By Julia, 12 August, 2013
Forums

Liebe KrautgärtnerInnen,

wann erntet ihr denn Eure Zwiebeln? Das Grün knick schon langsam um und fängt an welk zu werden.

Und Sellerie habe ich gestern geerntet und war sehr erstaunt, dass er gar nicht so groß war wie gedacht: Viele Wurzeln, viel Grün aber Knolle "nur" faustgroß. Dafür war die Knolle zart und köstlich. Zu früh geerntet? Was macht ihr mit dem Knollensellerie?

Viele Grüße

Julia

Andrea

vor 12 years 8 months

Hallo, ich habe zwar wenig Erfahrung, aber Sellerie und Zwiebeln können noch einige Zeit in der Erde bleiben, denke ich.
Ernten erst im Herbst, sind ja Gemüse, die man gut einlagern kann, genauso wie die Rote Bete. Lauchzwiebeln sind jetzt schon fertig, die werden ja auch frisch verbraucht, bei uns haben die wunderbare kleine runde Zwiebeln unten. Der Lauch ist auch fertig, habe schon einige dicke Stangen geerntet, sehr gut!

Andre M

vor 12 years 8 months

Hallo!

Zwiebeln hehme ich immer einige mit, die wo das Laub weg ist( warum auch immer), bzw an Stellen wo Sie meiner Meinung nach zu dicht stehen. Vom Sellerie habe ich schon einiges vom Grün in Eintöpfe mit reingetan, ebenso vom Pastinakengrün - Superlecker! Knollen bleiben noch in der Erde, denn da sind Sie gut aufgehoben. Ebenso schaue ich immer nach der Roten Beete und nehme die Großen mit - stehen sehr dicht bei uns, hätte bestimmt für 6 lfm gereicht. Karotten hatte ich schon vereinzelt, weil da auch das Problem mit dem Abstand war. Sind jetzt in einer vernünftigen Erntegröße. Lauchzwiebeln "pflücke ich aus", treiben wunderbar nach. Kartoffeln habe ich auch schon die ertsen ausgegraben - landen heute im Topf als "Papa Arrugadas" mit selbst gemachter Mojo Rocho - ein Gedicht!

Jonas

vor 12 years 8 months

Zu den Zwiebeln hatte ich bei den -->Infoveranstaltungen  des Gutes Riem protokolliert: " Zwiebeln nicht drin lassen, bis das Kraut weg ist, sondern ernten, wenn das Kraut beginnt wegzugehen und dann wenn möglich am Acker trocknen lassen. " Ich ernte die auch schon und esse auch jetzt schon, nachdem meine Erfahrungen mit dem Einlagern etwas durchwachsen waren: wenn es viel regnete, werden sie oben leicht faulig.

Beim Sellerie ernte ich auch schon die eine oder andere Stange. Ansonsten waren die bei mir sehr stabil und können lange drin bleiben um weiter zu wachsen. Finde ich beeindruckend, das Wurzelwerk von Sellerie, Mangold, ... Zu Sellerie hat das -->Saisongarten-Kochbuch  einen gebratenen Sellerie ( in Scheiben, paniert). Ich kann das Buch mitnehmen, wenn mal wieder ein Krautgartentreffen ist (für August hab ich noch keines angesetzt). Ich selber raspele den Sellerie auch gerne mit anderem Gemüse zusammen in einen fein geraspelten Salat (evtl. mit Apfel).

Katja

vor 12 years 7 months

Hallo Julia,

ich ernte meine Zwiebeln jetzt schon nach und nach, um zu vermeiden, dass sie alle wieder faulen wie im letzten Jahr (das tun sie, wenn man sie zu lange in der Erde lässt). Dann lege ich sie noch für eine ganze Weile auf den Balkon bis das Grün eingetrocknet ist. Funktioniert bisher wunderbar so.

LG

KATJA

Andre M

vor 12 years 7 months

Guten Morgen!

