt ..
Ich habe keine grosse Statistik: ich hab nur mal ein Beet ziemlich dicht mit der gekauften Gründüngung bepflanzt: da waren die Schnecken drin: seitdem mache ich eine dichte Bepflanzung nur noch im Herbst, als Gründüngung und Schutz gegen Erosion).

Bild 3 ist ein Fenchel und eine Kartoffel: wenn Du die Kartoffel ausbuddelst, machst Du womöglich den Fenchel kaputt? Andererseits könnte die Kartoffel den Fenchel hemmen? Wenn ich eine Kartoffel separat finde (Reste von letztem Jahr, die früher austreiben als die gelegten, weil länger im Boden), dann setze ich sie evtl. um, aber nur weil ich sie dann bei der Kartoffelkäferkontrolle nicht so leicht vergesse: ansonsten lasse ich sie da, wo sie ist: wenn sie wächst, wächst sie. (Fenchel ist früher reif als die Kartoffel, d.h. er behindert auch nicht bei der Ernte). Vielleicht entdeckt man ja so zufällig die ideale -->Mischkultur , wer weiß.

Aber ich mag völlig falsch liegen: auch andere Quellen konsultieren.

--

Bio-Saatgut bekommt man bei den Bio-Versendern eigentlich alles: -->Link . Das, was es bei den Bioläden gibt, variiert immer etwas: Tagetes habe ich dieses Jahr im Vollcorner an der Denninger/Warthe-Strasse noch nicht gesehen.

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Ja, es sind oft nur wenige Menschen am Acker. Aber trotzdem kann man teilweise sehen, was die anderen so machen. Geduld (fällt mir auch schwer, immer noch). Und nach einer Weile (schon wieder Geduld) trifft man auch andere. Früher habe ich bei den ÖBZ-Sonntagscafés regelmässig Treffen von KrautgärtnerInnen (ausserhalb der "Arbeitszeit" am Acker :-) ..) angeregt, aber der "Zustrom" war eher gering, d.h. ich habe das aufgegeben. Ich selber gehe da immer noch hin, wenn ich Zeit habe, siehe die Termine auf der Haupseite. Den Tag der offenen Gartentür (am So 28.6.) werde ich wieder per Newsletter bewerben, vielleicht kommen da wieder ein paar KrautgärtnerInnen.

Viele Grüße,
Jonas.

Eva Gongolo

vor 10 years 10 months

Danke für die ausführliche Antwort! Du bist aber früh wach.Ich habe keine Schnecken gesehen bei Wirsing und Spitzkohl. Werde heute aber an der Unterseite der Blätter nochmal schauen.Alles was ich gestern gekauft habe hat ein Bio-Siegel, drum bin ich ja extra bis Olching gefahren.Zumindest bin ich froh, dass die vermeintlichen Kartoffeln tatsächlich Kartoffeln sind. Die Vermutung dass ich den Fenchel störe wenn ich die auf dem Foto ausgrabe hatte ich schon, also lasse ich sie da. Auch werde nur die Kartoffeln umsetzen, die nicht zu nahe an einer anderen Pflanze sitzen.Falls ich am 28.6. nicht arbeiten muss werde ich da hinkommen.Vielen Dank erstmal, bis zur nächsten Fragerunde ;-)und ein schönes Wochenende, Eva
By Jonas, 9 Mai, 2015
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Heiteres Pflanzenraten .. am Acker kommen öfter Fragen: was ist das für eine Pflanze?

Hier Platz für eine Link-Liste zu den bisherigen Fragen und für weitere Fragen dieser Art .

Die Link-Liste baue ich langsam auf: ich muss die bisherigen Beiträge erst wieder finden :-) 

--

PS: Für die Jüngeren unter uns noch der Hinweis, worauf dieser Beitrag anspielt .. 
Heiteres .. raten: https://de.wikipedia.org/wiki/Was_bin_ich%3F

---

-->Ackerhellerkraut

-->Ackermelde

-->Ackerwinde

-->Ampfer, sumpfblättriger (Rumex obtusifolius)

-->Beinwell

-->Franzosenkraut

-->Fuchsschwanz, grünähriger

-->Huflattich

-->Kartoffel1   -->Kartoffel2 (Reste von letztem Jahr)

-->Minze  

-->Quecken1 , -->Quecken2

-->Topinambur -->Topinambur 2

-->Vogel-Knöterich

-->Vogelmiere

-->Wald-Sumpfkresse (Rorippa Silvestris)

---

-->Allgemeiner Vergleich giftige Kreuzkräuter mit anderen Wildkräutern (Pyrrolizidin-Alkaloide)

 

 

Charlotte-Chri…

vor 10 years 10 months

Ich tippe auf Klatschmohn. aber mit Vorbehalt.

Laubblätter  erste ganzrandig, gestielt, nubehaart; Folgeblätter gekerbt, borstig behaart, fiederspaltig; obere Blätter meist dreiteilig, sitzend.

Jonas

vor 10 years 10 months

Ich lasse mal eines stehen und photographiere es später noch mal. Es kommt so ziemlich überall auf meiner Parzelle und ist auch sonst am Acker viel zu sehen. 

Yvonne_1

vor 10 years 10 months

Hallo Jonas, da hätte ich auch gleich noch ein Bild fürs Ratespiel. Freu mich, falls uns jemand weiterhelfen kann. Die wächst bei uns an mehreren Stellen.


Jonas

vor 10 years 10 months

Das ist vermutlich eine Kartoffel : die beginnen jetzt zu kommen und es gibt auch schon Kartoffelkäfer: oft sind noch vom letzten Jahr welche drin, und oft kommen die früher als die frisch gelegten, weil sie schon länger Zeit hatten im Boden zu wurzeln und zu treiben.


Yvonne_1

vor 10 years 10 months

Danke. Damit wäre dann auch meine Frage beantwortet, wie ich denn die Kartoffeltriebe erkenne :-)