Hier Versuch Nr.2 für das Mojo Rojo Rezept:

http://kanarisch.de/rezept-papas-arrugadas-con-mojo/

Ich habe nur eine Chilie genommen und fast komplett entkernt, da es sonst für meine Verhältnisse nicht genießbar wäre. Liegt aber an den Chilies - sind Megateile von der Schärfe her. Beim Paprika nehme ich Spitzpaprika. Diese Mojo kommt gut an "meine Mojo" aus "meinem Restaurant" heran.

@Christina: Bitte ein Kommentar zur Soße nach deren Genuss. ;-)

@Jonas: Kann ich Beiträge editieren? Habe nichts gefunden. Danke!

schönen Tag wünscht Andre

Julia

vor 12 years 7 months

Danke für Eure Antworten! Ich denke ich werde schon mal anfangen die Zwiebeln zu ernten, zumindest einen Teil davon. Und die Mojo klingt köstlich, wird auch mal ausprobiert :-)

Jonas

vor 12 years 7 months

Hallo Andre, 

sorry sehe erst jetzt, dass Du das noch mal mit Frage gepostet hast: normale Forumsbeiträge kann man 15 Minuten bearbeiten, Blog-Kommentare leider nicht. Ich kann das leider nicht ändern, die Forum-Software ist so. Man muss es also machen wie Du und den alten Kommentar löschen und den korrigierten Kommentar dann erneut posten.

Viele Grüße,
Jonas.

PS: Irgendwann im nächsten Jahr kommt eine komplett neue Version des Forums, vielleicht wird es dann etwas systematischer/besser mit mehr Einstellungsmöglichkeiten. Eine ganz andere Forum-Software kann man nicht so einfach verwenden, weil dann die Inhalte weg wären: das geht natürlich gar nicht, d.h. nach der Entscheidung für eine Software ist man quasi in dieser gefangen, eine Migration auf eine andere Software geht ab gewissen Datenmengen nur per Programm und sowas zu erstellen ist sehr aufwändig; und man sollte so etwas auch nicht ohne Not tun, weil Software-Nutzer Änderungen der Bedienung gar nicht schätzen ... (ich bin Software-Entwickler und weiß das aus Erfahrung und auch als Anwender ärgere ich mich bei jeder neuen Office-Version darüber, dass die Funktionen nun schon wieder an anderen Orten versteckt wurden: nichts gegen Ostern, aber ...).

Bei der (länglichen) Entscheidung für Ning haben diverse Gründe eine Rolle gespielt, aber das führt jetzt hier zu weit. Jetzt ist es jedenfalls so und man muss damit leben (insbesondere auch ich, denn es wird nächstes Jahr etwas teuerer, aber mei ...).

By Werner Lesser, 28 Juli, 2013
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Seit 2010 sind wir als Saisongärtner auf dem Oberfeld in Darmstadt aktiv. Unser Saisongarten funktioniert ähnlich, wie die Krautgärten in München, er wird von einem Demeter-Betrieb, der Landwirtschaft Oberfeld-AG organisiert. Die Krautgärten kennen wir aus unserer Münchner Zeit.
 
Wir haben in unserem Saisongarten im letzten Jahr gemeinsam mit über 30 Mit-Saisongärtnerinnen und -gärtnern Rezepte gesammelt, Gerichte ausprobiert, fotografiert und schließlich in einem Kochbuch zusammengestellt. Auch der Verlag, der es herausgebracht hat, ist in unserem Saisongarten aktiv. Es ist im Dezember 2012 erschienen und enthält Rezepte für die von uns geernteten Gemüse. Die saisonalen Speisen, davon viele vegetarisch, sind einfach zuzubereiten. Alle Rezepte wurden getestet, die meisten gemeinsam im Garten probegegessen. Neben den Rezepten gibt es auch kurze Geschichten von unserem Feld. Die Autoren haben auf Ihr Honorar verzichtet, der Erlös des Buches kommt dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt zugute.

Wir denken, dass dieses Kochbuch auch für viele Krautgärtnerinnen und-gärtner interessant sein könnte. Weitere Infos, eine ausführliche Leseprobe zum Herunterladen, Rezepte und Tipps zu unserem Kochbuch finden sich auf unserer Web-Seite: www.saisongarten.org . Das Buch kostet 20 und kann in jeder Buchhandlung oder portofrei über die Web-Seite bestellt werden.

Werner Lesser und Marianne Kissel-Lesser (zwei der 4 Herausgeber und begeisterter Saisongärtner)


Bild entfernt.

By Andrea, 22 Juli, 2013
Forums

Woher weiß ich eigentlich, wann die Rote Bete erntereif sind. Von oben schauen sie schon ganz schön dick aus, aber sind sie da auch schon fertig zum Ernten? Danke euch!

blecki.c

vor 12 years 8 months

Ich esse sie dann, wenn sie schön dick sind und oben aus der Erde raus gucken - wie bei den Möhren. Wenn sie sehr dicht stehen, zupfe ich jetzt schon mal eine Bete raus, dann haben die anderen wieder besser Platz. Sie schmecken auf jeden Fall schon sehr gut! Im letzten Jahr habe ich die Rote Bete ab August bis in den Oktober rein geerntet.

Andrea

vor 12 years 8 months

Danke, ich habe jetzt mal eine geerntet, die auch schon gut oben rausschaute. Noch nicht zubereitet, mache ich in den nächsten Tagen. Und die anderen können also noch bestens in der Erde bleiben. Ich habe ein tolles Rezept gelesen: RoteBete-Chips / schälen, papierdünn aufschneiden, in Öl ausbraten (oder in der Friteuse), auf Küchenkrepp abtrocknen lassen.

Julia

vor 12 years 7 months

Ich habe auch schon Rote Beete geerntet und sie sind wunderbar zart. Allerdings stehen sie sehr dicht und ich werde sie im nächsten Jahr vereinzeln, damit sie Platz zum wachsen haben. Einige sind schon sehr eng beieinander und klein.

By blecki.c, 17 Juli, 2013
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Ich habe in diesem Jahr eine neue Sorte Rote Bete gesät und das ist dabei heraus gekommen:

Samen gibt es beim Bioversand Jebel, "Rote Bete Tondo di Gioggia".

Ob die schönen Ringel beim Kochen erhalten bleiben habe ich noch nicht probiert, roh schmeckt sie jedenfalls hervorragend, nicht so erdig wie die roten Rote Bete.


Andrea

vor 12 years 8 months

Die sind aber schön, wenn man nicht wüsste, dass das Gemüse ist, könnten es Lutscher sein. Guten Appetit!

By Adretta Flox, 17 Juli, 2013
Forums


Kapuzinerkresse, Tagetes, Saubohnen als Beipflanzung zur Kartoffel sehen doch bezaubernd aus, oder?

Außerdem helfen Taubnessel und Pfefferminze ...

Schnecken fressen auch Kartoffelblätter. Und dann gibts da noch die grausame Krautfäule und und und ... Daher reicht das Absammeln der Kartoffelkäfer-Larven für optimales Kartoffelwachstum oft nicht aus. Um alle Probleme auf natürliche Weise in Schach zu halten, kann ich euch Mischkultur statt Reihenkultur wärmstens empfehlen. Da hilft sich die Natur gegenseitig.

Und wenn sich dann doch einmal ein  Kartoffelkäfer zu euch verirrt - ich denke, wir Biogärtner teilen gerne mit der Natur, höchster Ertrag ist doch nicht so wichtig ... und wems zuviel wird, der kann dann immer noch die wenigen Larven/Käfer absammeln.

Wer mehr über Beipflanzungen erfahren möchte: Habe auf meiner  Website einiges zusammengestellt - noch nicht perfekt ist, aber ich bleibe dran. Viel Spaß damit!

manuela ballmann

vor 12 years 8 months

mischkultur machen wir, hilft nicht viel.

leider kann man zur zeit wirklich nicht von "den wenigen larven" sprechen, bei einer parzelle ist das ganze grün abgefressen und wenn die larven erst mal käfer sind hat sich die population in windeseile vervielfacht.

wir waren in den letzten beiden jahren sehr verwöhnt in hohenbrunn was den kartoffelkäfer angeht, deswegen schauen viele leute wahrscheinlich auch gar nicht, weil sie nicht daran denken...

Jonas

vor 12 years 8 months

Ich mache auch Mischkultur, in verschiedenen Varianten (von nichts zusätzlich bis viel in den Reihen und auch ohne Reihen, Kraut und Rüben). (Hier eine Sammlung von Mischkultur-Beiträgen des Krautgarten-Forums, auch dieser Beitrag hier ist dort verlinkt: -->Mischkultur )

Mischkultur hat den Vorteil, dass der Boden nicht so austrocknet (Wasser, Bodenleben, ...) und dass Schädlinge tendenziell (aber leider alles andere als zuverlässig, siehe Manuelas Beitrag) keine (Klein-)Monokultur vorfinden, in der sie sich explosionsartig vermehren können.

Aber es gibt auch Nachteile gegenüber dem nackten Boden (den ich selber nicht so mag und eigentlich als unnatürlich empfinde): die Schnecken sind deutlich mehr, wenn es schön kühle, feuchte Rückzugsgebiete gibt, und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass meine Mischkultur zu dicht ist und die Nutzpflanzen im Wachstum einschränkt (wobei ich natürlich versuche, Nutzpflanzen in Mischkultur zu kombinieren).

Bei den Kartoffelkäfern ist es vor allen wichtig, die Gelege zu entfernen: ein Gelege gibt ca. 40 Larven, das reicht (Mischkultur hin oder her) für völligen Kahlfrass einiger Kartoffelpflanzen und sorgt für neue Kartoffelkäfergenerationen. Die Käfer selber fressen nicht so viel, die Larven müssen von punktgrossen Eiern zu grossen Kartoffelkäfern werden und fressen gnadenlos alles kurz und klein, bis nichts mehr da ist, ich habe das öfter gesehen, in Mischkultur und ohne.

Ich finde, man kann/sollte versuchen, den Befall durch Mischkultur zu minimieren, aber wenn Befall da ist, muss er weg, sonst vervielfacht sich das Problem sehr schnell (1 Käfer -> 40 Käfer -> 1.600 Käfer -> 64000 Käfer -> ...), da der Käfer hierzulande keine natürlichen Fressfeinde hat: er (bzw. seine Larven) hören erst dann auf zu fressen, wenn nichts mehr da ist (bzw. dann gehen sie an Auberginen, Tomaten, ...)

Andrea

vor 12 years 8 months

Mischkultur will ich nächstes Jahr auch vermehrt ausprobieren, das hört sich alles sehr schlüssig an hier, dieses Jahr (1. Jahr im neuen Krautgarten Obermenzing) habe ich viele grüne ordentliche Reihen, ausschließlich Gemüse ( Ausnahme sind Wicken, die mühen sich aber noch sehr, um an ihrem Asthäuschen hochzuklettern).

Zu den Kartoffeln: Gießt man die jetzt oder nicht? Da weiß jeder was anderes. Jetzt bei der langen Trockenheit vielleicht doch? Meine Kartoffeln scheinen doch teilweise die Kartoffelfäule zu haben, das Kraut wird an mehreren Stellen braun, Blüten fast gar keine. Na ich lasse mich überraschen, was in der Erde passiert! Taubnesseln dürfen wachsen, außerdem gibt es die sehr viel im Brachland außen herum, Kartoffelkäfer oder Larven wurden noch nicht gesichtet.

Adretta Flox

vor 12 years 8 months

Anbau Kartoffel: Viele Wege führen zum Ziel


Hallo Andrea, beim Garteln hat so jeder sein eigenes Konzept. Ich machs so:

- Extra Gießen tu ich die Kartoffeln nur in der Blütezeit bei extremer Hitze.

- Wenn es lange nicht regnet, gieße ich Beipflanzungen wie Tagetes, Bohnen, Pfefferminze etc. Davon profitieren dann auch die Kartoffeln.

- Beim Gießen achte ich darauf, dass ich die Kartoffelblätter nicht benetze.

- In Hauptwindrichtung steht die Kartoffel mindestens auf einer Seite offen. Die Blätter müssen im Wind flattern können.

- Entgegen vieler Meinungen, entferne ich Blätter mit braunen Stellen: Lieber weniger Grün, als dass Fäule etc. entlang dem Stängel nach unten kriecht und in die Knollen wandert.

Der Ertrag schwankt bei mir je nach Jahr und Sorte: knapp 1 kg (Bamberger Hörnla) bis zu 3 kg (Linda) je Pflanze. Für mich ist das OK. In Mischkultur schauen selbst Kartoffelbeete immer hübsch aus und viele Insekten tummeln sich. Das erfreut mein Auge und mein Herz.

Andrea

vor 12 years 8 months

Danke, Adretta, für die vielen guten Infos. Sind immer hilfreich und eine Portion eigenes Bauchgefühl dazu, dann passt es.

By Adretta Flox, 7 Juli, 2013
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Die Fleischtomate Marmande trägt bereits typische Rippen:

Und hier die Matina:


Trotz Dauerregen und Kälte im Juni, jetzt kann der Sommer kommen!

Jonas

vor 12 years 8 months

Sind Marmande und Matina eigentlich spezielle Freiland-Tomaten? Ich hab nur -->"Rote Murmel"  gepflanzt, weil die als Freiland-Tomate angepriesen wurde.

Adretta Flox

vor 12 years 8 months

Hallo Jonas,

ehrlich gesagt, habe ich die zwei Sorten vor allem, weil ich zertifiziertes Saatgut von Demeter bevorzuge, die Sorten mir gefallen und der Samen beim Vollcorner angeboten wurde. Und es sind keine Hybriden.


1. August 2013: Matina trägt bereits 5 Früchte.

Die Matina soll für Freiland geeignet sein. Die Marmande auch, sofern man sie schützt. Ich habe kein Regendach, aber der Sonnengott meint es bisher gut mit mir!

Deine Rote Murmel wäre auch was für mich! Mach ich dann nächstes Jahr! Guter Tipp!

By Pegg Peterson, 5 Juli, 2013
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Die Spritzerei* des Nachbar-Landwirts - mit Abwehungen und damit möglicher Belastung unserer Parzellen - beunruhigt - außer uns Krautgärtnern selbst - bisher weder den Verpächter noch die Abteilung des Grünen Gürtels der Stadt München.

Auf unsere Fragen, wie beispielsweise, ob das Brunnenwasser belastet sein kann oder wie lange wir nichts vom Feld essen sollen, geht der Verpächter nicht ein und lässt uns mit unseren Sorgen alleine. Hat er oder die Stadt München hier keine Fürsorgepflicht? Es war reiner Zufall, dass zum Zeitpunkt der Spritzerei einige Krautgärtner am Feld waren. Hätte der Landwirt früh um 6 Uhr gespritzt, hätte keiner etwas bemerkt.

Erst 13 Tage nach der Spritzerei hingen die beiden Sicherheitsdatenblätter der versprühten Herbizide Gardo Gold und Callisto am Feld: Warum hat der Verpächter sie nicht per E-Mail geschickt, dann wären alle Betroffenen spätestens innerhalb von 2 Tagen informiert gewesen. Die Hinweise darin wie Abstandsflächen, Giftigkeit etc. sind für Laien zum Teil schwer interpretierbar und verunsichern. Vom Verpächter des Krautgartens Fasanerie kommen keine weiteren Hinweise, für ihn ist mit dem Aushang scheins alles erledigt.

Selbst im Supermarkt haben wir einen besseren Verbraucherschutz als im Krautgarten Fasanerie? Im Supermarkt gibt es immerhin Stichproben auf mögliche Belastungen. Im Krautgarten Fasanerie fühlen sich weder Verpächter noch Abteilung Grüner Gürtel verantwortlich. Der Hinweis des LfL 20 m Sicherheitsabstand zum bespritzen Feld  einzuhalten, ist doch skurril, da unsere Parzellen somit komplett in der Gefahrenzone liegen. Warum durfte dort ein Krautgarten errichtet werden? Oder: Warum darf neben einem Bio-Krautgarten ein konventioneller Landwirt Gifte sprühen? Angeblich verpachtet die Stadt München an den konventionellen Landwirt. Wenn dem so ist, wäre das ein Witz! So wird das nichts, mit der Bio-Großstadt München.

* In Gardo Gold ist S. Metolachlor enthalten, das im Verdacht steht krebserregend und nervenschädigend zu sein.

http://kurier.at/politik/verbotene-stoffe-in-bienen-entdeckt/773.149

Jonas

vor 12 years 9 months

Für die konkrete Belastung würde ich wie gesagt messen lassen: vielleicht hattet ihr ja Glück? Wenn der Stoff bekannt ist, dann ist die Messung auch viel einfacher, soweit ich weiß. 

Ansonsten weiß ich nicht, wie die rechtliche Lage für Pestizide/Herbizide ist (Abstände, Umgebung (Menschen/Gemüseanbau/, ...). Vielleicht tut sich ja durch den Zwischenfall nächstes Jahr etwas, und wenn nicht hat vielleicht das Umweltinstitut München Interesse, sich der Sache anzunehmen und Druck auf den Bauern bzw. die Stadt auszuüben, dass so etwas wenigstens nicht wieder vorkommt.

Pegg Peterson

vor 12 years 8 months

Hallo Kraut-Wiggerl und alle Interessierten,

 

wir haben unzählige Kontakte aufgenommen:

-         Bay. Staatsregierung

-         AID, was-wir-essen.de, Infodienst gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung ...

-         IPS, Landesamt für Landwirtschaft

-         KVR, Lebensmittelüberwachung

-         Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelrecht

-         Stadt München, Grüner Gürtel

-         Verpächter Krautgarten Fasanerie

-         Nachbar-Maisbauer, der gespritzt hat

-         ...

 

Das Ergebnis bis heute:

Keiner fühlt sich zuständig und schiebt die Verantwortung weiter. Immer wieder werden wir auf das LfL oder KVR verwiesen ... wir drehen uns im Kreis. Auf eine Antwort des KVR und des LGL warten wir noch.

 

Wir wundern uns, dass wir uns in einem privaten Krautgarten anscheinend in einem rechtsfreien Raum bewegen. Die Unsicherheit, was wir da wohl essen, ist inzwischen groß. Jeder wartet, ob sich nicht doch einer der Sache annimmt. Einige ernten weiter, einige haben ihre Parzelle aufgegeben, andere erfreuen sich ohne Ernte an dem Wuchs.

 

Viele sehen den Krautgarten Fasanerie mit großer Skepsis und suchen nach Alternativen. Für uns ist klar geworden: Ohne Bio-Zertifizierung eines Ackers kann keiner gesichert gesundes Gemüse anbauen, da der konventionelle Nachbar-Landwirt die stärkere Lobby besitzt. Auch wenn sich die Presse der Sache annimmt, unser Gemüse im Krautgarten Fasanerie wird kein Bio-Gemüse mehr werden. Schade drum.

 

Siehe hierzu auch

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/gemuese-104.html

 

PS: Wir suchen im stadtnahem Münchner Westen/Norden einen eigene Fläche, den wir direkt von einem Landwirt pachten können. Falls wir etwas geeignetes finden, werden wir wohl einen Verein gründen. Noch ist unbestimmt wie es weiter gehen soll.

By Pegg Peterson, 2 Juli, 2013
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Hallo an alle,

wir sind im Krautgarten Fasanerie durch einen gut 2-m-breiten Feldweg vom Nachbar-Landwirt getrennt. Dieser hat für seinen Mais Herbizide - insbesondere wohl Gardo Gold mit Wirkstoff Metolachlor - gespritzt. Durch den Wind sind diese zu uns herübergeweht, wie stark und weit ist schwer zu sagen.

Nun würden wir gerne unser Gemüse etc. essen, haben aber Bedenken, da in dem vom privaten Verpächter ausgehängtem Waschzettel des Herbizids irgendwas von 60 Tage Wartezeit und Abstandsflächen und so steht ... und was ist mit unserem Brunnenwasser, sollen wir jetzt 60 Tage nicht gießen oder gelangt das Herbizid nicht nach unten?

Gibts hier einen Experten, der uns in einfachen Worten raten kann, was wir tun sollen? Oder kennt jemand einen Experten, der uns helfen kann?

Danke!

Jonas

vor 12 years 9 months

Hallo Pegg,

bis jetzt leider kein Experte für Spritzmittel hier ... Wundert mich allerdings nicht wirklich, da wir ja genau keine Chemie einsetzen wollen (und -->dürfen ) ... 

Vielleicht könnt ihr beim Umweltinstitut München oder bei der Lokalgruppe von Greenpeace oder vom BUND, Nabu, LBV nachfragen: die haben möglicherweise Experten, die sich auskennen (siehe -->Münchner Organisationen  in den allgemeinen Umweltlinks hier im Forum). Oder bei  http://www.pan-germany.org nachfragen, die sich auf das Thema Pestizide spezialisiert haben. Vermutlich muss man ohnehin eine Messung machen, um eine qualifizierte Aussage machen zu können ...

Viele Grüße,
Jonas.

PS:  http://umweltinstitut.org/lebensmittel/pestizidruckstande-in-lebensmitteln/rueckkehr_der_ackergifte-640.html

Bild entfernt.

Jonas

vor 12 years 9 months

PS; Stichwort im Internet: Bodenuntersuchung München, Bodenprobe München ...

Pegg Peterson

vor 12 years 9 months

Hallo Jonas, danke für die Info ... jetzt gibt es viel zu tun ... eigentlich wollten wir doch nur gesundes Gemüse anbauen und keine Herbizid-Experten werden ...

Eine Antwort vom LfL - Institut für Pflanzenschutz ist bereits eingetroffen. Der Herbologe rät:

"Um auf der absolut sicheren Seite zu sein, empfehle ich Ihnen in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern zur behandelten Fläche auf den Verzehr der u.U. von der Abdrift getroffenen Pflanzen zu verzichten."

Das heißt im Klartext, dass wir alles in die Tonne klopfen können, da unsere Felder sind ja nur rund 15 m lang sind und  - getrennt durch den Feldweg - direkt an das bespritzte Maisfeld grenzen. Manche haben ihre Parzelle bereits aufgegeben, manche hoffen noch, manche ernten einfach weiter ...

Jonas

vor 12 years 9 months

Hallo Pegg,

ihr armen ...

Ich nehme den Link zum Institut für Pflanzenschutz (Landesamt für Landwirtschaft) mit auf in die allgemeinen Links, falls so was an anderen Standorten auch mal sein sollte (in Riem haben wir dieses Jahr neben dran auch ein Maisfeld, aber mehr Abstand und die Parzellen auch parallel zum Weg ...):  http://www.lfl.bayern.de/ips

Vielleicht erbringt eine Bodenprobe ja doch noch Entwarnung?

Viele Grüße,
Jonas.

Kraut-Wiggerl

vor 12 years 8 months

hallo

wie ist es denn weitergegangen ? für einen biologischen krautgarten sind das ja unerträgliche zustände